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3. Juni 2010 | Gemeinderat, Direktionen

Bern Tourismus: Positive Ergebnisse des Benchmarkings

Das Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus der Universität Bern hat im Auftrag der Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie Bern Tourismus einem umfassenden Benchmarking unterzogen. Dabei schnitt die Berner Tourismusorganisation positiv ab. Verbesserungspotenzial ortet der Bericht bei den finanziellen Mitteln, die im Vergleich zu Tourismusorganisationen anderer Schweizer Städte tief sind.

Der Tourismus stellt für die Stadt Bern einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Im letzten Jahr erreichte er eine Wertschöpfung von gegen einer Milliarde Franken, bezogen auf die Gesamtbeschäftigung der Stadt machte er rund sechs Prozent aus. Entsprechend begrüsste die Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie (SUE) die Forderung eines Postulats der Fraktion SP/JUSO im Mai 2008, die ein Benchmarking von Bern Tourismus mit vergleichbaren Organisationen anderer Schweizer Städte verlangte. Mit der Durchführung beauftragte die SUE das Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus (FIF) der Universität Bern. Das Benchmarking erfolgte mit den Tourismusorganisationen der Städte Basel (Basel Tourismus), Lausanne (Lausanne Tourisme) und Luzern (Luzern Tourismus AG). Ziel der Untersuchung war es, Effizienz und Effektivität von Bern Tourismus zu messen und Verbesserungspotenzial aufzuzeigen.

Ein positiver Leistungsausweis

Die Ergebnisse des Benchmarkings liegen seit Kurzem vor und wurden heute anlässlich einer Medienkonferenz von Gemeinderat Reto Nause und Professor und FIF-Direktor Hansruedi Müller vorgestellt. Der Bericht attestiert Bern Tourismus einen insgesamt positiven Leistungsausweis. Die Tourismusvermarktungsorganisation schneidet besonders in den Bereichen Führung und Strategie, Kreativität und Innovation, beim Abschluss von kommerziellen Partnerschaften und der institutionellen Vernetzung, beim vielseitigen touristischen Angebot und der Beteiligung an Veranstaltungen und Grossevents gut ab. Zudem wird der effiziente Einsatz der insgesamt bescheidenen Budgetmittel lobend erwähnt. Als Bereiche mit Verbesserungspotenzial bezeichnet der Bericht die Nachhaltigkeit des Unternehmens, die mangelnden finanziellen Ressourcen, die Erfassung der Wahrnehmung durch Gäste und Partner sowie den relativ tiefen Selbstfinanzierungsgrad.

Mangelnde finanzielle Ressourcen sind der Knackpunkt

Die Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie will den Bericht gemeinsam mit Bern Tourismus in den kommenden Monaten vertieft analysieren. Aufgrund einer ersten Auswertung sieht Gemeinderat Reto Nause insbesondere im Bereich der finanziellen Ressourcen Handlungsbedarf. Das Budget, das Bern Tourismus zur Verfügung steht, ist im Vergleich mit den anderen Tourismusorganisationen mit Abstand am tiefsten. Die meisten Benchmarking-Bereiche, bei denen Bern Tourismus suboptimal abschneidet, sind denn laut dem Bericht auch auf das zu geringe Gesamtbudget zurückzuführen. Für den SUE-Direktor ist unbestritten, dass Bern Tourismus mehr finanzielle Mittel braucht. „Als Stätte des UNESCO-Welterbes darf Bern im Vergleich zu konkurrierenden Standorten nicht ins Hintertreffen geraten. Bern hat bei den Logiernächten von 554'100 Übernachtungen im Jahr 2005 auf 681'267 im Jahr 2009 zugelegt. Auf diesem Wachstumspfad wollen wir bleiben.“ Er betonte deshalb die Wichtigkeit der geplanten Tourismusförderungsabgabe in der Stadt Bern.

Gäste sollen länger bleiben

Gemeinderat Reto Nause wünscht sich zudem, dass Bern Tourismus die Stadt künftig noch stärker als nachhaltige Destination profiliert, z.B. indem sich Hotelbetriebe der Klimaplattform der Wirtschaft anschliessen, und dass das Unternehmen beim Thema Nachhaltigkeit selbst mit gutem Beispiel vorangeht. Aus seiner Sicht muss der Berner Tourismusdienstleister überdies die Aufenthaltsdauer und den Internationalisierungsgrad der Gäste weiter verstärken.

Benchmarking ist Teil eines grösseren Projekts

Das Benchmarking erfolgte im Rahmen eines Innotour-Projekts, die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) finanziell unterstützt werden. Das Projekt gliedert sich in zwei Teile: In der ersten Phase wurde das nötige Instrumentarium entwickelt, um die Effizienz und Effektivität von sogenannten Destinationsmanagement-Organisationen in den Städen zu messen. In der zweiten Phase wird das Instrumentarium nun auf Organisationen von Feriendestinationen ausgeweitet und mit dem Benchmarking der BAK Basel verknüpft. Die gesamten Projektkosten betragen rund 110'000 Franken. Die Stadt Bern beteiligt sich daran mit 20'000 Franken.

 

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Datei PDF documentBenchmarking-Bericht (660 KB) 03.06.2010 658.8 KB

Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie

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