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7. März 2016 | Gemeinderat, Direktionen

Zum ersten Mal macht die Tour de France Halt in der Hauptstadt

Ganze drei Tage wird die Tour de France 2016 in der Schweiz gastieren. Und das erste Mal in der 103-jährigen Geschichte der grössten Radtour der Welt, wird die «Grande Boucle» in der Hauptstadt der Schweiz Halt machen. Nach einem Ruhetag in Bern folgt die spektakuläre und zu 100% auf Schweizer Boden stattfindende Alpen-Etappe mit Ankunft auf fast 2'000 Metern in Finhaut-Emosson. Die Tour de France gilt als drittgrösster Sportanlass der Welt, hinter den Olympischen Sommerspielen und der Fussball-WM.

Die Tour de France macht 2016 einen dreitägigen Abstecher in die Schweiz. Am Montag, 18. Juli, erreicht die Tour gegen Abend den Etappenort Bern. Gestartet wird diese Tour-Etappe im französischen Jura mit einer Streckenführung durch das Val de Travers nach Neuenburg, weiter über Ins mit Sprintwertung, Kerzers, Köniz nach Bern zur Ziellinie vor dem Stade de Suisse.

Am Dienstag, 19. Juli, ist Ruhetag in Bern, bevor am Mittwoch, 20. Juli, zur ersten richtigen Alpen-Etappe an der Tour de France 2016 mit der Zielankunft in Finhaut-Emosson im Wallis gestartet wird.

«Die Tour de France ist für die Stadt und den Kanton Bern von eminenter Bedeutung», sagt OK- und Stadtpräsident Alexander Tschäppät. «Einerseits weil wir uns wieder einmal als Sport- und Velostadt positionieren können, andererseits weil die weltweite Ausstrahlung für die Stadt und den Kanton Bern von grösster touristischer Werbewirkung ist.»

Auch Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher freut sich auf die Tour de France im Kanton Bern: «Dieser Anlass bietet uns eine einmalige Plattform, um den Kanton Bern als attraktive Tourismusdestination, als Wirtschaftsstandort und als einzigartigen Lebensraum zu präsentieren. Die TV-Bilder von der Fahrt durch unsere vielfältige Landschaft sprechen Touristen aus den für die Schweiz wichtigen Märkten wie Grossbritannien, Deutschland und die Benelux-Länder besonders an.»

Für den Staatsrat des Kantons Wallis Jean-Michel Cina, verantwortlich für Volkswirtschaft, Energie und Raumentwicklung, «bietet die Durchfahrt der Tour de France im Wallis ca. 3,5 Milliarden Fernsehzuschauern auf der ganzen Welt ein grossartiges Schauspiel. Die Fahrer werden in den Alpen einen eindrücklichen Aufstieg von der Rhone bis zur Staumauer von Emosson im Angesicht des Mont-Blancs bewältigen. Gemäss den Statistiken der Tour de France sollte eine solche Etappe direkte wirtschaftliche Auswirkungen von geschätzten 2,5 Millionen Franken in der Region zur Folge haben. Die Tour de France bietet die Gelegenheit, das Wallis als Velodestination zu positionieren und die Entwicklung neuer touristischer Angebote und Produkte voranzutreiben.»

Die erste Alpen-Etappe 100% auf Schweizer Boden

Bevor es in der dritten Tour-Woche nochmals in die Berge geht, haben die Radprofis eine flache Etappe durch den Jura zu meistern. 206 km lang ist die 16. Etappe. Davon werden 102 km in der Schweiz gefahren. Ab Mühleberg und Frauenkappelen, bereits mit Blick auf das Bundeshaus, müssen sich die Sprinter sputen. Denn kurz vor dem Etappenende wartet der steile Aufstieg von der Berner Matte an der Aare zum Stade de Suisse.

Das Stade de Suisse und das Bernexpo-Gelände sind an allen drei Tagen fest in der Hand der Tour de France. Hier befindet sich der gesamte Tour-Tross, der VIP-Bereich, das Fan-Village, das Medienzentrum sowie die diversen TV-Studios der übertragenden Fernsehsender.

