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18. Mai 2011 | Gemeinderat, Direktionen

Eine starke Hauptstadtregion für die Schweiz

Der Gemeinderat begrüsst es, dass die Hauptstadtregion Schweiz im Entwurf des Raumkonzepts auf gleicher Stufe steht wie die drei Metropolitanregionen Basel, Bassin Lémanique und Zürich. Damit werde das Bundesamt für Raumentwicklung dem Umstand gerecht, dass der grossstädtische Raum rund um Bern als Politik- und Verwaltungszentrum eine Sonderrolle einnimmt, schreibt die Stadtregierung in ihrer Vernehmlassungsantwort. Weiter erachtet es der Gemeinderat als zentral, dass die räumliche Planung – wie im Raumkonzept vorgesehen – auf allen drei Staatsebenen besser koordiniert wird.

Das übergeordnete Ziel des „Raumkonzepts Schweiz“ ist ein haushälterischer und besser koordinierter Umgang mit dem immer knapper werdenden Gut Boden. Der Gemeinderat unterstützt diese Bestrebungen, wie aus seiner Vernehmlassungsantwort hervorgeht. Die Schweiz könne sich eine weitere Zersiedelung und Zerstückelung der Landschaft nicht leisten. Zur Schonung der Ressource Boden müsse vielmehr eine Verdichtung in den urbanen Zentren und den bereits bestehenden Siedlungsgebieten stattfinden. Hierzu müssten alle drei politischen Ebenen – Bund, Kantone und Gemeinden – enger zusammenarbeiten. Bloss durch eine engere politische Kooperation könne der Globalisierung der Lebens- und Wirtschaftsräume noch adäquat begegnet werden. Das „Raumkonzept Schweiz“ sei daher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Mehr Gewicht für die urbane Schweiz

Innerhalb der geforderten Koordination spricht sich der Berner Gemeinderat für ein angemessenes Entscheidungsgewicht der Städte und Kernagglomerationen aus. Zwar spielten die urbanen Zentren heute eine zentrale Rolle als wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Motoren. Gemessen daran seien ihre politischen Einflussmöglichkeiten allerdings bescheiden. Daher erhofft sich die Berner Stadtregierung vom Raumkonzept auch eine vertiefte Diskussion über die Stellung der urbanen Schweiz.

Bern ist nicht gleichartig, aber gleichwertig

Erfreut äussert sich der Gemeinderat darüber, dass das Hauptanliegen der Stadt Bern aufgenommen wurde und die Hauptstadtregion Schweiz im Raumkonzept gleich gewichtet wird wie die drei grossen Wirtschaftszentren Basel, Bassin Lémanique und Zürich. Damit werde der Bedeutung des Grossraums Bern Rechnung getragen, schreibt er. „Hier ist der Ort, wo die Weichen für die Schweiz gestellt und die Grundlagen für die ökonomische, soziale und ökologische Entwicklung des Landes geschaffen werden, und wo die spezifische Infrastruktur eines Regierungszentrums mit Verwaltung, Service-public-Unternehmen und Lobby-Organisationen steht.“ Die Hauptstadtregion gewährleiste das Funktionieren von Staat und Wirtschaft und erbringe damit eine unabdingbare Dienstleistung für die ganze Schweiz. „Darum ist Bern im Verhältnis zu den Metropolitanregionen nicht gleichartig, aber gleichwertig.“ Umso mehr ist es dem Gemeinderat ein Anliegen, die Sonderrolle des Grossraums Bern im Raumkonzept besser kenntlich zu machen, indem der Begriff Hauptstadtregion Schweiz stärker betont und prominenter platziert wird.

Globalisierung als Chance für Politzentrum

In diesem Zusammenhang weist der Gemeinderat auch darauf hin, dass die Hauptstadtregion Schweiz im Zuge der fortschreitenden Globalisierung an Bedeutung gewinnen wird. „Die Anforderungen an die Hauptstadtfunktionen bzw. an die politischen Entscheidungs- und Kontrollfunktionen werden mit der immer stärkeren internationalen Interdependenz weiter steigen“, schreibt er. Das werde künftig mehr denn je eine Bundesverwaltung erfordern, die dynamisch reagieren und hohe Komplexität bewältigen könne. Der Gemeinderat sieht darin eine Chance für den Standort Bern. In seiner Vernehmlassung bekundet er die Absicht, die Rolle der Hauptstadtregion als Steuerungsinstanz in der Mitte der Metropolitanräume weiter stärken zu wollen. Wichtig dabei sei, die Nähe zu Politik und Verwaltung vermehrt als wirtschaftliches Potenzial zu nutzen und die Ansiedelung von Unternehmen aus politiknahen Wirtschaftszweigen zu fördern.

 

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Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentStellungnahme zum Raumkonzept (604 KB) 18.05.2011 604.5 KB

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