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24. Oktober 2011 | Gemeinderat, Direktionen

Gemeinderat fordert Fluglärmreduktion über Bern

In der Anhörung zum Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) bekennt sich der Gemeinderat zum Flughafenstandort Bern-Belp. Er fordert aber, den Bedürfnissen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der Natur besser Rechnung zu tragen. Der Gemeinderat verlangt deshalb, am Wochenende die Nachtruhe bis um 8 Uhr zu verlängern, die An- und Abflüge über Bern zu redu-zieren und die Zahl der Flugbewegungen auf 65’000 zu begrenzen.

Die Flughafenhalterin beabsichtigt, die Anlagen des privaten Geschäftsreiseverkehrs, der Wartungsfirmen, der Flugschulen sowie des Motor- und Segelflugsports von den Anlagen des Linien- und Charterverkehrs zu trennen und auf das Areal südwestlich der Piste auszulagern. Die Helikopterlandeplätze sowie die An- und Abflugwege der Helikopter sollen ebenfalls neu organisiert werden. Gleichzeitig wurde auch der Sicherheitszonenplan zur Stellungnahme aufgelegt.

Standort Bern national und international besser vernetzen

Der Gemeinderat unterstützt in seiner Vernehmlassungsantwort die Bemühungen, den Standort Bern noch besser zu vernetzen und national wie international attraktive Anreisemöglichkeiten zu eröffnen. Dank einer besseren verkehrstechnischen Erschliessung der Hauptstadt durch den Linien, Charter- und Businessverkehr wird der Tourismus- wie auch der Werkplatz Bern gestärkt. Der Gemeinderat ist jedoch der Ansicht, dass dabei Augenmass zu halten ist und die Anliegen der Anwohnenden und der Natur besser berücksichtigt werden müssen.

In seiner Stellungnahme zuhanden des Bundesamts für Zivilluftfahrt BAZL fordert der Gemeinderat mehrere Änderungen:

  • Die An- und Abflugroute soll möglichst nicht mehr über die Altstadt und das Zentrum führen. Damit soll das Unesco-Weltkulturerbe und der am dichtesten besiedelte Raum von Lärmimmissionen entlastet werden. Nach Ansicht des Gemeinderates sind alternative Flugrouten über weniger sensibles und weniger dicht besiedeltes Gebiet zu prüfen.
  • Die Zahl der Flugbewegungen soll auf 65'000 begrenzt werden. Entsprechend angepasst werden sollen die geplanten Abstellflächen und Hochbauten für den privaten Flugverkehr. Der Gemeinderat erachtet die der Planung zu Grunde liegende Prognose von 75'000 Flugbewegungen als überhöht, nachdem in den letzten Jahren im Schnitt 52'200 Flugbewegungen registriert worden sind. Auch mit einem Maximum von 65'000 Flugbewegungen sind die Bedürfnisse von Wirtschaft und Tourismus sowie die wirtschaftliche Entwicklung des Flughafens für den Gemeinderat garantiert.
  •  An Wochenenden soll die Nachtruhe um zwei Stunden bis 8 Uhr verlängert werden.  
  • Der Zulassungszwang beziehungsweise die Verpflichtung des Flughafens, jede Art von Flugverkehr zuzulassen, soll gestrichen werden. Vorrang haben soll der reguläre Linienverkehr sowie der Business- und Charterverkehr, der für die wirtschaftliche Entwicklung der Region wichtig ist. Der private Freizeitflugverkehr dagegen soll beschränkt werden.
  • Die Pflicht zu Lärmmessungen soll im Objektblatt festgehalten werden, damit die Entwicklung der Lärmimmissionen für alle transparent verfolgt werden kann.

 

Informationsdienst Stadt Bern

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