Navigieren auf Mediencenter

Benutzerspezifische Werkzeuge

Servicenavigation

Content navigation

2. Dezember 2014 | Gemeinderat, Direktionen

20 Jahre Frauenwohngemeinschaft Bern

Frauenwohngemeinschaft: Obdach in Übergangszeiten

Gemeinderätin Franziska Teuscher hat am 2. Dezember die Frauenwohngemeinschaft des Vereins für Wohngemeinschaften der Stadt und Region Bern in der Schosshalde besucht und zum 20-jährigen Jubiläum gratuliert. Die Sozialdirektorin hält fest: «Die Wohngemeinschaft ist eine wichtige Institution, zu der wir Sorge tragen müssen.»

Eine Wohngelegenheit für einige Monate für Frauen mit oder ohne Kinder in einer Not- oder Krisensituation: Das ist das einfache wie erfolgreiche Konzept der Frauenwohngemeinschaft an der Muristrasse 27 in Bern – und das seit 20 Jahren. Zwischen der Stadt Bern und der Trägerschaft, dem Verein für Wohngemeinschaften der Stadt und Region Bern, besteht ein Leistungsvertrag. «Die Stärke dieses Angebotes liegt in der Niederschwelligkeit», sagte Franziska Teuscher, Direktorin für Bildung, Soziales und Sport anlässlich ihres Besuchs zum Jubiläum. Die Sozialdirektorin betonte, dass es ganz wichtig sei, in Bern Angebote zu haben, die rasch und unkompliziert auf Krisensituationen im Leben von Menschen antworten könnten, «und zwar bevor sich eine Krise zuspitzt und noch schwieriger zu bewältigen ist.»

Hohe Auslastung
Die Frauenwohngemeinschaft ist in Bern gut bekannt; die zwölf Plätze sind übers ganze Jahr hinweg sehr gut ausgelastet. Insbesondere ist die Nachfrage nach Mutter-Kind-Plätzen sehr hoch. Aus baulichen Gründen stehen jedoch nur zwei entsprechende Zimmer zur Verfügung. Die meisten Frauen, die um ein Zimmer nachfragen, melden sich selber, ein Teil der Frauen bekommen den Tipp vom Sozialdienst und regelmässig wechseln Frauen nach einer Akutphase vom Frauenhaus in die Frauenwohngemeinschaft. «Spezifische berufliche, soziale oder finanzielle Beratung sowie therapeutische Interventionen sind aktiv ausgeklammert», erklärte die Psychologin und Leiterin der Frauenwohngemeinschaft Manuela Diethelm. Die Zimmer sind als Obdach in Übergangszeiten für Frauen bestimmt, die sich vor allem bezüglich der Wohnsituation neu orientieren müssen. Es werden keine Frauen aufgenommen, die hohe Suchtproblematiken oder psychische Erkrankungen aufweisen: Denn das Team der Frauenwohngemeinschaft setzt auf die Ressourcen der Bewohnerinnen und holt sie auch da ab. Eine deutliche Mehrheit der Frauen zieht nach dem Austritt aus der Wohngemeinschaft in eine eigene Wohnung um. Tagsüber arbeiten die meisten Frauen, besuchen Kurse, bilden sich weiter oder suchen eine Arbeit und/oder eine Wohnung.

Direktorin dankt
Franziska Teuscher hielt fest, dass gerade in Zeiten, in denen der Spardruck hoch sei, zu Angeboten wie der Frauenwohngemeinschaft Sorge getragen werden müsse: «Leisten wir uns solche Angebote nicht mehr, dann bezahlen nicht nur die betroffenen Frauen und Kinder, sondern wir alle, einen hohen Preis.» Die Sozialdirektorin dankte in diesem Zusammenhang auch dem achtköpfigen Frauenteam herzlich für seine engagierte Arbeit und Flexibilität in einem sehr lebendigen Betrieb, der durch ein ständiges Kommen und Gehen geprägt ist.

 

Verein für Wohngemeinschaften der Stadt und Region Bern

Der Verein ist Träger zweier Institutionen für Menschen mit Wohnproblemen und in Krisensituationen: Die Frauenwohngemeinschaft in Bern sowie die Wohngemeinschaft Schwandengut in Schüpfen.

Titel Bearbeitet Grösse

Direktion für Bildung, Soziales und Sport

Weitere Informationen.

Archiv

Fusszeile