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13. März 2014 | Gemeinderat, Direktionen

Beteiligung an den Sicherheitskosten

Neue Vereinbarungen mit YB und SCB

Die Stadt Bern und die beiden Sportklubs BSC YB und SCB haben je eine neue Vereinbarung über die Beteiligung an den Sicherheitskosten abgeschlossen. Sofern der Stadtrat der Vorlage zustimmt, tritt die neue Regelung auf Beginn der Saison 2014/2015 in Kraft.

Ende Juni 2014 läuft die bestehende Vereinbarung mit dem BSC YB und dem SCB aus. Bisher hatten die Klubs pro Jahr pauschal je 60'000 Franken an die Sicherheitskosten der Stadt im Zusammenhang mit Heimspielen bezahlt. Dies wird sich nun ändern: In Verhandlungen haben sich die Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie und die beiden Sportklubs auf ein neues Abgeltungsmodell geeinigt. Es sieht vor, dass die Vereine einen pauschalen Beitrag von 1.50 Franken je Zuschauer an die Aufwendungen der Stadt bezahlen. Darüber hinaus wurde ein Kostendach vereinbart, das den Anstrengungen der Klubs bei der Umsetzung von eigenen Massnahmen zur Reduktion der Sicherheitskosten Rechnung trägt. Das Kostendach beträgt 60 Prozent der nach Abzug der Grundversorgung anfallenden Polizeikosten. Erfüllen die Klubs bestimmte vereinbarte Massnahmen, wird das Kostendach auf 50 Prozent gesenkt.

Flexible Lösung dank Kostendach
Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass mit dem neuen Abgeltungsmodell eine angemessene Kostenbeteiligung der Klubs vereinbart werden konnte. Ihm war es überdies ein Anliegen, dass das heutige Engagement von YB und SCB im Bereich der Fanarbeit und der Sicherheit belohnt wird. «Wir hätten auch einen fixen Betrag auf jedes Ticket schlagen können. Damit hätten wir aber den Zuschauererfolg der Vereine bestraft. Mit dem Kostendach konnten wir eine sinnvollere und flexiblere Lösung finden», sagt Reto Nause, Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie. Das neue Modell trägt auch dem Umstand Rechnung, dass die Sicherheitskosten in den letzten Jahren stark zurückgegangen sind. Betrug der Polizeiaufwand für Spiele von YB und SCB im Jahr 2009 noch 41'104 Stunden, waren es im letzten Jahr noch 15'826 Stunden.

Polizeiaufwand an Sportanlässen in der Stadt Bern (in Stunden): 

 

BSC YB

SCB

Total

2008

15'968

6644

22'12

2009

35'072

6032

41'104

2010

29'644

12'006 (Meistersaison)

41'650

2011

19'189

4'386

23'575

2012

16'766

9051 (Playoff Final)

25'817

2013

9611

6215 (Meistersaison)

15'826

 

Abgeltung ist an Polizeikosten gekoppelt
Weil das neue Abgeltungsmodell direkt an die effektiv geleisteten Polizeieinsatzstunden gekoppelt ist, sind die Beiträge, die die Klubs zu leisten haben, variabel. YB hätte in der Saison 2012/2013 gestützt auf die Zuschauerzahlen beispielsweise 490'648 Franken bezahlen müssen, in der Saison 2011/2012 wären es 454'327 Franken gewesen. Beim SCB hätte der Beitrag in der Saison 2011/2012 insgesamt 122'550 Franken betragen, in der Saison 2012/2013 wäre aufgrund der wenigen Einsatzstunden der Polizei gar keine Abgeltung erfolgt. «Dies ist die Konsequenz des Modells», sagt Reto Nause. «Uns geht es nicht darum, möglichst viel Geld einzunehmen, sondern einen Anreiz zur weiteren Reduktion der Polizeieinsatzstunden zu schaffen.»

Das letzte Wort hat das Stadtparlament
Da mit den neuen Vereinbarungen ein Gebührenerlass verbunden ist, muss das neue Kostenbeteiligungsmodell vom Stadtrat verabschiedet werden. Gleiches gilt für das entsprechend angepasste Gebührenreglement, welches die dafür notwendige Rechtsgrundlage schafft. Erfolgt die Genehmigung durch das Stadtparlament, werden die Vereinbarungen mit Beginn der Saison 2014/2015 in Kraft treten. Sie werden neu nicht nur für die Heimspiele der Klubs im Rahmen der nationalen Meisterschaft gelten, sondern auch für internationale Wettbewerbe und Freundschaftsspiele. Die bisher geltenden Zusatzvereinbarungen der Klubs werden aufgehoben.

Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentVortrag zu Vereinbarungen mit YB und SCB 13.03.2014 56.1 KB
Datei PDF documentVereinbarung YB 13.03.2014 42.5 KB
Datei PDF documentVereinbarung SCB 13.03.2014 36.6 KB
Datei PDF documentRede Gemeinderat Reto Nause 13.03.2014 26.4 KB

Informationsdienst Stadt Bern

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