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15. August 2012 | Gemeinderat, Direktionen

Obere Altstadt Nord

Positive Bilanz des Security-Konzepts

Attraktivität und Sicherheit der Ausgehmeile in der Oberen Altstadt Nord verbessern – dies war das Ziel des Security-Konzepts, das IG Aarbergergasse, BERNcity sowie GastroStadtBern und Umgebung in enger Zusammenarbeit mit dem Regierungsstatthalteramt, der Kantonspolizei und den Stadtbehörden vor einem Jahr beschlossen hatten. Die Bilanz ein Jahr nach Umsetzungsstart fällt positiv aus. Das Projekt wird weitergeführt und soll auf andere Stadtteile und Betriebe mit Überzeitbewilligung ausgedehnt werden.

Im Sommer 2011 haben IG Aarbergergasse, BERNcity, GastroStadtBern und Umgebung zusammen mit dem Regierungsstatthalteramt, der Kantonspolizei und der Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie der Stadt Bern Massnahmen beschlossen, um die Attraktivität und die Sicherheit der Ausgehmeile in der Oberen Altstadt Nord zu verbessern. Ein Jahr nach dem Umsetzungsstart des Pilotversuchs ziehen die Beteiligten eine positive Bilanz.

Sowohl Vertreterinnen und Vertreter von Klubs und Gewerbe wie auch von Behörden und Polizei sind der Ansicht, dass sich das Konzept bewährt und zu einer allgemeinen Beruhigung der Situation in der Oberen Altstadt geführt hat. So kam es seit Beginn des Projekts zu deutlich weniger Gewalttätigkeiten und Aggressionen. Auch ist durch das gemeinsame Commitment das Verantwortungsgefühl der beteiligten Betriebe für «ihre Gasse» gestiegen. «Auch wenn es immer noch hoch zu und her geht: Das Image der Ausgehmeile in der Oberen Altstadt hat sich klar verbessert», sagt stellvertretend Stefan Müller von der IG Aarbergergasse.

Kein Papiertiger, sondern ein funktionierendes Konzept
Als zentrales Element für den Erfolg des Projekts wird der Dialog genannt, den man etablieren konnte, etwa anlässlich der eingeführten Round-Table-Gespräche. Der enge Kontakt mit den Behörden hat nicht nur Hürden abgebaut und das gegenseitige Verständnis gefördert, sondern auch eine direktere Kommunikation ermöglicht. «Dass das Security-Konzept nicht zum leblosen Papiertiger wurde, sondern sich im Alltag bewährt und funktioniert, ist jedoch letztlich dem grossen Engagement aller Beteiligten zu verdanken», sagt Reto Nause, Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie der Stadt Bern. So haben Orts- und Gewerbepolizei sowie Kantonspolizei viel Zeit in den Vollzug des Konzepts investiert, etwa indem sie zu Beginn intensive Sensibilisierungsarbeit leisteten. Betriebe und Klubs schulten im Gegenzug ihre Security-Dienste und setzten das Konzept gemäss den Auflagen um. «Dies war mit erheblichem Aufwand verbunden, so sind etwa fortlaufende Schulungen der Security nötig», so Rolf Bähler, Teilhaber und Geschäftsführer des Clubs Bonsoir. Dennoch hätten alle mitgezogen. Aufgrund des Erfolgs soll das Projekt weitergeführt und auch auf andere Stadtteile und Betriebe mit einer Überzeitbewilligung ausgedehnt werden.

Erste positive Erfahrungen auch beim Littering
Noch am Laufen ist der Pilotversuch im Bereich Littering. Seit Ende April 2012 stellt die Stadt Bern dem Club Bonsoir und der Propeller Bar in der Aarbergergasse spezielle Abfallcontainer zur Verfügung, welche von den Clubbetreibern gelagert, auf die Nacht hin bereitgestellt und bewirtschaftet werden. Nebst der Schulung ihrer Mitarbeitenden und der Grobreinigung vor den Lokalitäten übernehmen die Clubs eine Sensibilisie-rungsrolle auf der Gasse und versuchen, die Nachtschwärmer auf das Littering auf-merksam zu machen. Detailliert ausgewertet wird der Pilotversuch Ende Oktober 2012, erste Erfahrungen deuten jedoch auch beim Littering auf eine Verbesserung der Situa-tion hin.

16 Betriebe sind dabei
In der Oberen Altstadt Nord haben insgesamt 16 Betriebe dem Security-Konzept zugestimmt, darunter alle Klubs. Darüber hinaus zeigen auch Betriebe Interesse am Konzept, die nicht am Pilotprojekt beteiligt waren: So setzen bereits drei weitere Klubs das Security-Konzept um. Es beinhaltet verschiedene Auflagen im Bereich der Sicherheit. So muss beispielsweise jeder Betrieb einen Abendverantwortlichen bezeichnen, der den Kontakt mit den Behörden über ein Ereignistelefon aufrechterhält. Zudem müssen Anforderungen an die Grundausbildung der Sicherheitsdienste und die Personenbelegungszahl der Räumlichkeiten gemäss der Bestimmungen der Gebäudeversicherung erfüllt sein.

 

Informationsdienst der Stadt Bern

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