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Burgfeldquartier + Schule = Quartierschule Burgfeld

18. Dezember 2017

Mit der Umwandlung des Kirchgemeindehauses Burgfeld in ein Schulhaus entsteht mehr als ein neues Schulhaus: Es entsteht die Quartierschule Burgfeld. Es ist ein Ort, wo Senioren und Kindergartenkinder miteinander turnen und in der Tagesschule auch mal ein «Quartierzmorge» stattfinden kann.

Bild Legende:

Im Nordosten der Stadt Bern, gleich neben der Kleinen Allmend liegt das Quartier Burgfeld. Unter den Alteingesessenen wird es auch das Fliegerquartier genannt, weil viele Strassen nach bekannten Fliegerpersönlichkeiten wie etwa dem Ballonfahrer Eduard Spelterini benannt sind. Mitten im Quartier steht das Gemeindehaus der Kirchgemeinde Nydegg. Das 50 Jahre alte Gebäude konnte die Stadt Bern 2016 von der Kirchgemeinde im Baurecht übernehmen. Nun wird es zu einem Schulhaus umgebaut. Gleichzeitig wird der bestehende Kindergarten saniert.

Gewichtige Vorteile für Burgfeldkinder

Die Burgfeldkinder wechseln heute ab der 3. Primarklasse ins Schulhaus Bitzius. In ein Schulhaus also, dass stark von den steigenden Kinderzahlen betroffen ist. Mit der Umwandlung des Gemeindehaus Burgfeld in ein Schulhaus wird das Bitziusschulhaus um zwei Schulklassen entlastet. Für die Burgfeldkinder bringt die neue Quartierschule zwei Vorteile: sie können voraussichtlich ab dem Schuljahr 2019/20 in ihrem eigenen Wohnquartier vom Kindergarten bis zur 6. Klasse zur Schule gehen. Und für die Schülerinnen und Schüler entfällt damit ein langer und nicht ganz ungefährlicher Schulweg. Damit die Schulkinder einen genügend grossen Pausenplatz haben, wird der Industrieweg zwischen dem Gemeindehaus und dem Kindergarten teilweise gesperrt werden.

Gelungene und pionierhafte Zusammenarbeit

Der vielseitig engagierte Verein burgfeld treff (http://www.burgfeldtreff.ch) nutzt heute das Gemeindehaus als Quartierzentrum. Neben einer Spielgruppe, einer Freizeitwerkstätte, einem Seniorentreff, Kursräumen und Sportangeboten finden viele weitere Aktivitäten wie Feste oder auch einmal ein «Quartierzmorge» in den Räumlichkeiten statt. Der Vorstand ist deshalb schon bald nach Bekanntwerden des Bauvorhabens an das Schulamt gelangt und hat seine Bedürfnisse angemeldet. Daraus ist eine pionierhafte und gelungene Zusammenarbeit entstanden. Nachdem die Vereinigung Berner Gemeinwesenarbeit VBG ein breit abgestütztes Mitwirkungsverfahren mit den Bewohnerinnen und Bewohnern durchgeführt hat, war schnell klar, dass eine enge Verbindung zwischen dem künftigen Schulbetrieb und den Quartieraktivitäten entwickelt werden soll. Auch von Seiten Schule war das Interesse an einer Zusammenarbeit rasch signalisiert worden. Unterdessen ist das Umbauprojekt weit fortgeschritten. Im Projektteam von Hochbau Stadt Bern (HSB) haben von Anfang an auch Personen aus dem Verein burgfeld treff mitgearbeitet.

Betriebskonzept in Erarbeitung

Im zur Quartierschule umgebauten Gemeindehaus sollen in rund 1,5 Jahren Räume zur Verfügung stehen, die von der Schule und dem Quartier gemeinsam genutzt werden können. Anders als üblich geschieht dies nicht nur im Rahmen von Drittvermietungen. Es soll ein enges Miteinander zwischen Schule, Tagesschule und Quartier entstehen. Unter Leitung des Jugendamtes arbeitet eine Gruppe mit Vertretungen aller Interessengruppen und Involvierten derzeit an einem Betriebskonzept.

Mit der Abstimmung vom 26. November 2017 hat die Stimmbevölkerung den Baukredit für die Erweiterung und Sanierung der Volksschule Burgfeld im Umfang von 10 Millionen Franken mit einem Ja-Stimmenanteil von 86,9 Prozent gutgeheissen. Jetzt steht der Umsetzung nichts mehr im Weg.


Text: Jörg Moor

stv . Leiter Schulamt der Stadt Bern

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