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24. Februar 2015 | Gemeinderat, Direktionen

10 Jahre Kompetenzzentrum Arbeit KA

Erfolgreiches «Berner Modell» in der Arbeitsvermittlung

Seit 10 Jahren werden Sozialhilfebeziehende via Kompetenzzentrum Arbeit (KA) der Stadt Bern wieder in den Arbeitsmarkt integriert. Dank einem breiten Netzwerk von 350 Partnerbetrieben in der Privatwirtschaft und innovativen Projekten weist das KA mit dem «Berner Modell» kantonsweit seit Jahren Spitzenwerte bei der Stellenvermittlung aus.

«Das Kompetenzzentrum Arbeit KA ist bei der Arbeitsintegration sehr erfolgreich», hielt Gemeinderätin Franziska Teuscher an der Medienorientierung zum zehnjährigen Bestehen des Kompetenzzentrums fest. Die Direktorin für Bildung, Soziales und Sport ortet die hohe Erfolgsquote im sogenannten Berner Modell, das sich durch vier sich gegenseitig verstärkende Merkmale auszeichnet: grosse Nähe zur Wirtschaft, ein ausgebautes und solides Netzwerk von Partnerbetrieben, innovative Projekte sowie differenzierte Arbeitsangebote.

Nahe am Arbeitsmarkt
Das Netzwerk von Partnerbetrieben aus der Wirtschaft umfasst 350 Firmen und Institutionen, welche Jobs und Praktikumsplätze zur Verfügung stellen. Wer fit für den Arbeitsmarkt ist, wird in der Stadt Bern nicht einem klassischen Beschäftigungs-programm oder einer Sozialfirma zugewiesen, sondern direkt in den Arbeitsmarkt integriert.

Unter den langzeitarbeitslosen Sozialhilfebeziehenden, bei welchen das KA den Auftrag hat, sie beruflich zu integrieren, fanden im vergangenen Jahr 41 Prozent respektive 185 Personen eine Stelle in der Wirtschaft. Das KA weist seit Jahren im kantonalen Vergleich Spitzenwerte bei den Integrationsquoten aus.

Soziale Einsatzplätze
Langzeitarbeitslose in der Sozialhilfe, welche die Anforderungen des ersten Arbeitsmarkts nicht erfüllen oder bei denen die Stabilisierung ihrer Lebenssituation im Zentrum steht, werden durch das KA in geeignete Arbeitsmöglichkeiten vermittelt. Zur Verfügung stehen Einsatzplätze in eigenen Betrieben des KA sowie Tätigkeiten in der Verwaltung und in Nonprofit-Betrieben wie beispielsweise Quartiertreffs oder Pflegeheimen. Diese Personen erhalten zusätzlich zur Sozialhilfe eine Integrationszulage von 100 Franken im Monat. Sie leisten im Rahmen dieser Arbeitsintegrationsangebote pro Jahr mehr als 350‘000 Stunden zu Gunsten der Allgemeinheit.

Aufträge der Arbeitslosenversicherung
Das KA übernimmt auch wichtige Arbeiten für die Regionalen Arbeitsvermittlungs-stellen RAV. Es klärt in deren Auftrag etwa die Arbeitsmarktfähigkeit von Arbeitslosen ab und führt Coachings und Schulungen durch. Ein Schwerpunkt liegt bei den jungen Erwachsenen ohne Ausbildung, welche im Rahmen des sogenannten Motivationssemesters [to do] durch das KA betreut werden. Ziel dieses Angebots ist es, Jugendlichen eine Lehrstelle zu vermitteln oder nach einer abgebrochenen Lehre eine neue Ausbildungsstätte zu finden. «Das KA ist ein bunter, lebendiger Betrieb», fasste Jürg Fassbind die verschiedenen Aufgaben des KA zusammen.

Gemeinderätin Franziska Teuscher betonte die Wichtigkeit, das Erreichte kontinuierlich weiterzuentwickeln. Als Grundlage dient die vom Gemeinderat verabschiedete Strategie zur «Förderung der beruflichen und sozialen Integration 2014-2017». Diese stelle sicher, dass die Stadt Bern im Bereich der Arbeitsintegration weiterhin eine führende Rolle einnehme und ihre Angebote arbeitsmarktnah vorantreibe.


Kernaufgaben und Finanzierung
Am 1. Januar 2005 nahm das neu geschaffene Kompetenzzentrum Arbeit (KA) als Teil des städtischen Sozialamts seinen Betrieb auf. Seither ist das Kompetenzzentrum verantwortlich für die berufliche und soziale Integration von Personen, welche ihm vom städtischen Sozialdienst zugewiesen werden. Diese Aufgabe wird vor allem durch kantonale Beiträge finanziert. Wo im kantonal bereitgestellten Grundangebot Lücken bestehen, finanziert die Stadt Bern ergänzende Projekte.

Weitere Informationen zum Kompetenzzentrum Arbeit (KA) finden Sie unter www.bern.ch/ka.

 

Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentReferat Franziska Teuscher 24.02.2015 79.8 KB
Datei PDF documentReferat Felix Wolffers 24.02.2015 148.2 KB
Datei PDF documentReferat Jürg Fassbind 24.02.2015 93.6 KB

Direktion für Bildung, Soziales und Sport

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