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4. Januar 2010 | Gemeinderat, Direktionen

Mit Holzspänen gegen Schnee und Eis

Das Tiefbauamt der Stadt Bern testet in den nächsten Wochen den Einsatz von Holzspänen gegen Schnee- und Eisglätte. Der Praxistest wird auf den Gehwegen im Gebiet Schwellenmattstrasse sowie Schwellenmätteli/ Bärenpark durchge-führt.

Das Tiefbauamt der Stadt Bern hat unter anderem den Auftrag, den Winterdienst im städtischen Raum wahrzunehmen. Es hat diese Aufgabe auf Strassen mit einer Gesamtlänge von 320 km und Trottoirs mit einer Gesamtlänge von 650 km zu erfüllen. Zur Bekämpfung der Winterglätte werden als herkömmliche Mittel Streusalz und Splitt eingesetzt. Um Nutzen, Kosten und umweltrelevante Aspekte beim Einsatz von auftauenden und abstumpfenden Mitteln in ein optimales Verhältnis zu bringen, werden laufend und regelmässig neue Techniken und Einsatzmittel evaluiert und zum Teil auch getestet.

Einen solchen Praxistest führt das Tiefbauamt in den nächsten Wochen mit Holzspänen auf den Gehwegen im Gebiet Schwellenmattstrasse / Schwellenmätteli / Bärenpark durch. Der Test hätte ursprünglich bereits im letzten Winter stattfinden sollen, er musste aber wegen der aussergewöhnlich strengen Witterung um ein Jahr verschoben werden. Den Einsatz von Holzspänen im Winterdienst als „biologische Lösung gegen die Schnee- und Eisglätte“ regte auch die Fraktion GB/JA! in einem Postulat an, das im vergangenen Oktober vom Stadtrat erheblich erklärt wurde.

Biologisches Mittel

Laut Herstellerangaben handelt es sich beim verwendeten Produkt um ein vollständig biologisches Mittel zur Glatteisbekämpfung, das unter Mithilfe der Stadt La Chaux-de-Fonds entwickelt und getestet wurde. Das Produkt besteht aus kleinen Hartholz-Plättchen von ungefähr 15 mm Grösse, die mit einem ökologischen Taumittel imprägniert und danach getrocknet und geröstet wurden.

Der Praxistest soll dem Tiefbauamt Aufschlüsse in ökologischer, ökonomischer und nicht zuletzt auch finanzieller Hinsicht geben. Ausgewertet wird der Versuch nach Abschluss der Winterdienst-Saison. Die Erkenntnisse aus dem Praxistest werden somit im Lauf des Frühjahrs vorliegen.

 

Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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