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16. März 2012 | Gemeinderat, Direktionen

Planung Ausbau Bahnhof Bern wird konkreter

Bahnhof Bern: Gemeinderat legt zweite Kredittranche vor

Der Ausbau des Bahnhofs Bern ist ein wichtiges Zukunftsprojekt für die Hauptstadtregion Schweiz. Als Standortgemeinde ist auch die Stadt Bern in die Planung miteinbezogen. Für den Anteil der Stadt an die Finanzierung der Planungsarbeiten hat der Gemeinderat zuhanden des Stadtrats eine zweite Kredittranche von 1,1 Millionen Franken beschlossen. Einer ersten Kredittranche hatte der Stadtrat im Oktober 2009 zugestimmt.

In Bern steht der zweitgrösste Bahnhof der Schweiz. Verkehrs- und Publikumsanlagen können die heutigen Frequenzen nur noch knapp bewältigen. Wenn der öffentliche Verkehr den Nachfrageprognosen 2030 genügen soll, ist ein Ausbau des Bahnhofs unabdingbar. Unter Federführung des Kantons haben die Bahnunternehmungen und die Stadt 2006 das Projekt «Zukunft Bahnhof Bern» (ZBB) gestartet. Seit Mitte 2011 liegt ein überarbeitetes Gesamtkonzept vor. Es sieht einen Ausbau des Bahnhofs in zwei Schritten vor:

  • Im ersten Ausbauschritt sollen bis 2025 die Publikumsanlagen und der Bahnhofzugang im Westen ausgebaut werden. Unter anderem sind eine neue Westpassage unter der bestehenden Perronhalle und ein neuer Zugang Bubenberg geplant. Damit können die Personenströme besser auf die beiden Pole Bahnhofplatz und Hirschengraben aufgeteilt werden. Weiter soll die erste Etappe den Ausbau des Bahnhofs für den Regionalverkehr Bern Solothurn RBS (sogenannte Meterspur) umfassen. Hier bestehen heute die grössten Kapazitätsprobleme. Täglich nutzen ungefähr gleichviele Passagiere den RBS-Bahnhof wie den gesamten Bahnhof Luzern. Noch offen ist, ob der RBS-Bahnhof in Tieflage oder mit einer seitlichen Erweiterung vergrössert werden kann.

  • Der zweite Ausbauschritt bis 2035 umfasst den Kapazitätsausbau des Bahnhofs SBB und BLS (sogenannte Normalspur). Das Gesamtkonzept 2011 sieht eine seitliche Erweiterung der bestehenden Perronhalle vor, welche mit den bestehenden Zufahrten bedient werden kann. Damit wäre im Bereich der Normalspur ein durchgehender 15-Minuten-Takt auf den Hauptlinien des Fern- und S-Bahnverkehrs möglich.

Kredit zur Finanzierung des Stadtanteils an den Planungskosten
Als Standortgemeinde ist auch die Stadt Bern an den Planungsarbeiten beteiligt. Im Oktober 2009 hat der Stadtrat eine erste Kredittranche als Beitrag an die Gesamtplanung und die Projektorganisation bewilligt. Für die nächste Etappe hat der Gemeinderat zuhanden des Stadtrats einen Antrag zur Aufstockung des bisherigen Planungskredits von 775‘000 Franken um 1,1 Millionen Franken auf 1,875 Millionen Franken verabschiedet. Im Zentrum der weiteren Arbeiten steht die Lenkung der städtebaulichen Entwicklung im Umfeld des Zugangs Bubenberg, die Erarbeitung einer übergeordneten Verkehrslösung und die Anpassung der planungsrechtlichen Instrumente (Richt- und Zonenpläne) im Perimeter ZBB.

Wie in der Vergangenheit werden die Bahnunternehmungen und der Kanton auch für die weiteren Phasen der Bahnhofsplanung den Hauptteil der Kosten tragen. Weil die Bahnhofserweiterung grosse Auswirkungen auf das städtische Verkehrssystem hat und eine unabdingbare Voraussetzung für die Stadtentwicklung ist, wird sich die Stadt Bern auch in Zukunft finanziell und personell an der Gesamtorganisation beteiligen. Durch eine etappenweise Kreditgenehmigung kann der Einbezug des Stadtrates und der weiteren Öffentlichkeit sichergestellt werden.

 

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