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6. Januar 2015 | Gemeinderat, Direktionen

Erweiterung Volksschule Marzili

Neuer Schulraum für das Marziliquartier

Die Volksschule Marzili soll erweitert werden. Aufgrund steigender Schülerinnen- und Schülerzahlen wird für das Marziliquartier zusätzlicher Schulraum benötigt. Auf Basis der 2013 erarbeiteten Machbarkeitsstudie ist der Projektwettbewerb für Generalplanerteams im offenen Verfahren durchgeführt und 2014 erfolgreich abgeschlossen worden.

Die Schulanlage Marzili wurde zwischen 1946–1950 nach den Plänen von Walter Schwaar erbaut und in den Jahren 1962 und 1980 erweitert. Die ehemalige städtische Mädchenschule – später diente sie als Lehrerinnenseminar – gilt aufgrund ihrer architektonischen und landschaftlichen Qualität als wichtiger Zeitzeuge des Schulhausbaus im 20. Jahrhundert. Die Gebäude sind im kantonalen Inventar als «schützenswert» aufgeführt. Die Umgebung ist «schutzwürdig». Als Teil des Schulkreises Mattenhof-Weissenbühl nutzt die Volksschule Marzili heute den Kindergarten, die Übungsschule, eine Turnhalle sowie die provisorisch erstellte Tagesschule.

Die Volksschule Marzili wird zukünftig eine zweireihige Schule mit Tagesschule sein und insgesamt vierzehn Klassen der Basis- und Mittelstufe Platz bieten. Im Erweiterungsneubau sind ein Lehrer- und Lehrerinnenbereich sowie Gemeinschafts- und Nebenräume vorgesehen. Zudem gibt es nebst der Tagesschule und den acht Klassenräumen für die Mittelstufe weitere Räume für Fach- und Spezialunterricht. Alles in allem ist ein Schulhaus für rund 260 Schülerinnen und Schüler geplant.

Siegerprojekt mit überzeugender Setzung und Organisation
Von April bis September 2014 wurde ein offener Projektwettbewerb für diese Erweiterung durchgeführt. Gewonnen hat das Generalplanerteam unter Leitung der ARGE Hull Inoue Radlinsky GmbH Wolfgang Rossbauer aus Zürich. Es hat ein vielschichtiges und akkurates Projekt vorgelegt. Dieses zeugt von einer vertieften Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung, dessen Ausformulierung für das Preisgericht ausschlaggebend war.

Der dreigeschossige, schmetterlingsähnliche Baukörper fügt sich ideal in die Landschaft ein und bietet im Innern eine sinnvolle Aufteilung von Klassenräumen und Infrastruktur. Im Inneren überrascht das Projekt mit einer «Erfindung»: Die beiden Treppenhauskerne sind in den beiden oberen Geschossen derart vergrössert, dass jedes Klassen- und Gruppenzimmer direkt daran Anschluss findet. Der Raum zwischen den beiden Kernen kann folglich als «Lernlandschaft» genutzt werden und bietet so dem Schulbetrieb einen interessanten Mehrwert.

Das Projekt «Papilio» wird nun den Empfehlungen des Preisgerichts entsprechend weiterentwickelt. Sobald das Bauprojekt ausgearbeitet ist, wird dieses den politischen Gremien zum Kreditbeschluss vorgelegt. Der Beginn der Bauarbeiten ist für das Jahr 2016 vorgesehen, der Bezug für 2018. Die zu erwartenden Investitionskosten liegen zwischen 19 und 24 Millionen Franken.

Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge
Die Wettbewerbsbeiträge können vom 7. bis 17. Januar 2015 im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung an der Güterstrasse 8, 3008 Bern, besichtigt werden. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 12 Uhr.

Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentJurybericht Marzili 06.01.2015 4.6 MB

Präsidialdirektion

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