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24. Januar 2013 | Gemeinderat, Direktionen

Städtevergleich Bern, Basel, Luzern, St. Gallen Winterthur und Zürich

Bern zeichnet sich durch umweltverträgliche Mobilität aus

Die sechs grössten Deutschschweizer Städte Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich haben erstmals einen gemeinsamen Bericht «Städtevergleich Mobilität» erarbeitet. Dieser zeigt auf, dass alle Städte vor ähnlichen Herausforderungen stehen, um der Bevölkerung eine stadtgerechte und umweltverträgliche Mobilität zu ermöglichen. Die Stadt Bern verzeichnet dabei überdurchschnittlich positive Werte.

Erstmals legen die sechs grössten Deutschschweizer Städte Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich einen «Städtevergleich Mobilität» vor. Im gemeinsam publizierten Bericht werden Kennwerte zum Verkehrsverhalten und zu den Auswirkungen von Mobilität und Verkehr einander gegenübergestellt und Entwicklungen aufgezeigt.

Generell hohe Anforderungen an die Mobilität in Städten
Allen beteiligten Städten gemeinsam sind die hohen Anforderungen an den Stadtverkehr, die sich aus dem begrenzten Raum, der grossen Siedlungsdichte mit zahlreichen Arbeitsplätzen sowie den Ansprüchen an eine hohe städtische Lebensqualität ergeben. Aus dem Städtevergleich wird deutlich, dass deshalb auch alle sechs Städte ähnliche Herausforderungen in der Mobilität zu meistern haben.

Gute Werte für Bern
Weil die beteiligten Städte durch unterschiedlichen Grösse, Lage und Strukturmerkmale gekennzeichnet sind, lassen die erarbeiteten Daten nur beschränkt direkte Vergleiche zu. Bei den Strukturmerkmalen bildet die Stadt Bern zum Beispiel mit 1.8 Beschäftigten pro Einwohner einen Sonderfall. In Winterthur beträgt dieser Wert nur 0.8. Trotz diesen Vorbehalten lässt der «Städtevergleich Mobilität» den Schluss zu, dass Bern bezüglich stadtgerechter und umweltverträglicher Mobilität einen Spitzenplatz einnimmt:

- In Bern werden 78% aller Wege zu Fuss, mit dem öffentlichen Verkehr
oder mit dem Velo zurückgelegt (Basel: 80%, Luzern: 66%, St. Gallen:
62%, Winterthur: 62%, Zürich: 74%; siehe Abbildung 10 des Berichts).

- In Bern verfügen 68% der Einwohnerinnen und Einwohner über ein öV-Abonnement (Basel: 53%, Luzern: 24%, St. Gallen: 27%, Winterthur: 27%, Zürich: 52%; siehe Abbildung 14 des Berichts).

- In Bern werden pro Tag und Person durchschnittlich 16.8 km mit Bussen, Trams und Bahnen zurückgelegt (Basel: 9.9 km, Luzern: 14.7 km, St. Gallen: 10.2 km, Winterthur: 14.4 km, Zürich: 13.9 km; siehe Tabelle 1 des Berichts).

- Demgegenüber sind in Bern nicht weniger als 53% der Haushalte autofrei (Basel: 55%, Luzern: 42%, St. Gallen: 33%, Winterthur: 33%, Zürich: 48%; siehe Abbildung 16 des Berichts).

- Auffällig tief ist mit 6% auch der Anteil der Haushalte mit zwei oder mehr Autos (Basel: 7%, Luzern: 11%, St. Gallen: 14%, Winterthur: 16%, Zürich: 10%; siehe Abbildung 16 des Berichts).

- Das Auto wird in Bern sodann vergleichsweise selten für sehr kurze Fahrten benutzt. Der Anteil der Fahrten, die kürzer sind als drei Kilometer, beträgt nur 26% (Basel: 29%, Luzern: 29%, St. Gallen: 31%, Winterthur: 35%, Zürich: 30%; siehe Tabelle 2 des Berichts).

- Vergleichsweise hoch ist mit 61% wiederum der Anteil der verkehrsberuhigten Strassen am gesamten Strassennetz (Basel: 63%, Luzern: 43%, St. Gallen: 41%, Winterthur: 38%, Zürich: 54%; siehe Abbildung 10 des Berichts).

Besonderheit Parkplatzerstellungspflicht
Eine Besonderheit weist die Stadt Bern bei der Parkplatzerstellungspflicht auf, in dem die Mindestwerte für die Anzahl zu erstellender Parkplätze bei Wohnnutzungen in keiner anderen Stadt höher liegen als in Bern: Für ein Haus mit sechs Wohnungen zum Beispiel müssen in Bern gemäss den Bestimmungen der kantonalen Bauverordnung mindestens 5.5 Parkplätze erstellt werden (Mindestanzahl Basel: 0, Luzern: 0, St. Gallen: 0, Winterthur: 4.3, Zürich: 1.7; siehe Abbildung 29 des Berichts), dies obschon in der Stadt Bern 53% der Haushalte autofrei sind (siehe oben).

Beliebte Begegnungszonen
Begegnungszonen können auf Antrag einer Mehrheit der Anwohnenden mit Signalen und gestalterischen Massnahmen wie z.B. auf die Fahrbahn markierten grünen Fussabdrucken und Gitternetzlinien realisiert werden. Der «Städtevergleich Mobilität» zeigt auf, dass die Begegnungszonen in der Stadt Bern so zahlreich wie in keiner anderen Stadt sind: Zusammengezählt weisen sie eine Länge von 20 Kilometern auf (Basel: 5 km, Luzern: 2 km, St. Gallen: 4 km, Winterthur: 1 km, Zürich: 17 km; siehe Tabelle 5 des Berichts).

Gemeinderat bewilligt weitere Begegnungszonen
Weil in Bern das Interesse an Begegnungszonen ungebrochen gross ist, hat der Gemeinderat an seiner gestrigen Sitzung einen Kredit von 120 000 Franken für die Umsetzung von fünf weiteren Zonen bewilligt: Dittlingerweg, Gryphenhübeliweg (Erweiterung), Jurastrasse, Kollerweg, Wiesenstrasse (Erweiterung). Diese neuen Zonen sollen bis im Sommer 2013 realisiert werden, womit Bern über insgesamt 78 Begegnungszonen in Wohnquartieren verfügen wird.

 

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Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentStädtevergleiche Mobilität (PDF 425 KB) 24.01.2013 425.3 KB

Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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