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18. November 2009 | Gemeinderat, Direktionen

Neues Monitoring für eine nachhaltige Stadtentwicklungspolitik

Der Gemeinderat hat im August den Aufbau eines Monitorings zur sozialräumlichen Stadtentwicklung beschlossen. Für die Raumplanung und die Sozialplanung soll das Monitoring ein Instrument für eine kohärente und nachhaltige Stadtentwicklungspolitik sein. Eine erste Publikation dazu erscheint heute. Sie zeichnet die demografische Entwicklung der Stadt Bern seit 1990 nach, beschreibt den Aufbau des Stadtmonitorings und stellt die sozialräumliche Verteilung der stadtbernischen Bevölkerung in einer selektiven Auswahl nach Stadtteilen und statistischen Bezirken kartografisch dar.

Der Gemeinderat hat sich in den Legislaturrichtlinien 2009-2012 und in der Strategie 2020 zum Ziel gesetzt, dass Bern eine wachsende Stadt bleibt. Wachstum bringt in einer Stadt immer demografische und räumliche und längerfristig auch gesellschaftliche Veränderungen mit sich, die wechselseitig voneinander abhängig sind. Mit dem Monitoring sozialräumliche Stadtentwicklung will der Gemeinderat der strategischen Planung ein Instrument zur Verfügung stellen, das diese Veränderungen erfassen kann. Es soll als Grundlage für eine Evidenz basierte Stadtentwicklungspolitik dienen, die einem nachhaltigen Wachstum verpflichtet ist. Das Monitoring wird in der Abteilung Stadtentwicklung durch die Statistikdienste aufgebaut und verwaltet, in enger Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen.

Neu konzipierte Volkszählung 2010

Ins Monitoring sozialräumliche Stadtentwicklung fliessen Daten aus amtlichen Registern und administrativen Datensätzen ein. Deshalb ist das Monitoring auch eine Ergänzung zur neu konzipierten Volkszählung 2010, welche nicht mehr die Gesamtbevölkerung erfasst, sondern in diesen Bereichen nur noch mit Stichproben arbeitet. Mit dem neuen Monitoring wird es nun möglich, dass weiterhin Daten kleinräumig ausgewertet und auf Quartiere bezogen dargestellt werden können. Dies ist gerade im städtischen Raum wichtig, wo Planung und Gemeinwesenarbeit darauf angewiesen sind, kleinräumige Daten auf Quartierebene zur Verfügung zu haben.

Sieben Themenbereiche

Die gesammelten Daten können sieben Themenbereichen zugeordnet werden:
Demografie, Ethnische Zugehörigkeit, Haushalte und Lebensform, Quartierdynamik, Materieller Status, Wohnen, Quartierbeschreibungen. Zu allen Themen werden verschiedene Merkmale erhoben und Kennzahlen berechnet. Aus ihnen sollen z.B. die beginnende Überalterung eines Quartiers oder der Statusverlust ersichtlich sein. Die Resultate werden auch als kartografische Darstellung der sozialräumlichen Verteilung der Stadtberner Bevölkerung dargestellt. Bei Bedarf können in Zukunft weitere Themen ins Monitoring integriert werden.

Erste Publikation

Die gleichzeitig zu dieser Medienmitteilung erscheinende Publikation zeichnet die demografische Entwicklung der Stadt Bern seit 1990 nach, beschreibt den Aufbau des Stadtmonitorings und stellt die sozialräumliche Verteilung der Stadtberner Bevölkerung nach Stadtteilen und statistischen Bezirken kartografisch dar. Diese Darstellungen sind eine erste, sehr selektive Auswahl aus den künftigen Möglichkeiten des Stadtmonitorings. Thematisiert werden die räumliche Altersverteilung, die Verteilung nach materiellem Status und die Verteilung der Kinder und Jugendlichen. In den Karten ebenfalls eingezeichnet sind die Standorte von städtischen Einrichtungen aus dem sozialen, schulischen, familienergänzenden, sportlichen, gesundheitsfördernden und generationenbezogenen Bereich. Aus den Karten ist darum ersichtlich, wie sich das Angebot von städtischen Einrichtungen und der Kreis von potentiellen Nachfragerinnen und Nachfragern räumlich decken. Die Publikation wurde im Hinblick auf die Stadtteilkonferenzen erstellt, welche in diesen Tagen stattfinden und die Frage der sozialen Infrastruktur thematisieren. Die Publikation ist unter www.bern.ch/statistik verfügbar.

 

Informationsdienst der Stadt Bern

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