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23. Februar 2017 | Gemeinderat, Direktionen

Ersatz des Sulgenbachkanals verursacht Mehrkosten

Ein ausserordentlich hoher Grundwasserspiegel und ein überaus instabiler Baugrund haben dazu geführt, dass bei den Arbeiten zur Sanierung des Sulgenbachkanals aufwändige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden mussten. Dies führt zu erheblichen Mehrkosten. Der Gemeinderat hat deshalb dem Stadtrat einen Nachkredit von 2,7 Millionen Franken beantragt.

Der Sulgenbach- und der Könizbachkanal gehören zu den «Hauptschlagadern» des Kanalnetzes der Stadt Bern. Beide Kanäle sind weit über hundert Jahre alt und teilweise sanierungsbedürftig. Der Berner Stadtrat hat im November 2014 entschieden, den Könizbachkanal zwischen Philosophenweg und Eigerstrasse auf einer Länge von 370 Metern zu sanieren und den Sulgenbachkanal unterhalb der Zieglerstrasse auf einer Länge von 34 Metern zu ersetzen. Dafür bewilligte das Stadtparlament einen Kredit in der Höhe von 2,875 Millionen Franken.

Die Bauarbeiten wurden mit jenen zur Neugestaltung und Sanierung des Eigerplatzes koordiniert: So konnten für das Projekt Könizbach-/Sulgenbachkanal dieselben Transportwege, dieselben Installationsplätze und dieselben Verkehrsumleitungen benutzt werden wie für die Eigerplatz-Baustelle. Zudem blieb das Quartier von einer zusätzlichen Baustelle verschont.

Wasser in der Baugrube

Die Sanierung des Könizbachkanals verlief vergleichsweise problemlos: Die Arbeiten konnten im Mai 2016 abgeschlossen werden; der Teilkredit von 1,075 Millionen Franken wurde um rund 100‘000 Franken unterschritten. Bei der Freilegung des Sulgenbachkanals hingegen stiessen die Projektverantwortlichen auf zahlreiche ausserordentliche Erschwernisse: Zum einen erwies sich der aus Naturstein und Zement bestehende Kanal – ein Unikat – als deutlich instabiler, als es die vorgängigen Untersuchungen hatten vermuten lassen. Zum anderen führten die teils massiven Niederschläge in den ersten Monaten des Jahres 2016 dazu, dass das ansteigende Grundwasser die Bauarbeiten im Kanal massiv erschwerten. Die Planer und Ingenieurinnen kamen nicht umhin, die Bauweise anzupassen, aufwändige Sicherheitsmassnahmen zum Schutz der Bauarbeiter zu ergreifen – und Unmengen Wasser abzupumpen.

Arbeiten nicht unterbrochen

Diese zusätzlichen Massnahmen schlagen zu Buche: Die Arbeiten zum Ersatz des Sulgenbachkanals sind zwar noch im Gang, gemäss Endkostenprognose wird der Teilkredit von 1,8 Millionen Franken für die Erneuerung des Sulgenbachkanals aber um rund 2,8 Millionen Franken überschritten. Unter Berücksichtigung der Kostenunterschreitung bei der Sanierung des Könizbachkanals um rund 100‘000 Franken beantragt der Gemeinderat daher dem Stadtrat, den im November 2014 bewilligten Kredit von 2,875 Millionen Franken mit einem Nachkredit um 2,7 Millionen Franken auf insgesamt 5,575 Millionen Franken zu erhöhen.

Die Lage des Sulgenbachkanals liess es nicht zu, mit den Arbeiten bis zur Bewilligung des Nachkredits zuzuwarten: Das zu ersetzende Teilstück verläuft quer unter der Zieglerstrasse hindurch. Die Baugrube so lange offen zu lassen, bis der Nachkredit bewilligt worden wäre, hätte zu einer massiven Verzögerung und somit auch zu einer weiteren Verteuerung geführt. 

Vortrag an den Stadtrat

Vortrag an den Stadtrat
Titel
Datei PDF documentVortrag an den Stadtrat: Sulgenbachkanal Nachkredit (PDF, 118 KB)

Informationsdienst Stadt Bern

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