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16. Dezember 2015 | Gemeinderat, Direktionen

Das Konzept Nachtleben ist nach wie vor auf Kurs

Nach zwei Jahren zieht die Stadt Bern eine grundsätzlich positive Zwischenbilanz zum Konzept Nachtleben. Kurzfristige Massnahmen konnten umgesetzt werden, mittel- und langfristige sind auf Kurs. Die Stadt Bern ist weiterhin bestrebt, das Konzept weiterzuentwickeln und die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse aufzunehmen.

Im Herbst 2013 wurde das Konzept Nachtleben mit 18 Massnahmen vom Berner Gemeinderat verabschiedet. Dabei wurden lang-, mittel- und kurzfristige Massnahmen beschlossen. Bereits Ende 2014 zog Reto Nause, Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie, eine grundsätzlich positive Zwischenbilanz zum Stand der Arbeiten. In der Zwischenzeit konnten weitere Erfolge erzielt werden.

Erfreuliche Fortschritte und Verbesserungen

Mit dem am vergangenen Sonntag erfolgten Fahrplanwechsel sind auf dem Stadtgebiet ab sofort die zwei neuen Nachtlinienangebote M97 (Bahnhofplatz-Bärengraben-Ostring-Saali) und M98 (Bahnhofplatz-Europaplatz-Bümpliz-Bethlehem) in Betrieb. Sie verkehren Freitag- und Samstagnacht ergänzend zu den bestehenden Linien jeweils um 03.15 Uhr und um 04.15 Uhr ab Bahnhofplatz. Dieses Angebot wurde im Frühling mittels Vereinbarung zwischen der Stadt und der Nachtliniengesellschaft, welche das Moonliner-Netz betreibt, beschlossen. Dies nachdem Abklärungen gezeigt hatten, dass der Ausbau des Nachtlinienangebots auf diesen Linien am sinnvollsten ist. Das Angebot ist vorerst auf zwei Jahre begrenzt.

Ebenfalls bewährt hat sich das Security-Konzept. Während zum Zeitpunkt der Verabschiedung des Konzepts Nachtleben noch 33 Betriebe teilnahmen, sind es aktuell bereits 77 von insgesamt 91 Betrieben. Ziel dieser mittelfristig angelegten Massnahme ist es, dass sich bis Mitte 2017 alle betroffenen Betriebe anschliessen. Mit dem Se­curity-Konzept hat sich die Sicherheitslage merklich verbessert. Ebenso haben sich die Vermittlungsstelle Nachtleben sowie die Aktion «Clubcontainer» in der Aarbergergasse bewährt. Beide Massnahmen werden weitergeführt und allenfalls ausgebaut. Auf gutem Weg ist auch das Projekt eines Jugendraums an der Nägeligasse. Voraussichtlich wird eine Betriebsaufnahme im Verlauf des Jahres 2017 möglich sein.

Spontanbewilligungen werden nicht weitergeführt

Im Pilotjahr 2014 fanden lediglich zwei Veranstaltungen im Rahmen einer Spontanbewilligung statt, weshalb das Pilotprojekt auf die Saison 2015 ausgedehnt wurde. Trotz optimalen Wetterverhältnissen fanden aber auch in diesem Jahr nur drei Veranstaltungen statt, die mittels Spontanbewilligung genehmigt wurden. Diese waren darüber hinaus mit Lärmklagen und Reklamationen verbunden. Da das Bedürfnis offenbar nur gering, der Aufwand für die Stadt Bern aber relativ hoch ist und mehrheitlich kommerzielle Veranstaltende versucht hatten, eine Spontanbewilligung zu erlangen, wird von einer Weiterführung dieser Massnahme abgesehen. Nicht weiterverfolgt wird ausserdem die Massnahme «Anpassung der Lärmvorschriften». Hier kann die Stadt Bern keinen weiteren Einfluss nehmen, da dies rechtlich auf Bundesebene geregelt ist.

Kommunalisierung des Gastgewerbes harzt

Im Zusammenhang mit der Massnahme «Bewilligung für Gastgewerbe kommunalisieren» fanden Gespräche zwischen dem Kanton und der Stadt Bern statt. Da die Regierungsstatthalterämter nach wie vor von einer Kommunalisierung des Gastgewerbewesens absehen, konnten noch keine Fortschritte erzielt werden. Ob auf politischer Ebene eine Änderung bewirkt werden kann, wird sich zeigen. Der Gemeinderat wird sich weiterhin für eine Kommunalisierung einsetzen.

Weiterentwicklung Konzept Nachtleben

Auch in den nächsten Jahren will die Stadt Bern punkto Nachtleben am Ball bleiben. So ist geplant, dass das Konzept auf Ende 2016 hin erneut überprüft und wo nötig überarbeitet und angepasst wird. Einzelne Massnahmen, die abgeschlossen sind oder keinem Bedürfnis entsprechen, werden aus dem Konzept gestrichen, neue Ideen und mögliche Massnahmen werden aufgenommen. Das Konzept ist kein starres Projekt: Die Stadt Bern will auf den Wandel und neue Bedürfnisse im Nachtleben reagieren können und ist weiterhin für Inputs offen. 

Informationsdienst Stadt Bern

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