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17. August 2010 | Gemeinderat, Direktionen

WankdorfCity: Kreditaufstockung für Infrastruktur, Strassen und Park

In WankdorfCity soll in den nächsten Jahren ein neues Dienstleistungsquartier mit einheitlicher Identität entstehen. Für eine ganzheitliche Gestaltung der Aussenräume stimmen die Stadtberner Stimmberechtigten am 26. September 2010 über eine Aufstockung des Investitionskredits um 25,64 Millionen Franken ab. Mit der Losinger Construction AG und den SBB Immobilien konnten für 80 Prozent der Baufläche bereits namhafte Investoren verpflichtet werden.

WankdorfCity ist marktreif und erfüllt planungsrechtlich die Voraussetzungen für das Entstehen von Tau-senden Arbeitsplätzen. Das künftige Herz des wichtigsten Entwicklungsschwerpunktes im Kanton Bern ist bereits heute mit dem öffentlichen Verkehr bestens erschlossen, und für 80 Prozent der Bruttogeschossfläche (BGF) von 90‘000 m2 konnten für eine erste Bauphase mit der Losinger Construction AG und den SBB Immobilien beurkundete Baurechtsverträge abgeschlossen werden.

Richtplan genehmigt

Am 20. Juli 2010 wurde der in vierjähriger intensiver Zusammenarbeit entstandene Richtplan für den ESP Wankdorf genehmigt und in Kraft gesetzt. Er legt die Nutzungsmasse und die Nutzungsart im Raum fest, gibt Aufschluss über die Verkehrsangebote und stimmt Nutzung und Verkehr so aufeinander ab, dass die Entwicklung umweltgerecht und den verschiedenen Nutzungsbedürfnissen entsprechend erfolgt. Es sind jetzt alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt, damit auf dem weitläufigen Areal ab dem Jahr 2011 schrittweise ein neues Wirtschafts- und Verwaltungsviertel entstehen kann. Für die zweite Bauphase mit 41‘000 m2 BGF ist auch die Realisierung von Wohnungsbauten möglich, weil dann höhere Bauten zulässig sind und in den oberen Geschossen attraktive Stadtwohnungen entstehen könnten.

Nicht nur Strassen und ein Park

Die Erschliessung und Gestaltung des gesamten Aussenraumes von WankdorfCity wird der Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik (Fonds) als Grundeigentümer finanzieren. Obwohl vorgesehen ist, dass die Kosten über die Baurechtsverträge refinanziert werden, müssen diese Ausgaben rein rechtlich gesehen trotzdem bewilligt werden - im Fall der Aussenräume und Infrastrukturerschliessung aufgrund der Kompetenzregelung durch eine Volksabstimmung. Das Siegerprojekt eines Studienauftrages für die ganzheitliche Gestaltung der öffentlichen Räume und der Erstellung sämtlicher Erschliessungsinfrastrukturanlagen beansprucht ein Investitionsvolumen von 35,64 Millionen Franken. Den Berner Stimmberechtigten wird deshalb beantragt, den Investitionskredit für WankdorfCity um 25,64 auf 46,44 Millionen Franken aufzustocken. Dieser Nachtragskredit von 25,64 Millionen Franken bildet zusammen mit den aus dem Kredit von 2005 noch vorhandenen zehn Millionen Franken das nötige Investitionsvolumen. Dabei ist der beantragte Kredit nicht nur für die sichtbaren Strassen, Plätze und den Park vorgesehen, sondern vor allem auch für Werkleitungen, Detailerschliessungen sowie andere, sehr aufwändige Tiefbauarbeiten.

Konkret handelt es sich um Erschliessungsstrassen, den Rosalia-Wenger-Platz, die Wankdorfallee, den Westtorplatz und Grünflächen mit Park und Allee, welche durch die Öffentlichkeit genutzt werden. Dabei ist die Koordination von Siedungsentwicklung und Verkehr eines der wichtigen Ziele. Auch für Wankdorf-City gilt gemäss Richtplan, dass der motorisierte Individualverkehr (MIV) bei neuen Nutzungen im Umfeld der S-Bahn-Station nur einen Anteil von 30 Prozent aufweisen darf. Zur Erreichung dieses Ziels benötigt es innovative Konzepte.

Fonds fliesst Baurechtszins zu

Die den Stimmberechtigten beantragten zusätzlichen Mittel für den Aussenraum wurden bereits in der Abstimmungsbotschaft vom 25. September 2005 erwähnt, weil die Gesamtkosten in der heutigen Genauigkeit erst im Rahmen der weiteren Projektentwicklung ermittelt werden konnten. Damals wurde der Verkehrswert des WankdorfCity-Areals auf rund 60 Millionen Franken beziffert. Mit der Realisierung der ersten 90‘000 m2 BGF wird dem Fonds bereits ein jährlicher Baurechtszins von rund 2,9 Millionen Franken zufliessen. Kapitalisiert ergibt diese wiederkehrende Landrente einen Verkehrswert von rund 66 Millionen Franken (auch ohne das langfristige Potenzial von 41‘000 m2 BGF aus der Phase II). Bereits aus der ersten Bauphase wird damit für den Fonds ein Entwicklungsgewinn von rund 11,8 Millionen Franken realisiert.

Die Abstimmungsbotschaft ist aufgeschaltet unter www.bern.ch/leben_in_bern/stadt/abstimmungen/abstimmungsdaten

 

Direktion für Finanzen, Personal und Informatik

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