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2. April 2013 | Gemeinderat, Direktionen

Erste Bilanz von Gemeinderätin Franziska Teuscher

«Den Spagat übe ich tagtäglich»

Franziska Teuscher ist seit drei Monaten Direktorin für Bildung, Soziales und Sport. Auf einem Rundgang durchs Marziliquartier blickt die Gemeinderätin zurück auf ihre rund 100 Tage im Amt und erläutert ihre Pläne für das erste Jahr. Ihre Schwerpunkte: ein hervorragendes Bildungsangebot, eine wirkungsvolle Gemeinwesenarbeit trotz Sparmassnahmen, attraktive Sportanlagen und Bäder für die Bevölkerung und der Austausch mit der Bevölkerung.

«Für einen aussagekräftigen Rückblick sind knapp 100 Tage zu kurz. Dasselbe gilt für einen fundierten Ausblick. Was ich ihnen heute abgebe, ist ein persönliches Stimmungsbild», sagt Franziska Teuscher an der Medienkonferenz nach drei Monaten im Amt. Bei der Direktion für Bildung, Soziales und Sport BSS stehe der Mensch im Zentrum, das gefalle ihr: vom Kindergärtler und der Schülerin über die Jugendlichen, hin zu erwerbstätigen Eltern bis zu den älteren Menschen. Als grün-soziale Politikerin und Bernerin durch und durch hat sie sich in der BSS schnell «heimisch» gefühlt. Es gehe um soziale Themen und um Bewegung – sowohl körperliche als auch im Kopf – und das seien grüne Kernanliegen.

Tour vom Freibad zum Gaswerk
Franziska Teuscher vergleicht ihre Arbeit im ersten Gemeinderats-Jahr mit der Planung und Durchführung einer Tour – per Velo oder zu Fuss. Mit den Medienleuten macht sie deshalb eine kleine Tour durchs Marziliquartier. Der Rundgang führt vom Freibad Marzili der Aare entlang zum Gaswerk und durchs Quartier wieder zurück. Unterwegs erläutert sie ihre Pläne, die geplanten Touren. «Bevor es losgeht, hilft ein Blick zurück», sagt Franziska Teuscher. Der eigene Fitness-Zustand müsse vor der Tour bekannt sein. «Die BSS ist fit, das kann ich Ihnen schon heute versichern», betont Franziska Teuscher. Sie lerne seit drei Monaten engagierte Mitarbeitende kennen, Abläufe, Projekte, Themen und Anlaufstellen. Jeden Tag lerne sie dazu. Und jeden Tag würden die Schwerpunkte klarer.

Kostenlose Freibäder – einzigartig in der Schweiz
Einer davon: die Sportanlagen. «Dass die Freibäder in Bern für Einheimische und Aus­wärtige keinen Eintritt verlangen, ist einzigartig und ein grosser Trumpf. Den geben wir nicht so schnell aus der Hand!», versichert Franziska Teuscher. Klar ist für sie auch, dass es eine 50m-Schwimmhalle braucht: «Das Bedürfnis nach mehr Hallenbadwasser ist belegt. Der frühere Gemeinderat hat sich für den Standort auf dem Gaswerkareal entschieden». Dieses Projekt will sie vorantreiben, genauso wie die Sanierung anderer Sportanlagen - was eine grosse Herausforderung sein werde in finanziell ange­spannten Zeiten. Ihre Arbeit, so Teuscher, gleiche einem Spagat zwischen fachlich notwendigen, sinnvollen Angeboten für die Bevölkerung und finanziell bedingten Leistungskürzungen: «Als Gemeinderätin und BSS-Direktorin übe ich diesen Spagat tagtäglich. Bald bin ich professionelle Kunstturnerin», meint Franziska Teuscher. 

Ein aktueller Spagat betrifft die Gemeinwesenarbeit und den Gaskessel. Dort stehen schwierige Verhandlungen an, weil der Kanton seine Unterstützung an die Gemeinschaftszentren gestrichen hat. Gemeinwesenarbeit sei aber unabdingbar für die Integration der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und der Gaskessel werde auch von vielen Jugendlichen aus der Region rege genutzt. Daher brauche die Stadt Bern auch finanzielle Unterstützung. 

Bildung für Jung und Alt
Als wichtiges Gut einer Stadt wie Bern nennt Franziska Teuscher ein qualitativ hochstehendes Bildungsangebot – angefangen bei der Frühförderung wie primano über eine starke Volksschule bis zu Kursen für Seniorinnen und Senioren. Für Franziska Teuscher gehören auch Pausen zu einer Tour; Zeiten um innezuhalten, zu überlegen, aufzutanken und sich zu unterhalten. Sie will den Austausch mit der Bevölkerung aktiv pflegen. Und sich für alle Menschen und ihre Interessen einsetzen, für welche die Direktion BSS Leistungen anbietet – im Bewusstsein, dass diese Interessen teilweise weit auseinanderliegen und auch dort manchmal ein Spagat nötig sein wird.

 

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Datei PDF documentReferat 100 Tage Franziska Teuscher (PDF 83 KB) 02.04.2013 82.7 KB

Direktion für Bildung, Soziales und Sport

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