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8. Mai 2014 | Gemeinderat, Direktionen

STEK 2015

Erfolgreiches erstes Forum zum Stadtentwicklungskonzept

Mit dem Stadtentwicklungskonzept STEK 2015 setzt der Gemeinderat die strategischen Leitplanken, wie sich die Stadt Bern in Zukunft räumlich entwickeln soll. Seit Anfang April arbeiten Projektteams an den Teilprojekten zum STEK 2015. Stadtpräsident Alexander Tschäppät und das Stadtplanungsamt orientierten gestern Mittwoch, 7. Mai 2014, am ersten von insgesamt drei Foren die Vertreterinnen und Vertreter der Quartiere, der Leiste sowie zahlreicher Interessenorganisationen über diese für die Stadt bedeutende Leitplanung.

Mit den STEK-Foren bietet die Stadt den Vertreterinnen und Vertretern der betroffenen Quartiere sowie weiteren Anspruchsgruppen eine Plattform, um vertiefte Informationen aus erster Hand zu erhalten und Anregungen und Fragen auf direktem Weg einzubringen. Die Foren sind ein zusätzliches Dialogangebot der Stadt Bern als Ergänzung zum ordentlichen Mitwirkungsverfahren. Insgesamt sind drei Foren vorgesehen. Dass die Foren einem Bedürfnis entsprechen, beweist das grosse Interesse gestern Abend. Am ersten Forum nahmen rund 100 Personen von 50 Organisationen teil.

Das STEK als bedeutendes räumliches Leitinstrument der Stadt
Stadtpräsident Alexander Tschäppät erläuterte zu Beginn die Bedeutung des STEK 2015 für die Stadt Bern als Leitlinie für die weitere räumliche Entwicklung. Ziel sei es, die Attraktivität von Bern zu sichern und weiter auszubauen sowie eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Er betonte auch, dass das STEK 2015 ein strategisches Führungsinstrument sei und keine Projektplanung. Als solches dient es dem Gemeinderat  als Wegweiser für künftige Quartier- und Arealplanungen. Der Betrachtungshorizont des STEK liegt bei ungefähr zwanzig Jahren.

Fokussierung auf Schwerpunkte
Stadtplaner Mark Werren präsentierte anschliessend die Ergebnisse der Analyse der heutigen Situation aus einer Innen- und Aussensicht sowie die davon abgeleiteten Schwerpunktthemen des STEK 2015. Diese von der Projektleitung definierten Schwerpunktthemen sind:

 «Zentrum und funktionaler Raum»
Hier sollen die Rolle und die räumlichen Bedürfnisse der Stadt Bern als Kernstadt der Agglomeration Bern, Wirtschaftsmotor des Kantons Bern und Hauptstadt der Schweiz untersucht und definiert werden.

«Siedlungsentwicklung nach innen und Freiräume»
In diesem Teilprojekt geht es darum, zu folgenden Herausforderungen räumlich relevante Antworten zu finden: Quantitatives Wachstum bei Wohnbevölkerung und Arbeitsplätzen führt zu Siedlungsentwicklung; wo soll diese stattfinden? Qualitative Siedlungsentwicklung nach innen fördern und gleichzeitig eine hohe Siedlungsqualität sichern.

«Stadterweiterung»
Dieser Themenschwerpunkt befasst sich mit möglichen Siedlungserweiterungen unter Berücksichtigung von Verkehrs- und Infrastrukturerschliessung sowie städtebaulicher und landschaftlicher Qualität.

«Quartierzentren und -struktur»
In diesem Teilprojekt geht es schwergewichtig darum, die Stadtquartiere als attraktive Wohn- und Arbeitsorte mit einer besonderen Identität und eigenständigen Zentrumsfunktionen zu stärken.

«Mobilität und Gesamtverkehr»
Die Stadt Bern hat bereits eine übergeordnete Verkehrsstrategie und viele konzeptionelle Planungsgrundlagen zum Verkehr. Hier geht es in erster Linie darum, die verschiedenen Sachplanungen (MIV, ÖV, Velo, Fussverkehr, u.a.) zu einem Gesamtverkehrskonzept zusammenfügen und in Abstimmung mit den Resultaten aus den übrigen Teilprojekten die Mobilitätsstrategie weiterzuentwickeln und neue Mobilitätsformen zu prüfen.

«Querschnittsthemen»
Neben diesen fünf Schwerpunktthemen werden drei gesamtstädtisch relevante und themenübergreifende Querschnittsthemen bearbeitet (Nachhaltigkeit, Grossprojekte und die städtische Infrastruktur). Basierend auf den Resultaten der einzelnen Schwerpunktthemen werden die Auswirkungen auf den Infrastrukturbedarf erarbeitet.

Über den Projektaufbau und -ablauf STEK 2015 sowie die erweiterte Partizipation zum STEK 2015 informierte der externe Unterstützer der Projektleitung Marco Rupp. Die Projektorganisation dieser übergeordneten Leitplanung mit den einzelnen Teilprojekten sei sehr komplex und das Zeitprogramm sehr straff. Marco Rupp zeigte sich trotz des ambitionierten Zeitplans zuversichtlich, 2015 ein konsolidiertes STEK vorlegen zu können.

Das STEK 2015 wird von den Teilnehmenden des Forums positiv aufgenommen
Die anschliessende Frage- und Diskussionsrunde im zweiten Teil des Forums zeigte, dass die Zielsetzungen und der Prozess des STEK 2015 von den betroffenen Organisationen wohlwollend aufgenommen werden. Zu den einzelnen Schwerpunktthemen wurde in Gruppen engagiert diskutiert und Anregungen an die Teilprojekte von den Teilnehmenden des Forums zu Händen der Stadt formuliert. Am meisten bewegten die Themen Verkehr, die Wahrung der hohen Lebensqualität und einer ausgewogenen Durchmischung in der Stadt Bern sowie die Frage, welche Zentrumsfunktionen Bern abdecken soll.

Durchwegs positiv beurteilt wurde der aktive Einbezug der verschiedenen Interessengruppen in den Erarbeitungsprozess. Viele Fragen konnten gestern Abend beantwortet werden. Einzelne offen gebliebene Fragen, die gestern nicht abschliessend beantwortet werden konnten, und die von den Teilnehmenden formulierten Anregungen wurden zur weiteren Prüfung entgegengenommen. Antworten zu diesen Fragen und wie die Anregungen in die Weiterbearbeitung einfliessen, werden am nächsten Forum präsentiert. Dieses findet statt am 18. August 2014.

Präsidialdirektion

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