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Erste Schritte auf dem Weg in die Zukunft

6. Dezember 2016

RIK+

Bild Legende:

In den Räumlichkeiten der ehemaligen Migros-Klubschule an der Marktgasse werden neu junge Migrantinnen und Migranten unterrichtet. Dies im Rahmen des «Regionalen Intensivkurses Deutsch», kurz (RIK+). Dieses neue Schulungsangebot richtet sich an fremdsprachige Jugendliche von 13 bis 18 Jahren.

…zum Beispiel Robel
«Habari ya Asubuhi», das heisst «Guten Morgen» auf Swahili.
Ich heisse Robel*.
Ich bin 15 Jahre alt.
Ich komme aus Kenia.
Ich wohne in Bern.
Ich spreche Swahili, Englisch und Deutsch.
Ich spiele gern Fussball und Videospiele.
Ich bin elf Monate in der Schweiz.
Ich bin zehn Wochen im Deutschkurs.
Ich möchte gern Elektromechaniker werden.

Angebot schliesst eine Lücke
Neu zugezogene Jugendliche wie Robel*, die über keine oder wenig Deutschkenntnisse verfügen, haben es schwer, in der Berufswelt Fuss zu fassen. Ohne geeignete Bildungsangebote und ohne gezielte schulische Förderung drohen diese Jugendlichen beruflich zwischen Stuhl und Bank zu fallen. Die Volksschule kann in der Endphase der Schulzeit nicht die erforderliche Unterstützung und Förderung bieten. Andere Anschlusslösungen wie die kantonalen Brückenangebote setzen bereits minimale Kenntnisse der deutschen Sprache voraus. Aufgrund dieser Situation hat die Erziehungsdirektion des Kantons Bern auf das Schuljahr 2016/2017 mit dem «Regionalen Intensivkurs Deutsch (RIK+)» ein neues Schulungsangebot für jugendliche Fremdsprachige im Alter von 13 bis 18 Jahren geschaffen. Das Schulamt der Stadt Bern machte sich in der Folge auf die Suche nach geeigneten Lehrperson und Schulungsräumen. In der ehemaligen Migros-Klubschule an der Marktgasse in Bern wurde es fündig und konnte in diesen Räumlichkeiten mit dem Projekt RIK+ starten.

Fortschritte stellen sich ein
Klassenlehrer Urs Hadorn blickt auf eine intensive Einführungsphase zurück: «Nach den ersten Tagen, an denen wir viel improvisieren und überbrücken mussten, ist mittlerweile ein Stück weit Alltag in den Schulbetrieb eingekehrt», sagt er. «Die Schülerinnen und Schüler aus acht verschiedenen Ländern sind sich vertrauter geworden und können sich besser untereinander verständigen. Auch der Tages- und Wochenablauf sowie die Lernstrukturen sind bekannt und werden mehrheitlich umgesetzt.» Der Unterrichtsschwerpunkt ist Deutsch als Fremdsprache, wobei der Stundenplan auch Mathematik, Gestalten, NMM und Sport beinhaltet. Die Schülerinnen und Schüler sind motiviert und engagiert bei der Sache. Es ist erfreulich zu sehen, wie sie Fortschritte machen. Zweimal in der Woche findet der gemeinsame Mittagstisch statt. Er ist ein wichtiges soziales Element. Bei der Vorbereitung und bei den gemeinsamen Mahlzeiten gibt es immer viel zu erzählen und zu lachen.

«Unser Ziel ist es, die Schüler und Schülerinnen so zu unterstützen und zu fördern, dass sie fit für eine geeignete Anschlusslösung sind», umreisst Hadorn den Grundgedanken des Angebots. «Wir sind auf dem Weg und machen täglich einen Schritt diesem Ziel entgegen. Aber es gibt noch viel zu tun, sowohl für die Schülerinnen und Schüler wie auch für das Schulteam.»

Zum Beispiel Sevda
«Sadah chir!» Das heisst «Guten Morgen» in meiner Sprache (Arabisch).
Ich heisse Sevda*.
Ich bin 16 Jahre alt.
Ich komme aus Syrien.
Ich wohne in Hinterkappelen.
Ich spreche Kurdisch und Arabisch und ein wenig Deutsch.
Ich bin 10 Wochen im RIK+.
Ich spiele gerne Fussball.
In der Schule lerne ich Deutsch.
In der Schule gefällt es mir sehr gut.
In der Woche essen wir zweimal zusammen.

* Die Namen wurden geändert.

 

Martin Häberlin, Schulleiter, Schulamt und Urs Hadorn, Klassenlehrer RIK+

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