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8. April 2016 | Gemeinderat, Direktionen

Bundesgasse 33: Moderner Verwaltungsstandort eröffnet

Die Baumassnahmen am Verwaltungsgebäude Bundesgasse 33 wurden budget- und termingerecht abgeschlossen. Der grösste Verwaltungsstandort mit regem Publikumsverkehr verfügt neu über 300 Arbeitsplätze – 50 mehr als zuvor. Die Sanierung ist ein wichtiger Schritt in der laufenden Standortkonzentration der Stadtverwaltung.

Bild des Eingangsbereiches des sanierten Verwaltungsgebäudes an der Bundesgasse 33.

Bei der Gesamterneuerung des als schützenwert eingestuften Verwaltungsgebäudes an der Bundesgasse 33 waren die denkmalpflegerischen Anforderungen von grosser Bedeutung. Mit Ausnahme der Glasanbauten auf der Ebene des Hofgeschosses wurden keine optisch markanten Veränderungen an der Gebäudehülle vorgenommen. Die Fassaden und Strukturen des gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Gebäudes, das seit den späten 1980er Jahren als grösster Einzelstandort der Stadtverwaltung dient, wurden grösstenteils erhalten. Tiefergreifendere Umnutzungen und strukturelle Erneuerungen beschränken sich weitgehend auf Orte deren Originalsubstanz bereits beeinträchtigt oder von ästhetisch geringerem Gehalt war. Insbesondere die Treppenhäuser und Korridore blieben im ursprünglichen Zustand. Materialisierung und Farbgebung ergaben sich hauptsächlich aus den vorhandenen, ursprünglichen Elementen.

50 zusätzliche Arbeitsplätze

Die Sanierung beinhaltete auch die umfassende Erneuerung der Haustechnik, der Fenster und des Sonnenschutzes sowie die Erneuerung des Daches im Westtrakt. Dank Minergie-Standard kann der Energieverbrauch gesenkt und die Arbeitsplatzqualität gesteigert werden. Das sanierte Gebäude hält die Vorschriften bezüglich Brandschutz und Hindernisfreiheit wieder vollumfänglich ein. Insgesamt ist aus einem Gebäudekomplex, der sich nach über 100 Jahren nur noch bedingt für eine zeitgemässe Büronutzung eignete, ein modernes Verwaltungsgebäude entstanden, das hohen denkmalpflegerischen Ansprüchen und heutigen Nutzungsanforderungen gerecht wird. Dank Verdichtung ist zudem die Zahl der Arbeitsplätze mit der Sanierung um 50 auf rund 300 gestiegen.

Umbau mit Überraschungen

Während des Umbaus ergaben sich einige Überraschungen. So verbarg sich hinter den massiven Aussenwänden aus Sandstein fragiles Mauerwerk und vermeintliche Holzbalkenlagen waren in Wirklichkeit Stahlkonstruktionen mit mürben Betonrippen. Stahlträger kamen an unerwarteten Stellen zum Vorschein, so dass ganze Geschossbereiche kurzfristig gesperrt und gesichert werden mussten. Der Bauablauf und das Terminprogramm mussten verschiedentlich angepasst werden. Trotz dieser Umstände konnte die Sanierung nach rund zwei Jahren Bauzeit termingerecht und innerhalb des Budgets abgeschlossen werden. Für die Sanierung hatte der Stadtrat Ende 2012 einen Baukredit von insgesamt 27,8 Millionen Franken gesprochen.

Raum- und Standortoptimierung

Mit der Gesamtsanierung des Verwaltungsgebäudes Bundesgasse 33 wurde ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Strategie zur Raum- und Standortoptimierung geleistet. Der Gemeinderat verfolgt mit dieser das Ziel, die Stadtverwaltung in grösseren stadteigenen Gebäuden zu konzentrieren, den durchschnittlichen Flächenbedarf pro Arbeitsplatz zu reduzieren und die Raumkosten durch Aufgabe von Zumieten zu senken. Die nächsten Massnahmen in diesem Zusammenhang werden die Umzüge des Ratssekretariat und des Wirtschaftsamts sein. Die beiden Abteilungen werden voraussichtlich Mitte 2016 ihre neuen Büros an der Predigergasse 12 beziehen. Die freigewordenen Räume an der Predigergasse 5 werden im Anschluss durch das Erbschaftsamt, welches seine Arbeitsplätze noch bis Mitte 2016 an der Schwanengasse 10 hat, weitergenutzt. Mit dem Umzug von Stadtgrün Bern ins Beerhaus anfangs 2017 und dem terminlich noch nicht festgelegten Umzug der Abteilung Kulturelles ins Meerhaus können zwei weitere Zumieten aufgegeben werden.

Mehr als Büros

Das sanierte Gebäude an der Bundesgasse 33 bietet mehr als Büros:

  • Im neuen Empfangsbereich hängen überdimensionierte Büroklammern, das jüngste Beispiel von «Kunst am Bau» von Peter Gysi und eine völlig neue Kulturinfobox informiert über aktuelle Anlässe in der Stadt.
  • Zur Erhöhung der Kundenfreundlichkeit wird ein Bürgerbriefkasten für sämtliche Korrespondenz an die Stadtverwaltung eingerichtet.
  • Im grossen Treppenhaus hin zum ehemaligen Haupteingang an der Schwanengasse werden Kunststudentinnen und Kunststudenten der Universität Lausanne zum ersten Mal Werke der städtischen Kunstsammlung kuratiert präsentieren.
  • Von der Gebäudesanierung profitiert zudem auch die Natur: Bienen – 20‘000 neue Stadtmitarbeitende – produzieren im Innenhof den ersten Stadthonig und für seltene Mauersegler wurden Nistkästen geschaffen. 

Präsidialdirektion und Direktion für Finanzen, Personal und Informatik

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