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16. November 2009 | Gemeinderat, Direktionen

Ideen für den Eigerplatz

Der Ideenwettbewerb für die Umgestaltung des Eigerplatzes ist abgeschlossen. 16 Arbeiten wurden eingereicht, Sieger ist das Projekt „EIGERTRAM“ des Teams um das Büro B+S AG in Bern.

Der Eigerplatz ist einer der komplexesten Verkehrsknoten in der Stadt Bern. Er soll im Rahmen des Projekts Tram Region Bern neu gestaltet werden. Dazu hat die Planungsgemeinschaft Tram Region Bern ein zweistufiges Wettbewerbsverfahren ausgeschrieben. In der ersten Phase ging es darum, Ideen für die Neugestaltung des Eigerplatzes zu entwickeln. In der zweiten Phase sollen die vier besten Vorschläge in weiteren Studien vertieft ausgearbeitet werden.

Komplexe Aufgabenstellung

Der Ideenwettbewerb und somit die erste Phase wurde am 10. November 2009 abgeschlossen. Die Aufgabe bestand darin, für die neue Tramlinie und den übrigen Verkehr eine zukunftsweisende Lösung mit einer möglichst hohen Aufenthaltsqualität zu erarbeiten. Erwartet wurden kreative Vorschläge, wie der Platz städtebaulich, verkehrstechnisch und gestalterisch sinnvoll ins Quartier eingebettet werden kann.

Breiter Fächer

16 Teams aus dem In- und Ausland haben am Wettbewerb teilgenommen. Die Mehrzahl der eingereichten Projektvorschläge zeichnen sich durch ihr hohes Niveau aus. Sie setzen sich fundiert mit der Aufgabenstellung und mit dem Ort „Eigerplatz“ auseinander. Die unterschiedlichen Lösungsansätze zeigten indessen auf, wie schwierig die verschiedenen Ansprüche an den umgestalteten Platz zu erfüllen sind: die einen setzen städtebauliche Akzente, andere konzentrieren sich mehr auf verkehrstechnische Lösungen.

Fünf Preise

Eine dreizehnköpfige Jury unter der Leitung von Uli Huber, Architekt BSA SIA SWB, beurteilte die Arbeiten während zweier Tage. Zu den Jurymitgliedern gehörten Fachleute aus Architektur und Verkehr, die Berner Gemeinderätin Regula Rytz, der Vorsteher des Amtes für Verkehr des Kantons Bern, Wolf-Dieter Deuschle sowie Quartiervertreter des Stadtteils III. Es wurden fünf Vorschläge prämiert. Den ersten Rang erreichte das Projekt „EIGERTRAM“ des Ingenieurbüros B+S AG zusammen mit Moeri+Partner, Landschaftsarchitektur, Bern sowie Rykart Architekten, Gümligen. Die vier Erstplatzierten erhielten je einen Studienauftrag, um ihre Ideen zu vertiefen. Die Resultate sollen im Mai 2010 vorliegen, der beste Lösungsvorschlag wird anschliessend in das Vorprojekt Tram Region Bern integriert.

Öffentliche Ausstellung

Sämtliche Projektvorschläge sind im Projektraum (Parterre) der Stadtbauten Bern, Schwarztorstrasse 71, ausgestellt. Sie können vom 16. bis 25. November, jeweils Montag bis Freitag von 17 bis 20 Uhr und Samstag/Sonntag von 10 bis 13 Uhr besichtigt werden.

Ideenwettbewerb Eigerplatz
Die Preisträger

1. Rang: „EIGERTRAM“ des Ingenieurbüros B+S AG zusammen mit Moeri+Part­ner, Landschaftsarchitektur, Bern sowie Rykart Architekten, Gümligen

2. Rang: „stadtteilpuzzle“ eines Teams um bauchplan).(landschaftsarchitektur und -urbanismus, München

3. Rang: „Promunturium“ von Hager Landschaftsarchitektur AG, Zürich mit Kontextplan, Bern

4. Rang: „CHIARA“ von R+R, Burger und Partner AG, Bern mit planetage gmbh sowie ARCOOP, Zürich

5. Rang: „EIGER“ der Arbeitsgemeinschaft Zeltner Ingenieure, Belp und bbz bern gmbh, landschaftsarchitekten bsla, Bern

 

Auszug aus der Beurteilung des Siegerprojekts durch das Preisgericht

Das Projekt basiert auf einer klaren Trennung zwischen Fahrbereichen und Koexistenzflächen. Um den Letzteren vom öffentlichen Verkehr, den Fussgängern, den Velofahrenden und der Anlieferung gemeinsam genutzten Flächen genügend Raum zu geben, wird die Zieglerstrasse soweit möglich nach Westen verschoben. Dies ermöglicht die Konzipierung einer genügend langen Tramhaltestelle mit einem direkten Fussgängerübergang von der Tscharnerstrasse her. Die Leistungsfähigkeit für den Gesamtverkehr ist gegeben. Dazu tragen insbesondere das richtig angedachte Eigentrassee für das Tram in der Schwarzenburgstrasse sowie der Kreisel mit Bypass bei. Der Kreisel bringt auch für Velofahrende Verbesserungen, indem die Zahl der Konfliktstellen gegenüber einer Kreuzungslösung reduziert wird.

Das Projekt zeigt eine geschickt konzipierte städtebauliche und verkehrliche Gesamtlösung mit klar strukturierten Fahr- und Koexistenzbereichen, mit der die dem Ort innewohnende Komplexität der Verkehrssituation reduziert wird und die nötige Leistungsfähigkeit trotzdem gewährleistet bleibt.

Insgesamt bestechen die Idee, die grosszügig zusammenhängenden Platzflächen und die geschickte Organisation, hingegen fehlen starke Aussagen zur Stadtraumgestaltung und angestrebter Atmosphäre.

 

Downloads

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Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentBericht des Preisgerichtes (4,31 MB) 16.11.2009 4.3 MB
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Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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