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18. Oktober 2016 | Gemeinderat, Direktionen

Positive Bilanz zur Tour de France für Bern und das Wallis

Drei Monate ist es her, seit die Tour de France in den Kantonen Bern und Wallis zu Gast war. Über 100‘000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten am Montag, 18. Juli 2016 und am Mittwoch, 20. Juli 2016 im Etappenort Bern das Spektakel vom Strassenrand aus. Auch die Social Media-Zahlen sind erfreulich. Rund 4'500'000 Menschen erreichten die Tweets auf Twitter und Bilder auf Instagram mit dem offiziellen Hashtag #tdfbern. Der Grossanlass, der dank akribischer Vorbereitung reibungslos ablief, ermöglichte eine Wertschöpfung in Millionenhöhe. Die eindrücklichen, weltweit ausgestrahlten «Postkarten»-Bilder brachten einen grossen Imagegewinn für die involvierten Kantone und Destinationen.

Zum ersten Mal in der 103-jährigen Geschichte machte die Tour de France Halt in der Schweizer Bundeshauptstadt. 100'000 Zuschauer feuerten am Montagnachmittag, 18. Juli, die Rennfahrer an. Nicht nur vom Strassenrand aus wurde die Tour de France in Bern verfolgt, sondern auch in den sozialen Medien. Dank den zahlreichen Aktivitäten vor und während der Tour de France-Ankunft auf den digitalen Kanälen Facebook, Twitter, Instagram und auf der Webseite www.tdf-bern.ch konnte mit insgesamt 4'886'350 Personen eine eindrückliche Reichweite erzielt werden. Im Vergleich mit anderen Etappen der diesjährigen Tour ist Bern diesbezüglich weit oben. Einzig «Le Grand Départ» war ebenfalls ähnlich aktiv in den sozialen Medien unterwegs. Aber auch die Zahlen und die Reichweite der klassischen Medien lassen sich sehen. Die Ankunft in Bern wurde weltweit übertragen. Allein in Kolumbien sahen rund 500'000 Menschen live die Einfahrt der Fahrer in den Kanton Bern, in Australien waren es immerhin 100'000 und in den USA 240'000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Am Mittwoch, 20. Juli, zog der Tross weiter in den Kanton Wallis. Die Tour-Etappe komplett über Schweizer Strassen verfolgten 4 Millionen TV-Zuschauer in Frankreich, knapp 2 Millionen in Spanien und rund 1 Millionen in Deutschland, Niederlande und Italien, aber auch in Kolumbien.

«Die eindrücklichen Fernsehbilder wurden in der ganzen Welt gezeigt und Bern konnte sich von der besten Seite präsentieren. Ich bin überzeugt, die Tour de France wird sich positiv auf unsere Hauptstadt und die ganze Schweiz auswirken», so der Berner Stadtpräsident und Präsident des Organisationskomitee Alexander Tschäppät.

Regierungsrat Christoph Ammann, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern, freut sich, dass es gelungen ist, mit dem Anlass Stadt und Kanton Bern als Tourismusdestination und als attraktiven Standort zu positionieren. Drei Faktoren hätten hauptsächlich dazu beigetragen: Zum einen war es die kurzfristige Wertschöpfung aufgrund der ausgebuchten Hotels und der vielen Zuschauer. Der Anlass werde aber – das habe die Euro08 gezeigt – auch eine längerfristige Wertschöpfung zur Folge haben. Bei der Fussball-EM wird diese heute auf 68 Mio. Franken geschätzt. Dritter Punkt ist für Christoph Amman die Wirkung der TV-Bilder, die sich allerdings nicht in Zahlen fassen lasse. Weltweit erreicht die Tour de France eine TV-Reichweite von rund 4 Milliarden. Dies wird nur alle vier Jahre von den Olympischen Spielen noch übertroffen.

Bern: Grossartige Zusammenarbeit von Kantonspolizei, Armee und Zivilschutz über Kantonsgrenzen hinweg

Damit dieser Sportanlass reibungslos über die Bühne gehen konnte, mussten die Kantonspolizei, die Armee und der Zivilschutz eng miteinander zusammenarbeiten. 1‘174 freiwillige Helfer standen im Einsatz und trugen zum Gelingen des Grossanlasses bei. Die Zusammenarbeit zwischen dem Kanton, der Stadt Bern, dem städtischen Tiefbauamt, dem kantonalen Tiefbauamt und den Tourismus Organisationen funktionierte einwandfrei. «Das Bereitstellen der Stecke und das Gewährleisten der Sicherheit waren das Ergebnis einer akribischen Vorbereitung», betont Christoph Ammann. Er bedankte sich im Namen des OK bei den involvierten Personen von Polizei, Zivilschutz und Tiefbauamt sowie bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern. Und Alexander Tschäppät doppelt nach: «Die Zusammenarbeit war super und es zeigte sich, dass alle an einem Strang ziehen, wenn es darauf ankommt».

Auch die Zusammenarbeit mit den Gemeinden war sehr erfreulich. Insgesamt 40 Gemeinden im Berner Kantonsgebiet waren involviert und organisierten zum Teil eigene Velofeste rund um die Durchfahrt des Tour-Trosses. Besonders betroffen von der Tour de France war das Simmental. Die Strassen waren gesperrt und der Schienenverkehr konnte nur beschränkt fahren. Dies nutzte die Gemeinde Zweisimmen und schmückte das Dorf mit Fahnen, Blumen und Zeichnungen der Schulkinder. Das alljährliche Dorffest wurde auf den Mittwoch der Durchfahrt verlegt.

