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«Hier zu arbeiten, ist sehr schön»

6. Dezember 2016

Porträt Fachfrau Reinigung im Schulhaus

Bild Legende:

Ohne sie kommt jeder Schulbetrieb zum Erliegen: die zahlreichen Fachkräfte Reinigung, welche die Schulhäuser der Stadt Bern in Schuss halten. Eine von ihnen ist Elisangela Rizzo. Sie arbeitet im Schulhaus Spitalacker.

Ich arbeite seit neun Jahren hier im Spitalacker und bin jeweils am Mittwoch sowie am Freitag im Einsatz, und zwar von 11.30 bis 16.30 Uhr. Als erstes organisiere ich immer meinen Putzwagen. Da muss alles drauf sein, was ich für meine Arbeit brauche: Putzeimer mit Wasser, Putzlappen, Abfallsack, verschiedene Reinigungsmittel, Plastiksäcke für die Papierkörbe, Handpapier für die Toiletten, Besen und Schaufel, Staubwedel und Staubsauger. Fehlt etwas, ergänze ich es sofort. Ganz wichtig ist, dass ich die Reinigungsmittel und ihre Eigenschaften gut kenne. Nur so kann ich die verschiedenen Materialien optimal behandeln.

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Ich putze stets die gleichen Zimmer und Toiletten im Parterre des Schulhauses. Die Arbeit sieht also jeden Tag ungefähr gleich aus. Am Mittwochnachmittag ist schulfrei – da bin ich sicher, dass die Zimmer frei sind. Am Freitagnachmittag wird in zwei Schulzimmern noch unterrichtet. Das muss ich berücksichtigen und eben dann reinigen, wenn die Räume noch frei sind. Ich reinige mit Staubsauger und Flachmop, putze die Lavabos, mache den Boden, entferne haftende und lose Verschmutzung und beseitige den Abfall.

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Wir sind ein Reinigungsteam von fünf Personen und alle in unseren Bereichen an der Arbeit. Ich zum Beispiel eben im Erdgeschoss. Dort bin ich jeweils alleine im Einsatz. Wir haben Kontakt untereinander, sprechen uns ab und machen gemeinsam Pause. Auch mein Vorgesetzter schaut immer kurz vorbei. Dann können wir uns wenn nötig besprechen oder ein paar Worte wechseln. Gleich zu Beginn meiner Anstellung durchlief ich eine intensive Schulung und wurde mit den Reinigungssystemen und Abläufen vertraut gemacht.

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Vereinzelt habe ich auch Kontakt zu Lehrpersonen. Vor allem zu denjenigen auf meinem Stock. Mit den Kindern komme ich ebenfalls ab und zu ins Gespräch, zum Beispiel wenn eines die Schulsachen vergessen hat und ich das Zimmer aufschliessen muss. Dann fragen sie mich, ob sie rasch ins Zimmer können, obwohl ich am Putzen bin. Diese Kontakte sind die schönsten Augenblicke meiner Arbeit. Befriedigend ist natürlich auch, wenn nach dem Putzen alles wieder schön sauber ist. Ich komme ursprünglich aus Brasilia in Brasilien und bin seit 13 Jahren in der Schweiz. Ich bin Mutter eines siebenjährigen Sohnes und wohne im Quartier. Das ist praktisch, weil ich einen kurzen Arbeitsweg habe. Hier zu arbeiten, ist sehr schön.

 

(aufgezeichnet von Peter Brand)

 

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