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9. März 2016 | Gemeinderat, Direktionen

Erfolgreiche Grüngutsammlung: Positive Bilanz nach einem Jahr

Seit 1. Januar 2015 bietet die Stadt Bern eine erweiterte Grüngutsammlung an, mit welcher Privathaushalte nebst Gartenabfällen zusätzlich Rüstabfälle und Speisereste entsorgen können. Das gesammelte Grüngut wird zu Biogas und Kompostprodukten verarbeitet. Nach einem Jahr ziehen die Verantwortlichen positive Bilanz: Es wurden unerwartet viele Container angemeldet und sowohl aus betrieblicher wie aus ökologischer Sicht verläuft die Umsetzung erfreulich.

Die am 1. Januar 2015 in der Stadt Bern eingeführte Grüngutsammlung erfreut sich grosser Beliebtheit: Bis Ende 2015 waren nicht weniger als 11‘500 Grüngutcontainer registriert, was deutlich über den Erwartungen liegt – für die Startphase hatte Entsorgung + Recycling Stadt Bern mit rund 7000 Containern gerechnet. Auch die Sammelmengen sprechen für sich. Im Jahr 2015 konnten 4507 Tonnen Grüngut verwertet werden. Dies sind 451 Tonnen mehr als im Vorjahr, was einer Zunahme von mehr als 11 Prozent entspricht. Im gleichen Umfang wie die Menge beim Grüngut zunahm, verringerte sich die Menge beim Hauskehricht. Da sich viele Haushalte erst im Verlauf des Jahres 2015 für die Sammlung angemeldet haben, wird für das Jahr 2016 eine weitere Mengensteigerung erwartet. Langfristig rechnet Entsorgung + Recycling mit einem Potential von deutlich über 6000 Tonnen Grüngut pro Jahr. Ursula Wyss, Direktorin Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, ist sehr erfreut über diese Entwicklung: «Der Erfolg der Grüngutsammlung zeigt, dass das Angebot einem echten Bedürfnis entspricht und die Stadtbernerinnen und Stadtberner einen vorbildlichen Umgang mit Abfällen pflegen», sagte sie an der Medienorientierung in der Kompostieranlage Seeland AG.

Klimafreundliche Verwertung

Das gesammelte Grüngut wird im Auftrag der Stadt Bern in der nächstgelegenen geeigneten Vergärungsanlage – der Kompostieranlage Seeland AG in Galmiz – vergärt und die Reste werden kompostiert. Durch die Verarbeitung zu Biogas und zu Kompost kann der Stoffkreislauf geschlossen werden. Die damit gewonnene Energie ist zu 100 Prozent erneuerbar, was den Zielsetzungen der städtischen Energiestrategie entspricht. 2015 konnten mit der Grüngutsammlung rund 760‘000 kWh Strom und 730‘000 kWh Wärme produziert werden. Dies entspricht in etwa dem Strombedarf von 152 Einfamilienhäusern und dem Wärmebedarf von 73 Einfamilienhäusern.

Bild Legende:

Gute Qualität des Sammelguts

Besonders erfreulich ist nach den bisherigen Erfahrungen von Entsorgung + Recycling auch die Qualität des Sammelgutes. «Das in der Stadt Bern gesammelte Grüngut weist eine ausgezeichnete Qualität auf – die Abfalltrennung funktioniert bestens», sagt dazu Walter Matter, Leiter Entsorgung + Recycling Stadt Bern. Die Bioabfälle dürfen keine Fremdstoffe enthalten. Problematisch könnten insbesondere mitentsorgte Plastiksäcke werden, weil diese anschliessend zusammen mit den Gärresten als Dünger auf den Feldern landen, wo es Jahrzehnte dauert, bis sie sich zersetzen.

Einführung gut bewältigt

Die Einführung der erweiterten Grüngutsammlung brachte für Entsorgung + Recycling grosse Herausforderungen in Bezug auf Logistik, Information, Administration und Finanzierung mit sich. Zudem musste die gesamte Kehrichttourenplanung neu organisiert werden. Diese Veränderungen konnten laut Walter Matter ohne grössere Probleme bewältigt werden. Im Sinne der Stadt geklärt wurden auch die beschaffungsrechtlichen Fragen, indem eine Beschwerde der unterlegenen Anbieterin abgewiesen und die Ausschreibung vom Verwaltungsgericht des Kantons Bern als rechtmässig beurteilt wurde.

Weitere Informationen zur Grüngutsammlung in der Stadt Bern finden Sie unter www.bern.ch/gruengutsammlung und Informationen zur Kompostieranlage Seeland AG unter www.kompostseeland.ch.

Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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