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28. Juni 2011 | Gemeinderat, Direktionen

Strassenunterhalt in der Stadt Bern

Derzeit werden in der Stadt Bern nachts an verschiedenen Orten neue Strassenbeläge eingesetzt. Diese jährlich wiederkehrenden Unterhaltsarbeiten dienen dazu, die Lebensdauer der Strassen zu verlängern und kostspielige Totalsanierungen zu verhindern. Bis Anfang Juli werden in der Stadt 24'100 Quadratmeter Strassenbelag eingebaut.

Zu den Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Tiefbauamts der Stadt Bern gehört unter anderem der betriebliche und bauliche Unterhalt der Verkehrswege im Gemeindegebiet. Diese umfassen insgesamt 320 Kilometer Strassen, 650 Kilometer Fusswege und Trottoirs sowie 130 Kilometer Wander- und Uferwege. Der Wiederbeschaffungswert der Strassenverkehrsanlagen der Stadt Bern beträgt rund 1,3 Milliarden Franken. Der jährliche Wertverlust als Folge von Verschleiss und Alterung liegt bei 1,4 bis 2,6 Prozent dieses Betrags. Um den Wertverlust auszugleichen, sind regelmässige Unterhaltsarbeiten nötig.

Die Lebensdauer einer Strasse ist stark abhängig von der Nutzung und der Wartungsintensität. Ein neu erstellter Strassenzug ist ohne regelmässigen Unterhalt nach zirka 50 Jahren zerfallen und muss neu gebaut werden. Eine der Massnahmen, die dazu dienen, die Lebensdauer der Strassen zu verlängern und den Totalersatz zu umgehen, ist der Einbau von sogenannten Kaltmikrobelägen. Während bei einem Totalersatz mit Kosten von 250 bis 400 Franken pro Quadratmeter gerechnet werden muss, kostet die Sanierung mittels Kaltmikrobelag lediglich 30 Franken pro Quadratmeter. Landesweit werden jährlich über eine Million Quadratmeter Kaltmikrobeläge verlegt; in Bern sind es seit 1988 rund 860'000 Quadratmeter. „Mit Strassen verhält es sich wie mit den Zähnen: Richtig gepflegt, halten sie jahrzehntelang. Werden sie aber vernachlässigt, so kommt es zu kostspieligen Totalsanierungen“, sagte Stadtingenieur Hans-Peter Wyss an einem Mediengespräch heute Morgen.

Den Einbau von Kaltmikrobelägen lässt das Tiefbauamt alljährlich im Zeitraum von Ende Mai bis Anfang Juli ausführen. Weil der Kaltmikrobelag nicht gewalzt werden muss, entstehen weniger Lärmemissionen als beim Einbau eines konventionellen Strassenbelags. Zudem erfolgt der Einbau sehr rasch: Die Strasse ist nach 30 bis 60 Minuten wieder befahrbar. Kaltmikrobeläge sind giftklassefrei, benötigen dank der kalten Verarbeitung weniger Energie und sind somit sehr umweltfreundlich. Im Stadtgebiet erfolgt der Einbau von Kaltmikrobelägen meistens während der Nacht. Tagsüber bei starkem Verkehr wäre der kontinuierliche Einbauvorgang nicht möglich. Passantinnen und Passanten müssten zudem grosse Umwege in Kauf nehmen. Im Bereich von Tram- und Buslinien ist der Einbau ohnehin nur ausserhalb der Betriebszeiten möglich.

Der Zusammenhang mit den Winterschäden

Belagsschäden treten vor allem im Winterhalbjahr auf. Löcher, welche die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden gefährden, werden sofort provisorisch geflickt. Im Frühling dann werden die beschädigten Strassenzüge begutachtet und es wird entschieden, welche Massnahmen nötig sind, um die Strasse definitiv in Stand zu stellen. Diese Massnahmen reichen von punktuellen Verbesserungen bis hin zu einem Totalersatz. Eine der Möglichkeiten ist der Einbau eines Kaltmikrobelags, welcher als Teilersatz des Strassenbelags eingestuft werden kann.

 

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Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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