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8. Juni 2015 | Gemeinderat, Direktionen

Schulzahnmedizinischer Dienst

Seit 101 Jahren im Einsatz für gesunde Zähne

Der Schulzahnmedizinische Dienst (SZMD) der Stadt Bern feiert dieses Jahr sein 101-jähriges Bestehen. Neben der Prophylaxe im Rahmen der Schulzahnpflege liegt der Schwerpunkt des SZMD seit seiner Gründung im Jahr 1914 bei der zahnmedizinischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Im Verlauf der vergangenen 101 Jahre hat sich der SZMD zu einem eigentlichen Kompetenzzentrum für Kinder- und Jugendzahnmedizin gewandelt.

Um die Zeit des Ersten Weltkriegs diente der Zahnarztbesuch vor allem dem Ziehen von Zähnen als Schmerztherapie bei Kariesbefall. Zähneputzen war kaum verbreitet. Die Rationierung von Zucker während des Zweiten Weltkriegs führte dann zu einem markanten Kariesrückgang. Nach dem Krieg stieg der Kariesbefall erneut stark an. Einen wichtigen Wendepunkt in der Erhaltung gesunder Zähne stellte in den späten Fünfzigerjahren die Abgabe von Fluoridtabletten dar, die zu einem erfreulich deutlichen Rückgang des Kariesbefalls führte.

Zum heutigen modernen Dienstleistungsangebot der Schulzahnklinik gehören die Schuluntersuchung, die Gruppenprophylaxe in Kitas, Kindergärten und Schulen, Individualprophylaxe, Kariesdiagnostik, Diagnose von Zahnfehlstellungen und Wachstumsanomalien sowie konservierende und kieferorthopädische Behandlungen. Ganz wichtig ist für das ganze SZMD-Team die kindergerechte Behandlung und psychologisches Geschick im Umgang mit den kleinen Patientinnen und Patienten. Das Team verfügt diesbezüglich über grosses Knowhow und viel Erfahrung. Darüber hinaus wird an den beiden Klinikstandorten im Breitenrain und Bümpliz auch Erwachsenen ein niederschwelliges Angebot mit sozialverträglichen Tarifen geboten.

Wertvolle Frühberatung und Prophylaxe
Pro Jahr führen die Dentalhygienikerinnen in der Schulzahnklinik bei rund 900 Kindern ab drei Jahren eine Frühberatung durch. Die Beratung erfolgt in Einzelgesprächen und umfasst die tägliche Zahnpflege, altersgerechte Ernährung und Fluoridierung, individuelle zahnärztliche Untersuchungen sowie die Förderung einer gesunden Gebissentwicklung. Die Frühberatung ist ein wichtiges Element der Kariesprophylaxe und wird kostenlos angeboten.

Seit rund 20 Jahren sind die Schulzahnpflegeinstruktorinnen für die Gruppenprophylaxe und den Prophylaxeunterricht im Kindergarten und in der Primarschule präsent. Sie besuchen mehrmals im Jahr Kitas, Kindergärten und Schulen und zeigen den Kindern, wie man die Zähne richtig putzt und was gesunde Zähne und eine ausgewogene Ernährung miteinander zu tun haben. Zudem werden alle Kinder jährlich in einer Einzelbehandlung durch einen Zahnarzt oder eine Zahnärztin untersucht. Neben den Schulzahnkliniken beteiligen sich auch private Zahnärzte und Zahnärztinnen an der Schulzahnpflege: Die Eltern haben in Bern die Wahl, ob sie diese Untersuchung in einer Schulzahnklinik oder bei einem privaten Zahnarzt beziehungsweise einer privaten Zahnärztin durchführen lassen wollen. Sofern die private Zahnarztpraxis mit dem SZMD in einem Vertragsverhältnis steht, ist die Behandlung auch da kostenlos.

Vorzeigemodell beibehalten
Die Schulzahnklinik in Bern hat für die Zahngesundheit von Generationen von Kindern und Jugendlichen sehr viel erreicht. So hat sich die Zahngesundheit der Kinder seit den Sechzigerjahren massiv verbessert. Die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft spricht von einem Kariesrückgang bei Schulkindern in den vergangenen Jahrzehnten von um die 90 Prozent. Der Wert einer konsequenten Präventionspraxis von klein auf ist anerkannt: Zusammen mit den skandinavischen Ländern gilt die Zahnprophylaxe in der Schweiz als herausragend. Für Gesundheitsdirektorin Franziska Teuscher liegt das grösste Risiko bei der Zahngesundheit heute darin, «dass sie als selbstverständlich angesehen werden könnte.» Gesunde Zähne seien nie umsonst zu haben. Deshalb ist für Franziska Teuscher klar: «Unser Vorzeigemodell wollen wir beibehalten.»

Auftrag des Kantons
Gestützt auf das kantonale Recht (Art. 60 des Volksschulgesetzes vom 19. März 1992 [VSG; BSG 432.210]) haben die Gemeinden den schulzahnärztlichen Dienst an öffentlichen und privaten Schulen sicherzustellen. Die Wohnsitzgemeinden haben die Kosten der Prophylaxe zu tragen und minderbemittelte Eltern zu unterstützen.

Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentBroschüre 101 Jahre SZMD 12.06.2015 38.4 MB

Direktion für Bildung, Soziales und Sport

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