Rechnungen vor dem Abschluss

Das lokale Organisationskomitee der Tour de France Etappe in Bern hatte ein Budget von rund zwei Millionen Schweizer Franken. Davon wurde rund ein Drittel von der öffentlichen Hand von Kanton und Stadt Bern gedeckt, die anderen zwei Drittel durch Sponsoren und Veranstaltungseinnahmen generiert. Wichtiger Bestandteil war das gut besuchte Velofest vom Sonntag, 17. Juli. Dank dieser Veranstaltung für die Bevölkerung konnten auch Partner gewonnen werden, welche substantielle finanzielle Beiträge zum städtischen Tour-Budget beigetragen haben. Das lokale Organisationskomitee darf davon ausgehen, dass die Rechnung nicht negativ abschliesst. Positiv dazu beigetragen hat auch der tiefe Eurokurs: Die Gebühren an die Tour de France vielen rund 10 Prozent tiefer aus als budgetiert.
Für die Sicherheit und das Bereitstellen der Strecke ausserhalb der Stadt Bern hatte der Grosse Rat des Kantons Bern ein Budget von 1,74 Mio. Franken bewilligt. Die Verantwortlichen gehen zum jetzigen Zeitpunkt wegen dem hohem Sicherheitsaufwand nach dem Anschlag in Nizza von einer Budgetüberschreitung aus. Wie hoch der Mehraufwand effektiv ausfallen wird, steht noch nicht fest.

Kanton Wallis: Grösstmögliche Sicherheit und internationale Sichtbarkeit

Für den Walliser Staatsrat Jean-Michel Cina, Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft, Energie und Raumentwicklung, schrieb der Kanton Wallis am 20. Juli 2016 Geschichte, haben doch mehr als 100 000 Besucherinnen und Besucher die Strassen gesäumt und so dem Kanton eine weltweite Sichtbarkeit beschert.

Jean-Michel Cina weist auf die ausgezeichnete Arbeit und das grosse Engagement des Organisationskomitees «Finhaut-Emosson» hin – dem ausschliesslich Freiwillige angehörten –, sowie auf die sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Polizeikorps der Kantone Bern, Waadt und Wallis, was zum Erfolg dieses ausserordentlichen Sportereignisses beigetragen hat. Um die Sicherheit für Fahrer und Zuschauer zu gewährleisten, hat der Kanton Wallis mehr als 680 Personen verpflichtet – mehrheitlich Angehörige des Polizeikorps, des Strassendienstes, des Sanitätspersonals, des Zivilschutzes und der «Fédération motorisée valaisanne».

In Zahlen drückt sich die Sichtbarkeit der Marke «Wallis» folgendermassen aus: 400 anwesende Journalisten in Finhaut-Emosson, eine 40 Sekunden dauernde Übertragung des Freskos im Weizenfeld in Evionnaz, die auch in zahlreichen sozialen Medien geteilt worden ist, so z. B. im amerikanischen Sender NBC Sports, der auf 1,7 Millionen Fans zählen kann. Dieses Sportereignis hat ein sehr positives Bild des Wallis vermittelt, was die Entwicklung von neuen Einrichtungen für das Velowandern beflügelt. Jean-Michel Cina begrüsst im Übrigen das von Valais/Wallis Promotion geleitete Projekt «Wallis Velo Tour», mit dem der Kanton Wallis als DIE Velodestination in den Alpen positioniert werden soll.

Finhaut-Emosson startet nach der Tour de France 2016 durch

Finhaut, ein kleines Bergdorf mit 430 Einwohnern, hat sich seit diesem Sommer stark verändert. Noch heute wagen sich jeden Tag Velofahrer an den legendären Aufstieg nach Emosson mit seinen zwölf Steigungsprozenten. Für Finhaut-Emosson ist die Tour de France 2016 die Krönung einer fünfzehnjährigen Zusammenarbeit mit ASO (Amaury Sport Organisation), der Organisatorin der Tour de France. Obwohl die Ankunft der Tour de France in Finhaut-Emosson eine grosse logistische und sicherheitstechnische Herausforderung war, wird die Etappe vom 20. Juli 2016 mit dem Col de la Forclaz und dem Aufstieg zum Stausee von Emosson zweifellos in die Geschichte eingehen. Christian Prudhomme, Direktor der Tour de France, überlegt sich offenbar schon, nach Finhaut-Emosson zurückzukehren.

Das Organisationskomitee Finhaut-Emosson und die Gemeinde Finhaut geben sich nicht mit dem Erreichten zufrieden: Sie wollen weiter in die Region investieren und arbeiten heute bereits zusammen mit Valais/Wallis Promotion an neuen Velowanderprojekten für das Trient-Tal.

Solidarität mit Nizza

Die Tour erreichte Bern am letzten Tag der französischen Staatstrauer, die der französische Präsident nach dem schrecklichen Terroranschlag vom 14. Juli 2016 in Nizza für drei Tage dekretiert hatte. Als Zeichen der Solidarität mit Nizza hatte die Stadt Bern auf der Kirchenfeldbrücke ein Transparent mit der Aufschrift «Solidarité avec Nice» montiert, das medial weltweit Beachtung fand. Anlässlich eines Empfangs für Sponsoren und Gäste im Stade de Suisse organisierte das OK Stadt Bern eine Versteigerung von Artikeln zum Thema Velo und Tour de France. Der Erlös von 10‘000 Franken geht an eine Stiftung in Frankreich, die Kinder und Jugendliche bei der Verarbeitung der traumatisierten Erlebnisse unterstützt.

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