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30. April 2015 | Gemeinderat, Direktionen

Schulraumplanung

Schulraumstrategie liegt bis Ende Jahr vor

Unter der Federführung des Schulamts hat sich das direktionsübergreifende «Koordinationsgremium Schulraumplanung» neu formiert und die Zuständigkeiten klarer geregelt. Bis Ende Jahr soll dem Gemeinderat eine Schulraumstrategie vorgelegt werden. Die Schulanlagen sollen analysiert und ihr Potenzial im Hinblick auf die Aufnahme weiterer Klassen erhoben werden.

In einigen Schulkreisen führte der hohe Zuwachs an jungen Familien im vergangenen Jahr zu Schulraumknappheit. In der Stadt Bern besteht ein breiter Konsens darüber, dass neue pädagogische Unterrichts- und Betreuungsformen wie beispielsweise Basisstufen, Gruppenräume und Tagesschulen auszubauen sind. Gleichzeitig sind die Landreserven beschränkt. Diese Faktoren – kombiniert mit dem anhaltenden Bevölkerungswachstum – beeinflussen die Schulraumplanung entscheidend. Gestützt auf einen externen Analysebericht hat der Gemeinderat Massnahmen für eine verbesserte Schulraumplanung beschlossen. Ein Teil davon ist bereits umgesetzt (siehe Kasten).

Erarbeitung Schulraumstrategie
Unter der Federführung des Schulamts hat sich das direktionsübergreifende «Koordinationsgremium Schulraumplanung» neu formiert. Im Koordinationsgremium sind nebst dem Schulamt auch Hochbau Stadt Bern, Immobilien Stadt Bern, Statistik Stadt Bern sowie das Stadtplanungsamt vertreten. Nebst der operativen Sicherstellung des Schulraums erarbeitet die Arbeitsgruppe eine langfristige Schulraumstrategie. Diese soll bis Ende Jahr dem Gemeinderat zur Genehmigung unterbreitet und anschliessend dem Stadtrat zur Kenntnis gebracht werden. Als weitere Konsequenz der Analyse hat der Gemeinderat die personellen Ressourcen im Bereich Schulraumplanung aufgestockt und beim Schulamt eine zusätzliche Stelle geschaffen. Der neue Schulraumplaner wird seine Tätigkeit am 1. Juni 2015 aufnehmen.

Zuverlässigere Prognosen
Die Schülerinnen- und Schülerprognosen sind von Statistik Stadt Bern, dem Schulamt und der Wohnbauförderung gemeinsam optimiert worden. Neu wird die Wohnbautätigkeit in der Stadt Bern in die Prognosen miteinbezogen. Zudem werden die Zahlen und Tendenzen von den örtlichen Schulleitungen plausibilisiert. Aktuell wird in der Stadt Bern von einem Schülerinnen- und Schülerwachstum von 2,5 Prozent pro Jahr ausgegangen. Das bedeutet, dass in den kommenden Jahren weitere Schulanlagen ihre Kapazitätsgrenzen erreichen werden, so etwa im Schulkreis Länggasse-Felsenau und im Schulkreis Breitenrain-Lorraine.

Potenzial der Schulanlage
Die bestehenden Schulanlagen werden nach standardisierten Normen auf ihr Potenzial hin untersucht werden. Der Gemeinderat hat hierfür einen externen Auftrag erteilt: Bis Ende Jahr werden in einem Pilotprojekt alle Schulanlagen des Schulkreises Breitenrain-Lorraine erfasst und ausgewertet. Ziel ist es, für alle Schulanlagen der Stadt eine einheitliche Praxis zur Definition der Schulraumkapazitäten zu gewährleisten.

 

Stand der Dinge Schuljahr 2015/16
Bei einer Zunahme von rund 2,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler werden in der Stadt Bern auf das kommende Schuljahr 2015/16 dreizehn neue Klassen eröffnet werden. Zur Bewältigung dieses Wachstums werden drei Massnahmen umgesetzt, um den benötigten Schulraum sicherzustellen: Neubauten/Modulbauten, Zumieten oder das Wiedereröffnen von Raumreserven im jeweiligen Schulkreis.

So wird im Marzili ein Modulbau für eine Klasse als Ersatz für den provisorischen Kindergarten im Marzilibad erstellt. Im Sulgenbach wird ein Neubau für vier Klassen in Betrieb genommen. Die Liegenschaft an der Laubeggstrasse 21 (ehemals Haus der Religionen) wird auf das Schuljahr 2015/16 in Schulraum für zwei Klassen umgewandelt. Das ehemalige Restaurant Schosshalde wird ebenfalls ab diesem Sommer für zwei Kindergärten genutzt. Die restlichen vier Klassen werden in bestehenden Klassenräumen, die am fraglichen Schulstandort im Schuljahr 2014/15 Raumreserven darstellten, untergebracht.

Geplante Massnahmen für Folgejahre
In den kommenden Jahren wird es im SchuIkreis Kirchenfeld-Schosshalde, an den beiden Schulstandorten Altstadt/Schosshalde und Laubegg, weiteren Schulraum brauchen. Dieser zusätzliche Raumbedarf soll vorübergehend mit Modulbauten für sechs Klassen als Provisorium im Wysslochpark sichergestellt werden; diese müssen ab Schuljahr 2016/17 zur Verfügung stehen. Als definitive Lösung soll im alten Bauernhaus im Wyssloch neuer Schulraum entstehen; dieser soll 2022/23 fertig gestellt sein.

 

 

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Datei PDF documentBericht Schulraumplanung Stadt Bern 30.04.2015 881.9 KB

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