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2. März 2010 | Gemeinderat, Direktionen

Gewalt bei Sportveranstaltungen: Erster Runder Tisch unter Leitung der Stadt

Die Stadt Bern bleibt aktiv im Kampf gegen gewalttätige Auseinandersetzungen rund um Sportveranstaltungen. Zur besseren Vernetzung aller betroffenen Akteure hat Gemeinderat Reto Nause gestern erstmals zu einem lokalen Runden Tisch geladen. Dabei wurde insbesondere im Bereich der Fanarbeit, der Zutrittskontrollen im Stadion, bei den Auswärtsspielen, dem Zugang rund um den Bahnhof Wankdorf sowie der fehlenden Videoüberwachung zwischen Stadion und Bahnhof Wankdorf Handlungsbedarf festgestellt.

Im November 2009 hat die Stadt Bern mit den beiden Berner Sportklubs BSC YB und SCB Massnahmen zur Bekämpfung von Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen vereinbart. Erste Massnahmen der Vereinbarung wurden umgesetzt und zeigen bereits Wirkung. Dennoch braucht es weitere Anstrengungen, um die Situation nachhaltig zu verbessern. Gestern hat Gemeinderat Reto Nause deshalb zum ersten lokalen Runden Tisch im Zusammenhang mit Gewalt bei Sportveranstaltungen geladen. Ziel ist es, die betroffenen Akteure besser miteinander zu vernetzen und die verschiedenen Problemkreise stärker aufeinander abzustimmen. Der Runde Tisch soll sich zudem zu Massnahmen von lokaler Tragweite äussern, die von der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen- und direktoren (KKJPD) oder vom Runden Tisch des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) empfohlen werden. Sowohl der Bund wie die KKJPD unterstützen die Schaffung von regionalen Runden Tischen, damit den lokalen Gegebenheiten Rechnung getragen werden kann.

Dringliche Handlungsfelder bestimmt

Teilgenommen am Runden Tisch haben neben Reto Nause, Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie, Vertreterinnen und Vertreter der Kantonspolizei Bern, der beiden Sportklubs BSC YB und SCB, des Regierungsstatthalteramts, der Justizbehörden, des städtischen Polizeiinspektorats und des Jugendamts, der Fanarbeit sowie von SBB und Bernmobil. Alle beteiligten Institutionen können bereits eigene Aktivitäten im Kampf gegen Gewalt bei Sportveranstaltungen vorweisen. Dennoch war man sich am lokalen Runden Tisch einig, dass es weiterer Anstrengungen bedarf, insbesondere anlässlich von Fussballspielen. Als dringlichste Handlungsfelder wurden die Fanarbeit, die Zutrittskontrollen im Stadion, die Auswärtsspiele, der Zugang rund um den Bahnhof Wankdorf sowie die fehlende Videoüberwachung zwischen Stadion und Bahnhof Wankdorf bezeichnet.

„Wir ziehen alle am gleichen Strick“

In anderen Bereichen wurden in der Stadt Bern bereits zahlreiche Massnahmen umgesetzt, die unter anderem im Rahmen der „Policy gegen Gewalt im Sport“ der KKJPD gefordert wurden. Dazu zählen beispielsweise ein Verkaufsverbot von Alkohol an Minderjährige in den Stadien, Sensibilisierungskampagnen der Klubs gegen Gewalt sowie eine verbesserte Fantrennung. Gemeinderat Reto Nause zeigte sich im Anschluss an den Runden Tisch zufrieden: „Es hat sich gezeigt, dass wir alle am gleichen Strick ziehen. Unser Ziel ist klar: Die heutige Situation bei Sportveranstaltungen zu verbessern. Daran wollen wir gemeinsam weiter arbeiten.“ Der nächste lokale Runde Tisch findet im September statt.

 

Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie

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