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13. Januar 2010 | Gemeinderat, Direktionen

Gemeinderat befürwortet eine sozialräumliche Ausrichtung der Gemeinwesenarbeit und Soziokultur

Der Gemeinderat hat einen Bericht zum Stand des Organisations-entwicklungsprozesses DOK, TOJ und VBG zur Kenntnis genommen. Er spricht sich für eine sozialräumliche Ausrichtung der Gemeinwesenarbeit und Soziokultur aus.

In der Stadt Bern sind der Dachverband für die offene Arbeit mit Kindern (DOK), der Trägerverein für die offene Jugendarbeit in der Stadt Bern (TOJ) und die Vereinigung für Beratung, Integration und Gemeinwesenarbeit (VBG) für die Bereitstellung von Angeboten in Gemeinwesenarbeit und Soziokultur zuständig. Die Stadt Bern hat mit diesen drei Vereinen Leistungsverträge abgeschlossen.

Handlungsbedarf festgestellt

2007 beauftragte die Stadt Bern das Institut für Soziale Arbeit (IFSA) der Fachhochschule St. Gallen mit der Prüfung, ob diese Dreiteilung und die von den drei Trägerschaften erbrachten Leistungen den aktuellen gesellschaftlichen und kommunalen Bedürfnissen entsprechen. In seinem Bericht von 2008 stellt das IFSA Handlungsbedarf fest: Die unterschiedlichen Strukturen der drei Organisationen und die ausschliessliche Ausrichtung der Gemeinwesenarbeit auf die altersspezifische Arbeit führten zu Überschneidungen und Doppelspurigkeiten. Teilweise fehle die nötige Flexibilität, um auf soziale Brennpunkte zu reagieren. Die Analyse empfiehlt der Stadt Bern, die Angebote und Dienstleistungen von DOK, TOJ und VBG künftig konsequent sozialräumlich auszurichten.

Start des Organisationsentwicklungsprozesses

Gestützt auf die Erkenntnisse und Empfehlungen des IFSA-Berichts leitete die Direktion für Bildung, Soziales und Sport (BSS) einen Organisationsentwicklungsprozess ein. Der Organisationsentwicklungsprozess wurde zusammen mit den drei Organisationen DOK, TOJ und VBG von der BSS geführt und von Prof. Dr. Christoph Minnig extern begleitet. Die Ergebnisse dieser nun abgeschlossenen Phase des Organisationsentwicklungsprozesses wurden in einem Zwischenbericht festgehalten und dem Gemeinderat zur Kenntnis gebracht.

Sozialräumliche Ausgestaltung der städtischen Gemeinwesenarbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Der Organisationsentwicklungsprozess und der Zwischenbericht bestätigen die Analyse des IFSA: Die Gemeinwesenarbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Stadt Bern soll sozialräumlich ausgestaltet werden. Bezogen auf die Stadtteile soll die Gemeinwesenarbeit vermehrt auch altersübergreifend geleistet werden. Das Angebot soll aufgrund einer Bedarfsanalyse ausgerichtet werden. Ziel ist es, Gemeinwesenarbeit dort zu leisten, wo sie nötig ist, Bewährtes zu sichern, neuen Herausforderungen schnell und wirkungsvoll zu begegnen und flexibel auf soziale Brennpunkte reagieren zu können. Freiwilligenarbeit soll weiterhin wirkungsvoll unterstützt werden. Die Vorgabe dabei ist, dass sich die städtische Gemeinwesenarbeit finanziell auch zukünftig maximal im Rahmen des heutigen Kostenrahmens bewegt.

Weiterführung des eingeleiteten Prozesses

Die Stadt Bern hat mit den Präsidien der drei Organisationen vereinbart, den Organisationsprozess weiterzuführen. Das weitere Vorgehen und der zeitliche Fahrplan werden gemeinsam festgelegt.

 

Informationsdienst der Stadt Bern

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