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«Jedem Kind ein Instrument» erreicht «spielend» seine Ziele

6. April 2018

STIFTUNG JEKI BERN - Die Stiftung Jeki Bern hat zum Ziel «Kindern den Zugang zum Instrumentalunterricht» zu ermöglichen, «unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und ihrem ökonomischen Status». Nun hat das Institut für Musikwissenschaften der Universität Bern das Jeki-Programm nach Abschluss der Pilotphase 2012-2017 evaluiert: «Die Auswirkungen der Singklassen auf die Kinder sind frappant!»

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Der Begriff Jeki bedeutet: «Jedem Kind ein Instrument». Das ist Programm und Ziel zugleich. Es geht darum, dass alle Kinder über den Schulunterricht hinaus musizieren und singen lernen können, unabhängig davon, ob sich ihre Eltern den Musikunterricht leisten können oder nicht.

Das Programm Jeki Bern wurde 2011 ins Leben gerufen und ist nach Abschluss der Pilotphase (2012 bis 2017) durchleuchtet worden. Das Institut für Musikwissenschaften der Universität Bern hat überprüft, ob und wie Jeki-Kinder aus sozial und finanziell benachteiligten Familien erreicht werden können, wie es in einer Medienmitteilung der Musikschule Konservatorium Bern heisst. Die Ergebnisse sind höchst erfreulich. Die Untersuchung hat den erwarteten positiven Effekt des Jeki-Programms Bern, welches flächendeckend in den Quartierschulen in Bern-West angeboten wird, bestätigt.

Quantitative und qualitative Erfolge

Der quantitative Erfolg zeigt sich in den Wachstumszahlen. Sie stiegen in der Pilotphase markant an: Die Anzahl Singklassen stieg von vier auf 24 und jene der Instrumentalschülerinnen und -schüler von zehn auf 67 an. Qualitativ wurde bei allen Beteiligten eine hohe Zufriedenheit festgestellt. Und dies nicht nur bei den Primarlehrerinnen, -lehrern und den Jeki-Lehrkräften, sondern auch bei den Jeki-Kindern, den Erst-und Zweitklässlern.

Nebst weiteren Fragestellungen ging es primär darum, ob die Kinder in den wöchentlichen Singklassen und im Musikunterricht, wie erwünscht, «in ihrer emotionalen und intellektuellen Entwicklung sowie der sozialen Integration gestärkt werden»? Dazu heisst es in der Medienmitteilung weiter: «Die Auswirkungen der Singklassen auf die Kinder sind frappant!» So sind im musikalischen Bereich eine deutliche Verbesserung der stimmlichen Fähigkeiten, die Entwicklung der Musikalität allgemein und eine Steigerung des Rhythmusempfindens messbar. Mehr noch: Darüber hinaus könne im Schulunterricht aufmerksames Zuhören, gesteigerte Konzentrationsfähigkeit und ein verbessertes Sozialverhalten beobachtet werden. In der Summe wirke sich dies wiederum positiv auf den Klassenzusammenhalt aus.

Jeki Bern -«Jedem Kind ein Instrument»

Das Programm der Musikschule Konservatorium Bern ermöglicht nunmehr im 7. Jahr Kindern den Einstieg ins aktive Musizieren. Das Programm ist in zwei Teile gegliedert. In den Singklassen kommt einmal in der Woche eine Lehrperson der Musikschule Konservatorium Bern in die Primarschule, um im Teamteaching mit der Klassenlehrperson mit den Kindern zu singen. Der anschliessende Instrumentalunterricht ist freiwillig und wird für ein Schulgeld von 100 Franken pro Semester erteilt.

Die Stiftung Jeki Bern wurde 2011 gegründet und unterstützt die Musikschule durch finanzielle Zuwendungen. Jährlich werden mehr als 200‘000 Franken akquiriert. Seit 2016 wird Jeki Bern auch durch die Stadt Bern finanziell unterstützt.

Mehr erfahren Sie unter: http://www.konsibern.ch/jeki-bern/home/

 

Text: Katharina Rederer

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