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7. Mai 2015 | Gemeinderat, Direktionen

Naturvermittlung vor Ort im bunten Bauwagen

Wildwechsel – ein Pilotprojekt zur Förderung der Stadtnatur

Am 11. Mai startet der Wildwechsel – ein Pilotprojekt zur Förderung der Natur in der Stadt. Mit dem bunten Bauwagen will Stadtgrün Bern interessierte Bernerinnen und Berner nicht nur für die Berner Flora und Fauna begeistern, sondern ihnen auch hilfreiches Wissen vermitteln. Das vielfältige Programm mit Kursen, Führungen und Beratungen richtet sich an Gross und Klein. Der erste Standort des Wildwechsels ist das Wyssloch. Dort wird das Team zudem gemeinsam mit den Aktiven vor Ort die Zwischennutzung des Geländes weiterentwickeln.

Der Biodiversität geht es in der Schweiz schlecht. Nach Hiobsbotschaften auf europäi-scher Ebene haben nun auch Schweizer Wissenschaftler gewarnt. Die bisherigen Massnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt reichen bei weitem nicht aus. Gerade in Städten gäbe es jedoch ein grosses Potenzial dafür: Neue Untersuchungen zeigen, dass sich, im Gegensatz zum Landwirtschaftsgebiet, im Siedlungsgebiet viele Arten halten konnten – darunter auch viele gefährdete und geschützte. Bei den Bürgerinnen und Bürgern in den Städten hat die Natur zudem einen hohen Stellenwert. Naturerlebnisse tragen massgeblich zum Wohlbefinden bei. So sorgen sich die Menschen, wenn es weniger Singvögel gibt oder Bäume gefällt werden. Durch viele Rückmeldungen bei Stadtgrün Bern kennt man dort die Anliegen der Bernerinnen und Berner. Die Begeisterung sei da, oft fehle jedoch das Hintergrundwissen darüber, wie man die Natur selbst unterstützen könne, hat Sabine Tschäppeler, Leiterin der Fachstelle Natur und Ökologie festgestellt.

Das neue Pilotprojekt „Wildwechsel" möchte den Interessierten daher Hand bieten: Vor Ort in den Quartieren wird es Führungen, Vorträge und Exkursionen, aber auch Arbeitseinsätze und Beratung rund um die Stadtnatur und die Möglichkeit zum Gärtnern geben. Auch das Grüne Klassenzimmer wird seinen Unterricht zeitweise beim Wildwechsel durchführen. Das Projekt wird zunächst für drei Jahre durchgeführt. Betrieben wird das mobile Naturvermittlungszentrum von Stadtgrün Bern, unterstützt durch das Naturhistorische Museum der Burgergemeinde, verschiedene städtische Stellen sowie viele Fachexperten. Der Wagen wird pro Jahr an zwei Standorten je sechs bis acht Wochen im Einsatz sein, so dass in den drei Jahren alle Stadtteile bedient werden.

Wildwechsel im Wyssloch
Am ersten Standort, im Wyssloch, hat der Wildwechsel ausserdem eine weitere wichtige Aufgabe. Gemeinsam mit den Aktiven vor Ort, die seit 2012 die Spielbrache erfolgreich betreiben, und interessierten Anwohnenden, wird Stadtgrün Bern die geplante Zwischennutzung beginnen. Einen öffentlichen Workshop zu diesem Thema gibt es am Umwelttag, am Samstag, den 6. Juni.

„Gute Erfahrungen gemacht"
Der Stadtteil 4 biete sehr gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zwischennutzung, betonte Gemeinderätin Ursula Wyss anlässlich des Starts des Wildwechsels. Im Quartier habe man schon sehr gute Erfahrungen mit dem Engagement der Bevölkerung bei Zwischennutzungsprojekten gemacht. Nicht nur bei der Spielbrache im Wyssloch, sondern auch beim temporären Garten beim Alten Tramdepot am Burgernziel. Dort sei seit 2013 in Zusammenarbeit mit Stadtgrün Bern ein tolles Gartenprojekt entstanden, an dem sich rund 30 Familien beteiligen.

„Die Vorstellung des definitiv gestalteten und mit einer klar bestimmten Nutzung definierten öffentlichen Raums entspricht immer weniger der gelebten Realität", so Gemeinderätin Ursula Wyss vor den Medien. „Was wir vielmehr sehen, sind Räume, welche sich wandeln und die von der Bevölkerung für ihre jeweiligen aktuellen Bedürfnisse in Beschlag genommen werden.", Der Gemeinderat unterstütze die Zwischennutzung von Flächen im Aussenraum generell, da Freiflächen in der Stadt wichtig für die Bevölkerung sind und auch für temporäre Nutzungen zur Verfügung stehen sollten. Zwischennutzungen sind deshalb ein wichtiges Legislaturziel.

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Datei PDF documentReferat Christoph Schärer.pdf 07.05.2015
Datei PDF documentReferat Sabine Tschäppeler.pdf 07.05.2015
Datei PDF documentReferat Ursula Wyss.pdf 07.05.2015

Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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