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Durch etwas Kleines Grosses bewirken

18. Dezember 2017

PAPIERLOSER ELTERNKONTAKT - Elterninformationen per E-Mail schicken statt Informationsblätter ausdrucken und den Kindern mit nach Hause geben: Eine simple Idee mit grosser Umweltwirkung. Die Schule Brünnen macht es vor und lädt zum Mitmachen ein.

Der Umwelt zuliebe: Für die Kommunikation mit den Eltern setzt die Schule Brünnen vermehrt auf elektronische statt auf Papierpost. (Bild: pixabay)
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Am Anfang stand die Einladung des städtischen Amts für Umweltschutz am «Umweltpreis der Stadt Bern 2017» mitzumachen. Als junge Lehrerinnen an der Volksschule Brünnen hat uns dieser Aufruf inspiriert. Wir haben überlegt, wie wir als Schule ein nachhaltiges Umweltprojekt starten könnten? Wichtig war uns dabei, nicht ein einmaliges Projekt mit Schülerinnen und Schülern durchzuführen, sondern bei uns Lehrpersonen anzusetzen. Im Weiteren sollte es sich um ein Projekt handeln, welches auf Nachhaltigkeit beruht. Wir wollten durch etwas Kleines etwas Grosses bewirken. Etwas, das zudem auf weitere Schulen ausgebaut werden kann. 

Durch die heutigen Technologien hat sich die Kommunikation in unserer Gesellschaft verändert, was natürlich auch nicht vor den Schulen Halt macht. So gehört beispielsweise der E-Mail-Verkehr zwischen Lehrpersonen zum selbstverständlichen Alltag. Trotzdem findet die Kommunikation mit den Eltern immer noch «über Papier» statt. Wir schreiben Elterninformationen, drucken Briefe, Flyer, Informationen aus und geben diese den Kindern mit nach Hause oder schicken sie gar per Post. Dies wollten wir ändern. 

Papierloser Elternkontakt auf Wunsch

Wir haben die Schulleitung über unsere Idee in Kenntnis gesetzt und konnten im Sommer 2017 mit dem Projekt Papierloser Elternkontakt starten. An den Elternabenden haben wir die Mütter und Väter über die Möglichkeit des papierlosen Elternkontakt informiert und stiessen auf reges Interesse. Es war uns wichtig, dass es ein freiwilliges Angebot ist und die Eltern wählen konnten, ob sie die Klasseninformationen neu per E-Mail oder weiterhin in ausgedruckter Form erhalten wollten. Fast die Hälfte, 45 Prozent, der Eltern haben sich für die elektronische Post entschieden.

Fürs Kollegium im Schulhaus Brünnen haben wir eine Anleitung erarbeitet, wie ein E-Mail-Verteiler erstellt und eine Lesebestätigung eingerichtet werden kann. Das gibt den Lehrpersonen die Sicherheit, dass die Eltern die Informationen auch wirklich erhalten haben.

Umwelt und Budget gleichzeitig schonen

Mit dem papierlosen Elternkontakt spart die Schule nicht nur Unmengen von Papier und Toner ein, es ergeben sich darüber hinaus verschiedene weitere Kosteneinsparungen. Nebst dem hohen Verschleiss an Papier in den Schulen fallen auch Kosten beim Kopieren oder Drucken sowie beim Verarbeiten und Ausliefern der Elternbriefe an. Über den nachhaltigen Schutz der Umwelt hinaus werden also auch Kosteneinsparung für die Stadt Bern erzielt.

Unsere Vision lautet daher: «Die ganze Stadt Bern beteiligt sich am papierlosen Elternkontakt und bewirkt mit etwas Kleinem etwas Grosses.» Wir freuen uns über viele Schulen, die unsere Idee aufgreifen und übernehmen. Beim Gelingen helfen wir gerne mit.

 

Text: Noëmie Breu und Gina Staub
Lehrerinnen an der Volksschule Brünnen

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