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25. Juni 2013 | Gemeinderat, Direktionen

Grundsatzentscheide für das Verkehrskonzept des Stadtteils 4

Verkehr kanalisieren und Wohnquartiere entlasten

Der Gemeinderat hat seine Prioritäten für den Teilverkehrsplan zum motorisierten Individualverkehr (TVP MIV) im Gebiet Kirchenfeld-Schosshalde festgelegt. Vorrang geniessen die Sanierung Thunstrasse Ost – Ostring, die Reduktion des Durchgangsverkehrs auf der Elfen-, Brunnadern- und Egghölzlistrasse sowie die Erhöhung des Durchfahrtswiderstands in den Quar-tieren Brunnadern/Elfenau, Kollerweg/Gryphenhübeli und Burgfeld. Über die Grundsatzentscheide hat Gemeinderätin Ursula Wyss am Dienstagabend anläss-lich der Delegiertenversammlung der Quartierorganisation QUAV 4 informiert.

Ein Grossteil des Pendlerverkehrs zwischen den Gemeinden im Süden und im Nordosten der Region Bern führt durch den Stadtteil 4, der somit einem grossen Verkehrsdruck ausgesetzt ist. Die Lenkung und Kanalisierung des Durchgangsverkehrs ist deshalb ein entscheidender Faktor für die Weiterentwicklung des Gebiets Kirchenfeld-Schosshalde als attraktiver Wohn- und Arbeitsort.

Ruhige Wohnquartiere – sicherere Hauptverkehrsachsen
Die hohe Wohnqualität der grossen, zusammenhängenden Quartiere mit einem dichten Netz an Fuss- und Velowegen sowie kurzen Wegen ins Stadtzentrum und zu Naherholungsgebieten kann nur mittels Bündelung des motorisierten Verkehrs auf den Hauptachsen erhalten bleiben. Um den Pendlerverkehr in Zukunft noch konsequenter von den Quartierzellen fernzuhalten, hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, den Durchfahrtswiderstand insbesondere in den Quartieren Brunnadern/Elfenau, Kollerweg/Gryphenhübeli und Burgfeld zu erhöhen.

Gemeinderat priorisiert zwei Schlüsselprojekte
Nach Auswertung der Mitwirkungsergebnisse des Teilverkehrsplans des Stadtteils 4 hat der Gemeinderat entschieden, zwei Schlüsselprojekte prioritär zu behandeln. Mit seiner Schwerpunktsetzung entspricht der Gemeinderat den Bedürfnissen des Quartiers, insbesondere deren der Quartiervertretung des Stadtteils 4 (QUAV 4):

  • Elfenstrasse, Brunnadernstrasse und Egghölzlistrasse: Um den Durchfahrtsverkehr zu beschränken wird die Brunnadern- und Egghölzlistrasse  ins Quartiernetz abgestuft; gleichzeitig wird der Durchfahrtswiderstand erhöht. Damit wird die Einführung von Tempo 30 auf der Brunnadernstrasse ermöglicht. Das Projekt wird mit höchster Priorität weiter bearbeitet und möglichst rasch umgesetzt.
  • Sanierung Thunstrasse Ost – Ostring: Auf der Achse Thunplatz – Ostring sind die Handlungsspielräume aufgrund der verschiedenen Ansprüche der Verkehrsteilnehmer und der knappen Verkehrsflächen stark limitiert. Verbesserungen für Verkehrssicherheit, Velo- und Fussverkehr und behindertengerechte Haltestellen des Öffentlichen Verkehrs sind nur möglich, wenn in den Spitzenstunden der motorisierte Individualverkehr reduziert wird. Deshalb soll mit einem grossräumigen Verkehrsmanagement die Verkehrsdosierung um 10 bis 15 Prozent reduziert werden. Der mehrspurige Kreisel Burgernziel wird durch eine Kreuzung mit Lichtsignalen ersetzt, die Tramhaltestelle Burgernziel aufgehoben und die Haltestellen Brunnadernstrasse und Sonnenhof sollen behindertengerecht umgebaut werden.    Die Umsetzung erfolgt in Abstimmung mit der geplanten Wohnüberbauung des Tramdepots Burgernziel.

Der Teilverkehrsplan für das Gebiet Kirchenfeld – Schosshalde dient als Planungsinstrument für künftige politische und technische Entscheide zur Entwicklung des Strassennetzes, zur Gestaltung des Strassenraums und zur Erschliessung von Arealen mit dem motorisierten Individualverkehr in den nächsten 15 Jahren. Ziel ist es, den Motorfahrzeugverkehr für Mensch und Umwelt verträglich zu gestalten. Die dazu umzusetzenden Massnahmen sind auf die Planung im Bereich öffentlicher Verkehr und Fuss- und Veloverkehr abgestimmt und sollen der baulichen Weiterentwicklung des Quartiers Rechnung tragen.

Auswertung der Mitwirkung 2012
Der Entwurf für den Teilverkehrsplan für den Stadtteil Kirchenfeld – Schosshalde wurde im September 2012 in eine öffentliche Mitwirkung geschickt. Die dazu eingegangenen Stellungnahmen sind in der Zwischenzeit ausgewertet worden und bilden Grundlage für die vom Gemeinderat gefällten Grundsatzentscheide. Die formelle Verabschiedung des Teilverkehrsplans ist für die zweite Jahreshälfte 2013 geplant.

 

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Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentMitwirkungsentwurf des Teilverkehrsplans (PDF 4.1 MB) 25.06.2013 4.0 MB

Informationsdienst Stadt Bern

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