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8. Juli 2014 | Gemeinderat, Direktionen

Neue Massnahmen für eine ausgewogene Geschlechtervertretung

Stadt Bern: Mehr Frauen in Führungspositionen

Der Gemeinderat möchte den Frauenanteil im Führungs- und Fachkader der Stadtverwaltung von heute rund 30 Prozent sukzessive auf 35 Prozent steigern. Er hat hierzu die Erarbeitung von Massnahmen beschlossen, welche die Flexibilität der Stadt Bern als Arbeitgeberin weiter erhöhen und zur Steigerung der Attraktivität für Bewerberinnen beitragen sollen.

Die Stadt Bern weist heute im Führungs- und Fachkader einen Frauenanteil von gut 30 Prozent aus. Im September 2012 hat der Stadtrat eine Motion erheblich erklärt, die eine Quote von 35 Prozent des untervertretenen Geschlechts in Kaderpositionen der Stadtverwaltung verlangt. Der Gemeinderat teilt dieses Ziel und erste Massnahmen im Personalmanagement zeigen bereits Erfolg. So konnte der Frauenanteil im Kader seit dem 31. Dezember 2012 um rund 3 Prozent auf 30 Prozent erhöht werden. Um die geforderte 35-Prozent-Quote (Fach- und Führungskader) zu erreichen, müsste die Stadt heute zusätzlich 25 Kaderfrauen beschäftigen. 

Mehr Bewerbungen von Frauen nötig
Zwischen August 2013 und Januar 2014 wurden in der Stadtverwaltung 28 Kaderstellen ausgeschrieben. Von den total 678 Bewerbungsdossiers stammten nur knapp 20 Prozent von Frauen. Von diesen wurden 86 Prozent zu einem ersten Vorstellungsgespräch eingeladen. Letztlich konnten 28 Prozent der in diesem Zeitraum offenen Kaderstellen durch Frauen besetzt werden. Für eine weitere Steigerung des Frauenanteils müssen sich mehr geeignete Frauen auf offene Kaderstellen bewerben. Unabhängig vom Geschlecht gilt aber unverändert der Grundsatz, dass die beste Bewerbung zu berücksichtigen ist. 

Stadt Bern, die flexible Arbeitgeberin
Das heutige Personal- und Arbeitgebermarketing der Stadt verfügt über 20 konkrete Instrumente, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen sollen (bspw. unterschiedliche Arbeitszeitmodelle oder Freitage für Notsituationen in der Familie). Der Gemeinderat hat nun die Erarbeitung von acht zusätzlichen Massnahmen beschlossen, die zur Steigerung der Attraktivität der Stadtverwaltung besonders bei Bewerberinnen beitragen sollen. Vorgesehen ist unter anderem den städtischen Auftritt auf dem Arbeitsmarkt zu überarbeiten, Teilzeitangebote, flexible Arbeitszeitmodelle und Telearbeit zu fördern und zusätzliche Instrumente für den stadtinternen Aufbau weiblicher Nachwuchskräfte bereitzustellen. Eine Anpassung des Personalreglements ist nicht nötig, weil dieses bereits heute die ausgewogene Vertretung der Geschlechter in der Stadtverwaltung vorsieht.

35 Prozent bis 2022
Bis Ende 2017 möchte der Gemeinderat den Frauenanteil im städtischen Kader auf 33 Prozent steigern. Die vorgegebenen 35 Prozent sollen bis Ende 2022 erreicht werden. Als Massstab gilt dabei der Frauenanteil in der gesamten Stadtverwaltung und nicht jener in den einzelnen Dienststellen oder Direktionen. Die Zielwerte sollen nur durch Neuanstellungen aufgrund der Fluktuation oder neugeschaffener Stellen erreicht werden. In den durchgeführten Modellrechnungen wird berücksichtigt, dass die Fluktuation bei Kaderfrauen deutlich höher ist als bei Kadermännern (2013: 13,3 zu 8,7 Prozent).

Der Gemeinderat fordert die städtischen Anstalten ewb und Bernmobil auf, ebenfalls geeignete Massnahmen zu ergreifen. Die Erreichung der Etappenziele wird durch ein regelmässiges Reporting überprüft.

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Datei PDF documentGeschlechterquote_Beilage 08.07.2014

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