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6. Juli 2011 | Gemeinderat, Direktionen

Gemeinderat prüft Übertragung des Altersheims Kühlewil

Die Stadt Bern untersucht, ob sie das Alters- und Pflegeheim Kühlewil an eine grössere Unternehmung übertragen will. In Frage kommen ein Verkauf, eine Abgabe im Baurecht oder ein Mietmodell. Der Gemeinderat hat die Direktion für Bildung, Soziales und Sport beauftragt, mit interessierten Unternehmen und Organisationen Verhandlungen zu führen.

Nach Ansicht des Gemeinderats sprechen vor allem betriebliche und organisatorische Gründe dafür, das städtische Alters- und Pflegeheim Kühlewil zu übertragen. Zudem haben sich die rechtlichen und tatsächlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb und die Finanzierung von kommunalen Alters- und Pflegeeinrichtungen in den letzten Jahren erheblich verändert. So wird mit der Revision des kantonalen Finanz- und Lastenausgleichs FILAG per 2012 die Pflege zur alleinigen Aufgabe des Kantons. Durch die Neuregelung der Pflegefinanzierung per 2011 fällt auch die Unterscheidung zwischen öffentlichen und privaten Heimen weg.

Letztes städtisches Alters- und Pflegeheim

Das Alters- und Pflegeheim Kühlewil wurde von der Stadt Bern gebaut und 1892 als städtische Armenanstalt in Betrieb genommen. Kühlewil ist heute das letzte städtische Alters- und Pflegeheim. Alle anderen wurden vom Verein Domicil übernommen. Derzeit verfügt Kühlewil über 165 Pflegebetten. Nach dem geplanten Umbau wird das Alters- und Pflegeheim noch rund 150 Pflegeplätze anbieten.

Nischenstrategie erfolgreich

Kühlewil verfolgt eine Nischenstrategie und hat sich in den letzten Jahren vor allem durch die Schaffung von Plätzen für demenz- und suchtkranke sowie psychisch kranke Menschen einen Namen gemacht. In Kühlewil werden aber auch schwer bis leicht pflegebedürftige Menschen sowie Menschen am Lebensende betreut.

Grössere Trägerschaft hat Vorteile

Eine Übertragung von Kühlewil an eine bestehende grössere Unternehmung mit mehreren Betrieben und ähnlicher ethischer sowie strategischer Ausrichtung könnte nach Ansicht des Gemeinderats Vorteile bringen, insbesondere was das fachliche Know-how in den Bereichen Verwaltung, Betriebswirtschaft, Pflege und Betreuung angeht. Auch erhielte das qualifizierte Pflegepersonal breitere Einsatzmöglichkeiten. Zudem sollte aufgrund der Neuregelung der Pflegefinanzierung der selbsttragende Betrieb des Heims möglich sein. Nachteil einer Übertragung wäre, dass die Stadt in Zukunft weder die strategische Ausrichtung von Kühlewil bestimmen noch über die Vergabe der Plätze direkt entscheiden könnte.

Verhandlungen aufnehmen

Ob Kühlewil übertragen wird oder organisatorisch in der Stadtverwaltung verbleibt,
soll erst entschieden werden, wenn die konkreten Ergebnisse der Verhandlungen mit möglichen Trägerschaften vorliegen. Die Direktion für Bildung, Soziales und Sport
erhält vom Gemeinderat den Auftrag, diese Verhandlungen zu führen und bis im
Frühling 2012 Bericht zu erstatten. Die Sozialpartnerinnen und -partner werden eng einbezogen.

 

Informationsdienst der Stadt Bern

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