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22. März 2016 | Gemeinderat, Direktionen

Gemeinderat setzt bei der Mahlzeitenherstellung auf «Vielfalt»

Bei den Mahlzeiten in Kitas, Tagis und Tagesschulen wird künftig auf einen Mix aus verschiedenen Herstellungsformen gesetzt. Dies hat der Gemeinderat gestützt auf die Evaluation des Pilotversuchs Catering im Grundsatz beschlossen. Das Modell «Vielfalt» sieht sogenannte «Quartierküchen», betriebseigene Produktionsküchen und externe Catering-Lösungen vor.

«Das Modell Vielfalt basiert auf den bestehenden Infrastrukturen und örtlich-räumlichen Gegebenheiten, berücksichtigt wirtschaftliche Erfordernisse und zeichnet sich durch hohe Flexibilität für situationsgerechte Lösungen aus», sagte Gemeinderätin Franziska Teuscher an einer Medienorientierung. Quartierküchen sind erweiterte Produktionsküchen und werden an Orten gebaut, wo dies räumlich und baulich realisierbar ist und ein wirtschaftlicher Betrieb mit der Belieferung von familienergänzenden Betrieben in der näheren Umgebung möglich ist. Eigene Produktionsküchen werden in Tagesschulen, Tagis und Kitas gebaut, sofern aufgrund des Mahlzeitenvolumens eine wirtschaftliche Produktion garantiert ist und es die Platzverhältnisse zulassen. Ein externes Catering wird dort realisiert, wo keine Quartier- und Produktionsküchen zur Verfügung stehen und ein Catering die sinnvollste Lösung darstellt.

Mit dem Modell «Vielfalt» werden die drei Muss-Kriterien der Mahlzeitenherstellung «Qualität», «Nachhaltigkeit» und «Akzeptanz» am besten erreicht: Der Gemeinderat will in den Betreuungseinrichtungen eine hohe Qualität des Essens sicherstellen, bei der Mahlzeitenherstellung der Nachhaltigkeit in ihren drei Dimensionen «Ökologie», «Ökonomie» und «Soziales» Rechnung tragen und bei den Betrieben, den Kindern, den Eltern, der Politik und in der Öffentlichkeit eine breite Akzeptanz erreichen.

Arbeitsintegrationsprojekte in Quartierküchen

Insbesondere in den Quartierküchen können Arbeitsintegrations- und qualifizierende Ausbildungsplätze des Kompetenzzentrums Arbeit (KA) und des Kompetenzzentrums Integration (KI) geschaffen werden. Für die Mahlzeitenherstellung sollen in den städtischen Quartier- und Produktionsküchen saisonale und regionale Produkte verwendet werden, so dass ein Teil der Wertschöpfung in der Region generiert wird und auf lange Transportwege für Nahrungsmittel verzichtet werden kann.

Sicherstellung von qualitativ hochstehendem Essen

Die Qualität des Essens hat für den Gemeinderat hohe Priorität. Das Essen soll gut, gesund und ausgewogen sein. Und das Essen soll den Kindern schmecken. Eine gesunde Ernährung umfasst auch eine kinderfreundliche Esskultur mit Ritualen und Tischregeln. Die Direktion für Bildung, Soziales und Sport erarbeitet deshalb zusammen mit den Tagesschulen, Kitas und Tagis Ernährungs- und Qualitätsrichtlinien. Diese sollen in allen familienergänzenden Einrichtungen Anwendung finden, unabhängig von der Art und Weise der Mahlzeitenherstellung. Ausserdem hat der Gemeinderat beschlossen, dass alle städtischen familienergänzenden Einrichtungen die Zertifizierung von «Fourchette Verte» anstreben sollen. Dies ist ein Qualitäts- und Gesundheits-Label für Betriebe, welche ausgewogene Mahlzeiten nach der Schweizer Lebensmittelpyramide anbieten.

Das Modell «Vielfalt» mit Quartier- und allenfalls neuen Produktionsküchen wird etappenweise realisiert. In einer Übergangsphase wird teilweise weiterhin eine Catering-Lösung zur Anwendung gelangen. Die heutige Lösung mit dem Cateringunternehmen «Menu&More» hat sich – wie die Evaluation zeigt – aus betrieblicher Sicht und in Bezug auf die Qualität des Essens bewährt. Der Vertrag mit «Menu&More» soll deshalb jährlich überprüft, allenfalls angepasst und jeweils um ein Jahr bis maximal Ende 2019 verlängert werden.

Informationsdienst Stadt Bern

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