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19. November 2015 | Gemeinderat, Direktionen

Kinderfreundliche Gemeinde

Bern strebt UNICEF-Label an

Die Stadt Bern ist daran, sich die UNICEF-Auszeichnung als «Kinderfreundliche Gemeinde» zu erarbeiten. Der erste Teil des Bewerbungsverfahrens, in welchem die bestehenden Angebote für Kinder und Jugendliche erhoben wurden, ist erfolgreich abgeschlossen. Nun geht es um den zweiten Teil, der sich vor allem auf die Befragung von Kindern und Jugendlichen stützen wird.

Am 20. November jährt sich die Annahme der UNO-Kinderrechtskonvention durch die UN-Generalversammlung zum 26. Mal. Wie am letzten Kinderrechtstag angekündigt, hat Gemeinderätin Franziska Teuscher, Direktorin für Bildung, Soziales und Sport (BSS), Massnahmen eingeleitet, die Kindergerechtigkeit der Stadt Bern zu überprüfen und auszubauen. Als Richtschnur dient das UNICEF-Label «Kinderfreundliche Gemeinde», um das sich Bern nun bewirbt.

Erster Teil des Bewerbungsverfahrens geschafft

Im Frühling 2015 reichte das Jugendamt der BSS bei der UNICEF die Unterlagen für eine Standortbestimmung als kinderfreundliche Gemeinde ein. In dreizehn Themenbereichen, von Planungs- und Verkehrsfragen über alle schulischen Stufen, zu Kinder- und Jugendschutz bis hin zur Freizeitgestaltung, sind die Anforderungen der UNICEF-Standards geprüft worden. Die UNICEF stellte im Bericht zu dieser Standortbestimmung fest, dass Bern im Vergleich mit anderen Städten bereits heute «überdurchschnittlich kinderfreundlich» ist. Das freut Gemeinderätin Franziska Teuscher, die sich aber nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen will: «Wir wollen wissen, welche Ziele wir erreicht haben und wo wir uns erneut anstrengen müssen.» Gemäss Alexander Haller, dem Leiter des Jugendamts, liefert die UNICEF-Standortbestimmung einige Hinweise, wo Bern noch Aufgaben zu erfüllen habe. So heisst es etwa im Bericht: «Der hohe Grad der Mitwirkung von Jugendlichen und Kindern muss gepflegt und erweitert werden, zum Beispiel bei Schulhausbauten.» Oder in der Kinderbetreuung sollten Kinder mit Behinderungen besser integriert werden, und die Information und Koordination im vielfältigen Betreuungsangebot der Stadt könnten verbessert werden.

Die Meinung der Jugendlichen und Kinder zählt

Neben der Analyse von Fachleuten soll vor allem die Meinung der Betroffenen selber eingeholt werden. Das Jugendamt wird bis im Februar 2016 Kinder und Jugendliche zu den Lebensbedingungen in Bern befragen. Schliesslich sollen in einem Aktionsplan die Ziele für die weiteren Verbesserungen festgelegt werden. Dieser Aktionsplan ist eine Voraussetzung für die Auszeichnung «Kinderfreundliche Gemeinde» der UNICEF.

 

Schritte zur kindergerechten Stadt

Mit einem Konzept für eine kindergerechte Stadt hat Bern bereits 1999 Neuland betreten. Der Gemeinderat verabschiedete damals acht Leitsätze und 55 Massnahmen. Zur Umsetzung der Massnahmen führte er das Kinderbüro als Fach- und Koordinationsstelle ein, und in der Folge wurden das Kinderparlament, das jugendpolitische Konzept p_a_r_t, die Jugendmotion und Ansprechpersonen in den Stadtteilen für Kinder- und Jugendanliegen beschlossen. Im Jahr 2008 erhielt Bern den Pestalozzipreis als besonders kinderfreundliche Stadt.

Nicht nur das Jugendamt setzt seither vielfältige Massnahmen um, ebenso beteiligten sich Verkehrsplanung, Stadtgrün Bern oder das Stadtplanungsamt mit Projekten zur Schulwegsicherheit, der Erarbeitung einer Spielplatzplanung oder dem konsequenten Einbezug von Jugendlichen und Kindern bei der Errichtung und Sanierung von Spiel- und Begegnungsorten.

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Direktion für Bildung, Soziales und Sport

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