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27. September 2010 | Gemeinderat, Direktionen

USA-Reise: Beziehungspflege und Erfahrungsaustausch

Stadtpräsident Alexander Tschäppät und Vizepräsidentin Barbara Hayoz zogen heute vor den Medien ein positives Fazit über ihre USA-Reise. Zum einen habe man die Beziehungen zur Schwesterstadt New Bern festigen können. Zum anderen seien in Washington Gespräche geführt worden, die für die Arbeiten am Projekt „Hauptstadtregion Schweiz“ sowie in Bezug auf das Thema Quartierentwicklung hilfreich seien. Der Aufenthalt in Washington war in enger Zusammenarbeit mit der Schweizer Botschaft organisiert worden.

Die Feierlichkeiten vom 16. bis 19. September in New Bern bildeten den Höhepunkt des 300-Jahr-Jubiläums der Berner Schwesterstadt. Sie umfassten die Eröffnung der Ausstellung „Bern – New Bern“, den offiziellen Empfang, einen Gala-Abend und einen „Jubilation-Ball“, ein Konzert des North Carolina Symphonie-Orchesters und eine Parade, an welcher der Berner Stadtpräsident als Ehrengast gemeinsam mit New Berns Bürgermeister Lee W. Bettis teilnahm.

Kritischer Blick auf eigene Geschichte
Im Zentrum der Feierlichkeiten stand die Geschichte von New Bern. Viel Platz nahmen dabei die historischen Beziehungen zwischen Bern und New Bern ein. „Die New Berner sind stolz auf ihre Wurzeln“, sagte Barbara Hayoz. Sichtbarer Ausdruck davon war die Omnipräsenz des „New Berner Bärs“. Daneben wurden aber auch die geschichtlichen Schattenseiten kritisch angesprochen: „Auswanderung, Sklaverei und das Schicksal der schwarzen Bevölkerung in New Bern waren Themen an der Jubiläumsfeier“, bestätigte Alexander Tschäppät.

Viel Wertschätzung in New Bern
Wie Alexander Tschäppät und Barbara Hayoz ausführten, wurde die Schweizer Delegation mit Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Botschaft, der Burgergemeinde und des Gemeinderates mit „viel Wertschätzung empfangen“. Darüber hinaus sei es beeindruckend gewesen, mit welcher Begeisterung die Bevölkerung von New Bern den Geburtstag ihrer Stadt feierte. Positiv hoben sie zudem hervor, dass im Rahmen der Feierlichkeiten viele Gespräche mit Behördenmitglieder North Carolinas geführt werden konnten, darunter mit der Gouverneurin Bev Perdue.

Augenschein in der Hauptstadtregion Washington
Die Reise in die USA nutzte die gemeinderätliche Delegation zudem dafür, sich vom 20. bis 22. September vor Ort darüber zu orientieren, wie Washington seine Rolle als Hauptstadt wahrnimmt. Washington ist zwar viermal so gross wie Bern, kämpft laut Alexander Tschäppät aber mit ähnlichen Problemen wie die Schweizer Bundesstadt.

Zum Thema Hauptstadtregion traf sich die gemeinderätliche Delegation mit dem Chief of Staff des Kongressabgeordneten G.K. Butterfield und Matt Erskine, Executive Director of the Greater Washington Initiative. Die Organisation ist für die Promotion der Region Washington DC zuständig und befasst sich mit Fragen, die auch im Rahmen des Projekts „Hauptstadtregion Schweiz“ auf der Traktandenliste stehen. Während das Projekt in der Schweiz von staatlichen Stellen getragen wird, ist es in den USA umgekehrt: Die Initiative kommt von der Wirtschaft. Für Alexander Tschäppät ist damit klar, dass die Zivilgesellschaft und die Universitäten möglichst rasch in das Hauptstadtprojekt integriert werden müssen, soll es erfolgreich ein.

Verkehr und Service public
Ferner führte die Delegation Gespräche mit dem District Departement of Transportation (Verkehrsdepartement) sowie mit dem demnächst aus seinem Amt scheidenden Washingtoner Bürgermeister Adrian Fenty. Fenty machte deutlich, dass der öffentliche Verkehr in Washington dringend ausgebaut werde müsse. In diesem Zusammenhang zeigte Gabe Klein vom Verkehrdepartement grosses Interesse für das Tram-Konzept und das Konzept für den Langsamverkehr der Stadt Bern.

Weiter liessen sich Alexander Tschäppät und Barbara Hayoz über die sogenannten Business Improvement Districts (BID) orientieren. BID ist eine private Form der Quartierentwicklung. Es handelt sich dabei um parastaatliche Organisationen, die im Auftrag der Quartierbevölkerung die Kehrichtabfuhr oder den Sicherheitsdienst organisieren.

Positive Bilanz der Schweizer Botschaft
Die Gespräche und Treffen in Washington waren von der Schweizer Botschaft organisiert worden. Wie Alexander Tschäppät darlegte, zog Botschafter Urs Ziswiler, der die Delegation begleitet hatte, eine positive Bilanz. Urs Ziswiler habe ihm bestätigt, dass die Berner Delegation auch der Schweizer Botschaft auf lokaler Ebene neue Türen geöffnet habe.

 

 

Informationsdienst der Stadt Bern

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