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30. Januar 2013 | Gemeinderat, Direktionen

Projekt «Floreninventar der Stadt Bern» (FLIB) startet

Pflanzenwelt der Stadt Bern wird erfasst

Im Gemeindegebiet Bern gibt es viele wildwachsende Pflanzenarten. Jetzt wird diese Pflanzenwelt erfasst: Das Projekt «Floreninventar der Stadt Bern» startet im März. Es wird wichtige Erkenntnisse für die Erhaltung der Biodiversität in Bern sowie Grundlagen für Bildung und Wissenschaft liefern. Für das Projekt werden noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht.

Am 1. März 2013 startet das Projekt «Floreninventar der Stadt Bern» (FLIB), das eine flächendeckende Erfassung der wildwachsenden Pflanzenwelt Berns zum Ziel hat. Ehrenamtliche Kartierer und Kartiererinnen mit guten botanischen Kenntnissen erfassen in den nächsten zwei bis drei Jahren die Pflanzen vor Ort. Dazu wurde die Gemeinde in Kilometerquadrate eingeteilt. Die Mitarbeitenden des Projektes werden gekennzeichnete Leuchtwesten tragen und einen Ausweis bei sich führen. Getragen wird das Projekt durch die Bernische Botanische Gesellschaft, das Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Bern, das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora «Info Flora» und botanische Fachspezialistinnen und -spezialisten. Die Fachstelle Natur und Ökologie von Stadtgrün Bern leitet das Projekt.

Nutzen der Erfassung
Ein sogenanntes Floreninventar, in dem die gesamte Pflanzenwelt eines Gebietes festgehalten ist, liefert Kenntnisse über das Vorkommen gefährdeter Arten. Dieses Wissen dient der Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt, da es in städtische Planungen einbezogen werden kann, sei es bei der naturnahen Stadtentwicklung oder der Umgebungsgestaltungen. Zudem lassen sich Rückschlüsse auf die Bedeutung der städtischen Lebensräume für verschiedene Tierarten ziehen. Die erhobenen Daten sind ausserdem eine wichtige Grundlage für Bildung und Forschung. 

Pilotphase lieferte erstaunliche Ergebnisse
Im Sommer 2012 wurde eine Pilotphase durchgeführt, um die Erfassungsmethode zu ermitteln. Das Ergebnis dieser ersten Erfassung ist erstaunlich: Vor allem im städtischen Gebiet ist die Pflanzenartenvielfalt höher als bisher vermutet. Im Kilometerquadrat, in dem das Gaswerkareal und das Marzili liegen, wurden mehr als 600 wilde oder verwilderte Pflanzenarten festgestellt. Solch hohe Artenzahlen auf kleinstem Raum finden sich nur an wenigen Orten im Mittelland. Darunter sind auch gefährdete Arten sowie Erstfunde für Bern.

Informationsveranstaltung
Am Freitag, 15. Februar 2013, findet um 18 Uhr im Hörsaal des Pflanzenwissenschaftlichen Instituts der Universität Bern, Altenbergrain 1, 3013 Bern, eine öffentliche Informationsveranstaltung statt.

Botanisch versierte Helferinnen und Helfer gesucht
Während der Pilotphase im Sommer 2012 waren über 30 Artenkennerinnen und Artenkenner unterwegs. Zum Projektstart werden weitere Helferinnen und Helfer mit botanischen Kenntnissen gesucht, die bereit sind, ehrenamtlich an der Erfassung der Berner Pflanzenwelt mitzuwirken. Während der Erfassungsphase bietet das Projektteam Unterstützung bei der Bestimmung der Pflanzen: Zu bestimmten Zeiten stehen ein Raum mit Binokularen und Bestimmungsliteratur sowie eine Fachperson zur Verfügung. Weitere Bestimmungshilfen werden in der Kornhausbibliothek zur Verfügung stehen. Zudem werden Ausbildungstage und eine zeitweise Begleitung während eines Rundgangs angeboten. Durch die Weiterbildung interessierter Laien und die Zusammenarbeit mit Fachleuten im Raum Bern schafft das Projekt so zusätzlich ein wertvolles Netzwerk botanisch interessierter Personen.

Kontakt: Sabine Tschäppeler, Fachstelle Natur und Ökologie, Stadtgrün Bern, E-Mail natur@bern.ch.

 

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Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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