Nach einem wohlverdienten Ruhetag für die voraussichtlich 198 Radprofis am Mittwoch, 18. Juli 2016 in Bern, wartet am 20. Juli nochmals eine ganz grosse Herausforderung auf die Fahrer. Bereits am Morgen können Radfans das Tour-Feeling im Startgelände beim Stade de Suisse spüren und die Rennfahrer bei ihren Vorbereitungen beobachten. Gestartet wird dann um 12:00 Uhr mit einer neutralisierten Fahrt durch das UNESCO-Weltkulturerbe der Berner Altstadt vorbei am Zytglogge-Turm und dem Bundeshaus. Erst kurz vor Kehrsatz wird das Rennen frei gegeben für die 184 km lange Etappe via Gürbental und Simmental über den Col de Mosses ins Wallis. Hier wartet der 1’100 m lange steile Aufstieg von Martigny auf den Col de la Forclaz. Zum Finale geht es dann von Finhaut hoch zur Staumauer von Emosson auf fast 2‘000 Meter. Die 17. Etappe der Tour de France findet also komplett auf Schweizer Boden statt.

Attraktionen rund um die Tour de France

Stadt und Kanton Bern möchten den drittgrössten Sportanlass der Welt auch dazu nutzen, sich als einzigartige Veloregion zu präsentieren. Am Sonntag, 17. Juli 2016, findet ein Velofest statt, mit einem vielseitigen Rahmenprogramm für die ganze Bevölkerung. Zentrum der Aktivitäten wird der Bundesplatz sein. Zudem kann auf einer vom motorisierten Verkehr befreiten Rundstrecke durch die Altstadt von Bern den ganzen Tag Velo-Atmosphäre geschnuppert werden. Das detaillierte Rahmenprogramm des Velofests wird zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert. Auch im Wallis sind mehrere Attraktionen geplant, wie beispielsweise die «Fête du Tour» am 4. Juni 2016 zwischen le Châtelard und Emosson oder die Aktion «Cadets Juniors» anlässlich der Etappe vom 20. Juli 2016 auf den ersten und letzten 30 km der Wegstrecke Bern-Finhaut-Emosson.

Grosse Herausforderung - Informationen für Quartiere und Anwohner

Ein Grossanlass wie die Tour de France bedeutet für die Organisatoren eine grosse Herausforderung. Die Strassen müssen renntauglich vorbereitet werden. Dazu gehört zum Beispiel die Abdeckung von Tramschienen bei Strassenkreuzungen in Bern oder die Rekrutierung der jeweils rund 1800 Einsatzkräfte zur Streckensicherung. Ein Grossteil der notwendigen Personalressourcen wird dabei von den jeweiligen Kantonspolizei-Korps gestellt. Unterstützung erhalten sie von der kantonalen Zivilschutzorganisation, der Armee sowie freiwilligen Helferinnen und Helfern. Der Berner Polizeidirektor, Regierungspräsident Hans-Jürg Käser, dankt den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Tiefbauamt, aber auch den Freiwilligen für ihren Einsatz. Für ihn sind sie die Garanten für das reibungslose und sichere Durchführen des Sportgrossanlasses.

Leider kommt die Tour de France nicht ohne Strassensperrungen und Einschränkungen für die Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Strecke aus. Insbesondere in der Region Bern, im Simmental sowie in Martigny und auf dem Col de la Forclaz ist mit einschneidenden Strassensperrungen zu rechnen. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Sperrungen der betroffenen Strassen mehrere Stunden dauern werden. Die Organisatoren versuchen, die Einschränkungen jedoch so gering wie möglich zu halten. Ab Mitte Mai werden die Sperrzeiten und Zu-/Wegfahrmöglichkeiten kommuniziert und auf den Webseiten www.tdf-bern.ch  und www.letourafinhaut-emosson.ch publiziert.

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Informationsdienst Stadt Bern

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