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29. April 2013 | Gemeinderat, Direktionen

Restaurierung der Gärten im Erlacherhof und der Junkerngasse 49

Alte Zier- und Nutzpflanzen im historischen Kontext

Nach einer sanften Restaurierung präsentieren sich die Gartenterrasse des Erlacherhofs und der westliche angrenzende alte Bürgergarten im historischen Frühlingskleid. Die Arbeiten wurden im Rahmen der erforderlichen Sanierung von Stützmauern, Treppen und Geländern im Nachbargarten des Erlacherhofes ausgeführt.

Stadtgrün Bern engagiert sich seit langem für die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Auch die Vielfalt historischer Kulturpflanzen ist dabei ein wichtiges Thema. Gemeinsam mit der Stiftung ProSpecieRara hat Stadtgrün Bern daher 2005 in der Elfenau einen Mutterpflanzen- und Sichtungsgarten für den Erhalt gefährdeter Zierpflanzensorten angelegt. Dieser Garten zieht jedes Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Beiden Partnern war es jedoch ein Anliegen, diese Pflanzen auch in dem Kontext zu zeigen, für den sie ursprünglich gezüchtet wurden: in Gärten aus der jeweiligen Epoche. Jetzt ist dieser Wunsch Wirklichkeit geworden. Einerseits wurde das barocke Gartenparterre auf der Terrasse des Erlacherhofes stilecht angepasst. Andererseits wurden die vier Terrassen in der Junkerngasse 49, die westlich an den Erlacherhof angrenzen, in Anlehnung an einen Bürgergarten aus dem 19. Jahrhundert bepflanzt.

Möglich wurde die Aufwertung der beiden Gärten durch ein grosszügiges Geschenk. Die Hauser-Stiftung, Weggis, die zahlreiche Projekte von ProSpecieRara unterstützt, hat die Gartenrestaurierung und Bepflanzung finanziert. Den Gartenarbeiten ging die Sanierung einer Stützmauer und einer Treppe voraus. Zudem mussten Absturzsicherungen angebracht werden. Diese Arbeiten wurden durch Stadtbauten Bern ausgeführt und finanziert.

Zwei unterschiedliche Nachbarn
Auf der Terrasse des Erlacherhofs, der zweitgrössten Altstadtterrasse nach der Münsterplattform, ist ein Ausschnitt aus einem Barockgarten zu sehen – das sogenannte Parterre. Eingefasste Zierrabatten in geometrischen Mustern, ein Wasserbecken sowie Eibenpyramiden für die vertikale Dimension sind typische Elemente eines Parterres. Künftig sind hier pro Jahr zwei verschiedene Wechselflorbepflanzungen im Barockstil zu sehen. Der verwendete Frühlings- und Sommerflor stammt aus der Sammlung der Stiftung ProSpecieRara. Expertinnen der Stiftung planen die wechselnden Bepflanzungen, Stadtgrün Bern ist für die Pflege verantwortlich. Beete mit sogenannten «Eselsrücken», einer Erhöhung in der Mitte, sorgen für die bessere Fernwirkung. Ursprünglich diente ein solcher Garten repräsentativen Zwecken. Am Sitz des Stadtpräsidenten bietet er daher den würdigen Rahmen für den Empfang des vielfältigen, auch internationalen Publikums. Für die Bevölkerung ist der Garten immer am Donnerstag und Freitag vor Abstimmungen und Wahlen geöffnet.

Der benachbarte Bürgergarten zeigt die typischen Elemente des Haus- und Nutzgartens der vergangenen Jahrhunderte. Während die oberste Terrasse für Erholung und Haushalt angelegt war, dienten die unteren Terrassen der Versorgung mit Obst, Gemüse und Kräutern. Der Garten ist nur im Rahmen von Führungen öffentlich zugänglich, ist jedoch von der Terrasse des Erlacherhofes einsehbar.

Anspruchsvolles Terrain
Im Auftrag von Stadtgrün Bern plante das Landschaftsarchitekturbüro SKK Landschaftsarchitekten (Wettingen) die Restaurierung in enger Zusammenarbeit mit der städtischen Denkmalpflege, ProSpecieRara und Stadtgrün Bern. Die vorgängig ausgeführten baulichen Anpassungen wurden im Auftrag und unter Leitung von Stadtbauten Bern durch das Architekturbüro aefa (Bern) geplant und umgesetzt. Da die Gärten nur schwer zugänglich sind und ein Höhenunterschied von über zehn Metern zu bewältigen war, stellten die Arbeiten Bauleitung und Unternehmer vor grosse Herausforderungen. So war beispielsweise ein Kran nötig, um Material auf die Terrassen zu heben oder abzutransportieren.

 

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Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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