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14. Januar 2015 | Gemeinderat, Direktionen

Massnahmen gegen Brückensuizide

Baustart für die Sicherung der Hochbrücken

Am 19. Januar erfolgt der Baustart für die neuen Schutznetze zur Sicherung der Kirchenfeld- und der Kornhausbrücke. Sie ersetzen die bisherigen provisorischen Sicherheitszäune. Bis Ende August (Kornhausbrücke) respektive Anfang Dezember 2015 (Kirchenfeldbrücke) sind die neuen Netze montiert.

Der Berner Stadtrat hat am 13. Februar 2014 einen Ausführungskredit für bauliche Massnahmen zur Verhinderung von Brückensuiziden an der Kirchenfeld- und der Kornhausbrücke bewilligt. Konkret werden an den beiden Hochbrücken horizontale Netze installiert. Mit dieser Konstruktion wird der besonderen Bedeutung Rechnung getragen, welche die beiden unter Denkmalschutz stehenden Bauwerke architektonisch und städtebaulich für die Stadt Bern haben. Horizontale Netze erlauben zudem weiterhin die uneingeschränkte Sicht von den Brücken auf die Stadt, den Aareraum, die Landschaft und die Berge. Nach neusten Erkenntnissen sind sie zudem wirksamer in der Suizidprävention als etwa Geländererhöhungen. Die neuen Schutznetze ersetzen die bisherigen provisorischen Sicherheitszäune, die im Dezember 2009 in den kritischen Bereichen der Kirchenfeld- und Kornhausbrücke angebracht wurden.

Besondere Brücken, besondere Konstruktion
Die Seilkonstruktion, welche für die Montage der Netze verwendet wird, ist in ihrer Art einmalig. Üblicherweise werden Schutznetze direkt an der Brücke angebracht. Die Kirchenfeld- und die Kornhausbrücke haben aber aufgrund der hohen Verkehrslasten bereits heute die Grenzen ihrer Belastbarkeit erreicht. Deshalb werden die Netze nicht an der Brückenkonstruktion verankert, sondern deren Lasten werden auf beiden Seiten der Brücke über Pfähle in den Aarehang geleitet.

Die Bauarbeiten beginnen am 19. Januar 2015. Als erstes werden Werkleitungen sondiert, Gerüste montiert und Bohrungen für die Pfähle vorgenommen. Diese Arbeiten werden an beiden Brücken gleichzeitig vorgenommen. Der Netzbau hingegen muss gestaffelt ausgeführt werden: Die Netze an der Kornhausbrücke werden bis zirka Ende August 2015 montiert sein, jene an der Kirchenfeldbrücke bis zirka Anfang Dezember 2015.

Die Brücken werden zu keinem Zeitpunkt gesperrt. Lediglich die Fussgängerinnen und Fussgänger müssen zeitweise Einschränkungen in Kauf nehmen, entsprechende Umleitungen werden signalisiert. Der Baulärm kann auf einem erträglichen Mass gehalten werden. In einzelnen Nächten müssen – zu «tramfreien» Zeiten – lärmarme Bauarbeiten ausgeführt werden.

Die öffentliche Berichterstattung über das Thema Brückensuizide beinhaltet laut Fachleuten die latente Gefahr von Nachfolgesuiziden (siehe dazu den Leitfaden für Medienschaffende der «Initiative zur Prävention von Suizid in der Schweiz»; www.ipsilon.ch, sowie die Empfehlungen des Schweizer Presserates). Dem Gemeinderat ist es daher ein wichtiges Anliegen, die an der öffentlichen Diskussion beteiligten Partnerinnen und Partner auf diesen speziellen Umstand aufmerksam zu machen.

Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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