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11. Februar 2016 | Gemeinderat, Direktionen

Mehr Einsätze für die Sanitätspolizei im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr haben sich die Einsatzzahlen der Sanitätspolizei erhöht. Die Equipen rückten durchschnittlich 48 Mal pro Tag aus und trafen in 95 Prozent der Notfalleinsätze innert 15 Minuten am Einsatzort ein. Um ihre hohe Qualität nachhaltig zu sichern, führt die Sanitätspolizei 2016 die ISO-Zertifizierung 9001 und das Anerkennungsverfahren des Interverbandes für Rettungswesen durch.

Die 160 Mitarbeitenden der Sanitätspolizei, darunter 24 Auszubildende, rückten im letzten Jahr total 17‘862 Mal aus (Vorjahr 16‘849) und legten dabei mit den Einsatzfahrzeugen knapp 576‘000 Kilometer zurück. Sie leisteten mit 14‘109 sogenannten Primärtransporten fast 1‘000 mehr als im Vorjahr. Bei solchen Einsätzen werden Personen vor Ort medizinisch erstversorgt und anschliessend vom Ereignisort in ein Spital oder eine Arztpraxis transportiert. Die Sekundärtransporte beliefen sich auf total 3‘573 (3‘712). Diese Transporte erfolgen nach der Erstbehandlung in einer ärztlichen Praxis oder einem Spital, weil eine weitere Versorgung in einem anderen Spital nötig ist.

Die Dienstleistungen der Sanitätspolizei ausserhalb dieser Transporte, wie zum Beispiel Taucheinsätze, Wasserrettungen, Sicherungsdienste bei Bränden, Pikettdienste oder sanitätsdienstliche Hilfeleistungen, beliefen sich auf 743 (851) Einsätze.

Zeitspanne zwischen Alarmierung und Eintreffen am Einsatzort

Bei Notfalleinsätzen wegen lebensbedrohlichen Verletzungen und Erkrankungen trafen die Equipen in 95 Prozent der Fälle innert 15 Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort ein. Damit wurde die kantonale Vorgabe (in 80 Prozent der Einsätze innert 30 Minuten am Einsatzort) erneut deutlich übertroffen.

Eine kurze Zeitspanne zwischen dem Alarmeingang bei der Sanitätsnotrufzentrale (SNZ 144) und dem Eintreffen professioneller Hilfe vor Ort kann entscheidend für den Genesungsprozess sein. Um diese Zeitspanne zu überbrücken, ist die Mithilfe von Laienrettenden unabdingbar. Deshalb unterstützt die Sanitätspolizei den weiteren Ausbau des gesamtkantonalen First Responder Systems. Dies einerseits durch die Aus- und Weiterbildung sowie Ausrüstung von Interessierten, andererseits durch das von der SNZ 144 geführte elektronische Alarmierungs- und Unterstützungssystem. Ziel ist es, im gesamten Kanton Bern ein flächendeckendes First Responder-System zu etablieren, um betroffenen Personen noch vor dem Eintreffen der professionellen Rettungskräfte eine gute medizinische Laienhilfe zukommen zu lassen.

Weiterbildung und Qualitätssicherung

Für die Sanitätspolizei ist eine qualitativ hochstehende, wirtschaftliche Leistungserbringung oberstes Ziel. Deshalb absolvieren alle Mitarbeitenden regelmässige Aus- und Weiterbildungen (jährlich mindestens 40 Stunden). Um den hohen Qualitätsstandard zu halten, werden dabei auch modernste Schulungsmittel wie beispielsweise computergestützte Einsatzsimulationen mit Videoaufnahmen eingesetzt. Zudem fliessen auch Erfahrungen aus Einsätzen in die Weiterbildlungen ein.

Um sicherzustellen, dass die Arbeitsprozesse nach einem einheitlichen Raster festgelegt und umgesetzt werden, wurden im vergangenen Jahr Vorbereitungsarbeiten für Qualitätszertifizierungen vorgenommen. Sowohl der Rettungsdienst wie auch die SNZ 144 sollen nach ISO Norm 9001 (2015) wie auch nach dem Anerkennungsverfahren des Interverbandes für Rettungswesen zertifiziert werden. Die entsprechenden Auditverfahren finden im ersten Semester 2016 statt. Mit dem Erhalt der entsprechenden Bestätigungen verpflichtet sich die Sanitätspolizei zu einer nachhaltigen, langfristigen und qualitätsbezogenen Weiterentwicklung. 

Detailangaben zu den Einsätzen

Die Statistik bezieht sich auf das ganze Einsatzgebiet der Sanitätspolizei Bern. Dieses umfasst nebst der Stadt Bern 37 Gemeinden in der Region Bern mit rund 320‘000 Einwohnenden.

 

2014

2015

Differenz

 

 

 

Primärtransporte

 

 

 

Medizinische und chirurgische Notfälle

8'703

9'775

+1'072

Verkehrsunfälle

621

498

-123

Betriebsunfälle

146

128

-18

Sportunfälle

141

154

+13

Übrige Unfälle

2'660

2'767

+107

Alkohol und Drogen

835

746

-89

Rettungsbooteinsätze

31

41

+10

Total Primärtransporte

13'137

14'109

+972

 

 

 

Sekundärtransporte

 

 

 

Krankentransporte

3'151

2'929

-222

Intensivtransporte

177

251

+74

Neugeborenentransporte

253

271

+18

Blut- und Organtransporte

5

6

+1

Leichentransporte

126

116

-10

Total Sekundärtransporte

3'712

3'573

-139

 

 

 

Total Primär- und Sekundärtransporte

16'849

17'682

+833

 

 

 

Durchschnittliche Anzahl Primär- 

 

 

 

und Sekundärtransporte pro Tag

46

48

+2

 

 

 

Andere Dienstleistungen

 

 

 

Sicherungsdienste

126

163

+37

Taucheinsätze

6

21

+15

Sanitätsdienstliche Hilfeleistungen

301

157

-144

Dienst- und Pikettfahrten

418

402

-16

Total andere Dienstleistungen

851

743

-108

 

 

Gefahrene Kilometer

554'360

575'849

+21'489

 

Dokumente

Dokumente
Titel Bearbeitet
Datei PDF documentEinsätze der Sanitätspolizei 2015 im Überblick (PDF, 85 KB) 11.02.2016

Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie

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