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8. Mai 2014 | Gemeinderat, Direktionen

Mahlzeitenherstellung

Pilotversuch: Catering für Tageschulen und Tagesstätten

In der Stadt Bern soll ein Pilotversuch mit einem externen Mahlzeiten-Catering in Tagesschulen und Tagesstätten gestartet werden. Dies hat der Gemeinderat beschlossen, um Einsparungen zu erzielen. Im Pilotversuch wird ein externer Profi-Küchenbetrieb Mahlzeiten herstellen, welche fertig zubereitet in die Tagesstätte resp. Tagesschule angeliefert und am Mittag wie selber hergestellte Mahlzeiten serviert werden. Der Dienstleistungsauftrag wird noch in diesem Jahr öffentlich ausgeschrieben

Ein Bericht der Direktion für Bildung, Soziales und Sport (BSS) kommt zum Schluss, dass die externe Mahlzeitenherstellung durch einen externen Produktionsbetrieb mit kalt angelieferten Mahlzeiten für Tagesschulen und Tagesstätten ohne Qualitätseinbusse wirtschaftlich realisierbar wäre. Dies hätte den Vorteil, dass zukünftig in diesen Einrichtungen keine Produktionsküchen mehr eingerichtet werden müssten. Die Umstellung von der eigenen Produktion der Mahlzeiten (cook & serve) zum Einkauf kalt angelieferter Mahlzeiten und dem Erwärmen in der Einrichtung (cook & chill) würde schrittweise vollzogen. Sie würde abgestimmt auf den Sanierungsbedarf und die personellen Gegebenheiten.

Der Gemeinderat hat beschlossen, in einem Pilotversuch Erfahrungen zu sammeln: In denjenigen Tagesstätten und Tagesschulen, welche bereits heute ihre Mahlzeiten in Wärmebehältern aus Küchenbetrieben beziehen, wird versuchsweise ein zentrales Catering mit kalt angelieferten Mahlzeiten eingeführt*. Dafür soll noch in diesem Jahr eine öffentliche Ausschreibung durchgeführt werden. In der Ausschreibung werden insbesondere auch die Kriterien bezüglich Qualität der Mahlzeiten sowie bezüglich Nachhaltigkeit (Verwendung von lokalen Produkten, Anbieten von sozialen Arbeitsplätzen, Umweltkriterien in Bezug auf Produktion und Transport, usw.) festgelegt. Die Erfahrungen aus dem Pilotversuch werden als Grundlage für einen Grundsatzentscheid dienen, ob in der Stadt Bern generell auf eine solche Mahlzeitenherstellung umgestellt werden soll. Der Pilotversuch soll nach Ablauf eines Jahres ausgewertet werden.

Vergleich mit anderen Städten
Ein Vergleich zeigt, dass verschiedene Städte bereits auf die Mahlzeitenherstellung durch professionelle Caterer mit Kaltanlieferung umgestellt haben. Auch private Institutionen für familienergänzende Kinderbetreuung wie beispielsweise der Trägerverein leolea sind daran, aus wirtschaftlichen Gründen Alternativen zur eigenen Produktionsküche zu prüfen. Zürich setzt bereits heute ganz auf die Kaltanlieferung. Basel ist daran umzustellen, sodass nur noch die älteren Produktionsküchen in Betrieb sind. Auch umliegende Gemeinden rund um die Stadt Bern beschäftigen sich mit den Fragen der Mahlzeitenherstellung.

Auswirkungen auf geplante Investitionsvorhaben
Die Umstellung hat Folgen auf die laufenden Sanierungs- und Neubauprojekte im Schulbereich. So sollen vorläufig keine neuen Produktionsküchen für Tagesschulen und Tagesstätten gebaut werden, bis die Resultate aus dem Pilotversuch vorliegen. Falls das Modell cook & chill flächendeckend in der Stadt eingeführt werden soll, wird dieses schrittweise umgesetzt. Für das Kochpersonal sollen sozialverträgliche Lösungen entwickelt werden. Die Umstellung wird deshalb Jahre dauern.

Mahlzeitenherstellung heute
Heute werden in der Regel die Mahlzeiten in den Tagesschulen und Tagesstätten in eigenen Produktionsküchen hergestellt. Die Kosten dieser Mahlzeitenherstellung werden nur zu einem kleinen Teil durch die Elternbeiträge gedeckt. Nur vereinzelt, wenn für den Einbau einer Produktionsküche kein Platz vorhanden war, wurde ein Catering organisiert. Da angesichts der städtischen Finanzperspektiven auch bei den städtischen Tagesschulen und Tagesstätten grössere Kosteneinsparungen notwendig sind und in den kommenden Jahren verschiedene grössere Sanierungsprojekte von Schulbauten anstehen, ist jetzt der richtige Moment, die Herstellung der Mahlzeiten grundsätzlich zu prüfen und die jeweiligen Vor- und Nachteile sowie Chancen und Risiken der Herstellungsmethoden einander gegenüber zu stellen.

 

*Tagesschulen und Tagesstätten, in welchen der Pilotversuch durchgeführt wird:

Tagesschulen:
TS Rossfeld
TS Muesmatt
TS Marzili
TS Sulgenbach
TS Bitzius (kleine Allmend)
TS Matte
TS Breitschträff
TS Munzinger

Tagesstätten:
Tagi Kleefeld
Kita Ausserholligen
Tagi und Kita Holenacker
Tagi Murifeld
Kita Weissenstein

Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentKonzept Produktion der Mahlzeiten 08.05.2014 347.2 KB

Informationsdienst Stadt Bern

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