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20. September 2016 | Gemeinderat, Direktionen

BLS-Werkstätte: Stadt Bern ist gesprächsbereit

Der Gemeinderat hat den heutigen Entscheid des BLS-Begleitgremiums für das Gebiet «Chliforst Nord» als geeignetsten Standort für eine BLS-Werkstätte zur Kenntnis genommen. Er beurteilt den Standort im Westen Berns nach wie vor kritisch, ist aber grundsätzlich bereit, eine Diskussion darüber aufzunehmen. Er wird die Ausgangslage und das weitere Vorgehen beraten sowie das Gespräch mit der BLS suchen.

Die BLS ist für die Stadt Bern als regionale S-Bahn von grosser Bedeutung. Deshalb anerkennt der Gemeinderat die Notwendigkeit einer neuen BLS-Werkstätte, nachdem das heutige BLS-Depot «Aebimatt» künftig vollständig von den SBB als Infrastrukturanlage benötigt wird. Daher ist er gewillt, bei der Standortsuche konstruktiv mitzuarbeiten und gemeinsam mit allen Beteiligten nach Lösungen zu suchen. Gleichzeitig steht der Gemeinderat einer BLS-Werkstätte im Raum Bern West kritisch gegenüber. Während die Standorte Brünnen, Niederbottigen und Riedbach für den Gemeinderat nicht in Frage kommen, ist er grundsätzlich bereit, die Diskussion zum Standort «Chliforst» aufzunehmen.

Für Stadtentwicklung weniger problematisch

Von den möglichen Standorten im Westen Bern erachtet der Gemeinderat die Areale «Chliforst Nord» und «Chliforst Süd» als jene, welche den Lebens- und Landschaftsraum Bern West insgesamt am wenigsten stark belasten und daher am ehesten eine vertretbare Standortwahl darstellen. Im Gegensatz zu Brünnen, Niederbottigen und Riedbach wäre eine BLS-Werkstätte im «Chliforst» für die künftige Stadtentwicklung etwas weniger problematisch. Auch ist an diesem Standort eine als Insellösung ausgelegte Anlage denkbar, welche im Gegensatz zu Brünnen, Riedbach und Niederbottigen einen besseren Schutz der Landschaft ermöglichte. Damit könnte einer unerwünschten Raumentwicklung entlang der Autobahn und Bahnlinie entgegengewirkt werden.

Klar ist für den Gemeinderat aber, dass eine BLS-Werkstätte am Standort «Chliforst» den künftigen raumplanerischen Spielraum der Stadt gleichwohl einschränkt und beträchtliche landschaftliche und ökologische Nachteile mit sich brächte. Insofern bleibt auch dieser Standort heikel. Daher sind nun vertiefte Abklärungen und Diskussionen nötig, um eine entsprechende Entscheidgrundlage zu schaffen.

Drei-Standort-Strategie

Positiv an der Arbeit des Begleitgremiums wertet der Gemeinderat, dass dieses aufzeigen konnte, dass nicht zwingend an der Zwei-Standort-Strategie mit der Konzentration von schwerer und leichter Instandhaltung auf demselben Areal festgehalten werden muss. Der Gemeinderat spricht sich grundsätzlich für die Drei-Standort-Strategie aus, mit der eine kleinere Arealfläche benötigt wird.

Der Gemeinderat wird den Standortentscheid und die Feinbeurteilung des Begleitgremiums nun noch vertieft beraten und über das weitere Vorgehen entscheiden. Er ist bestrebt, weiterhin eine konstruktive Diskussion mit der BLS zu führen und nach verträglichen Lösungen zu suchen. 

Informationsdienst Stadt Bern

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