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13. Februar 2014 | Gemeinderat, Direktionen

Mitwirkung

Breite Zustimmung zur Planung Viererfeld / Mittelfeld

Die Planung Viererfeld / Mittelfeld wurde in der Mitwirkung mehrheitlich positiv aufgenommen. Mit dem schrittweisen Vorgehen in der Testplanung und den Diskussionen der Zwischenresultate am «Runden Tisch» ist es offenbar gelungen, viele Anliegen in die Planung zu integrieren.

Neun Parteien, 32 Organisationen und 42 vorwiegend im Stadtteil Länggasse-Felsenau wohnhafte Privatpersonen haben eine Mitwirkungseingabe zur Planung Viererfeld / Mittelfeld eingereicht. Die grosse Mehrheit der Parteien und Organisationen begrüsst ein weiteres, moderates Bevölkerungswachstum und unterstützt das neue Stadtquartier und den Stadtteilpark. Die Grüne Partei – Demokratische Alternative, der Länggass-Leist, die IG Äussere Enge, der Familiengartenverband Brückfeld – Äussere Enge, die Décroissance Bern und die Mehrheit der mitwirkenden Privatpersonen lehnen eine Teilüberbauung des Vierer- und des Mittelfelds grundsätzlich ab und fordern stattdessen die Verdichtung des bestehenden Siedlungsgebiets. Mangels Arealen, die kurz- oder mittelfristig für eine Umnutzung und Verdichtung in Frage kommen, hält der Gemeinderat am Standort Viererfeld / Mittelfeld fest. Die Umnutzung des Industriegebietes Ausserholligen wurde eingeleitet, dauert auf Grund der Besitzverhältnisse aber sehr lange und bietet deshalb keinen Ersatz für den geplanten Wohnraum auf dem Vierer- und dem Mittelfeld.

Nutzungsanteile und städtebauliches Konzept
Die Grünanteile von fast der Hälfte auf dem Viererfeld und rund einem Drittel auf dem Mittelfeld werden mehrheitlich begrüsst. Das in einer Testplanung erarbeitete und an zwei «Runden Tischen» mit Parteien und Organisationen verfeinerte städtebauliche Konzept wird grundsätzlich unterstützt. Vereinzelte Vorbehalte gibt es zu den Wohnhochhäusern auf dem Mittelfeld. Der städtebauliche Wettbewerb für das Mittelfeld wird diesbezüglich Klarheit schaffen. Für das Viererfeld wird zur Belebung des Quartiers mehr Spielraum für gewerbliche Nutzungen gefordert. Zum Anteil an gemeinnützigem und preisgünstigem Wohnungsbau bestehen unterschiedliche Ansichten. Von linksgrüner Seite werden generell höhere Anteile gefordert. Der Gemeinderat hält für das Viererfeld an einem Drittel der anrechenbaren Grundstücksfläche fest. Dieser Wert erfüllt die vom Gemeinderat unterstützte Initiative «Für bezahlbare Wohnungen» (Wohninitiative) und ist für die Stadt, welche das Land vom Kanton erwerben wird, finanziell tragbar.

Mobilitätskonzept
Ebenfalls umstritten ist die Parkplatzbemessung. Auch hier hält der Gemeinderat an den Werten von etwa 0,3 Parkplätzen pro Wohnung für das Mittelfeld und durchschnittlich 0,5 Parkplätzen für das Viererfeld fest. Die Werte sind angesichts der tiefen Autoanteile in der Stadt Bern realistisch, nehmen auf unterschiedliche Bedürfnisse Rücksicht und erlauben vergleichsweise kostengünstige, bauliche Lösungen. Auf dem Viererfeld soll nicht eine Wohnüberbauung, sondern ein neues Stadtquartier mit entsprechender Nutzungsvielfalt entstehen. Zufahrtsmöglichkeiten mit dem Auto sind eine zwingende Voraussetzung dazu. Die Forderungen nach einer zusätzlichen Bushaltestelle zwischen der Inneren und der Äusseren Enge wird 2014 zusammen mit der Frage nach neuen Busverbindungen innerhalb des Stadtteils Länggasse-Felsenau durch die Regionalkonferenz Bern-Mittelland grundsätzlich geprüft.

Wie geht es weiter?
Die Planung Viererfeld / Mittelfeld wird auf Grund der Mitwirkung geringfügig angepasst. Verschiedene Anliegen sind vorgemerkt und können erst auf der Ebene der Wettbewerbe, der Verträge mit den Baurechtsnehmern oder in der Realisierung umgesetzt werden. Die Planung liegt derzeit beim kantonalen Amt für Gemeinden und Raumordnung zur Vorprüfung und soll voraussichtlich im Mai aufgelegt werden. Die Volksabstimmung ist für Ende November 2014 vorgesehen.

Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentViererfeld Mitwirkungsbericht 12.02.2014 201.3 KB
Datei PDF documentViererfeld Mitwirkungsbericht Anhang 12.02.2014 34.9 MB

Informationsdienst Stadt Bern

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