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Dringliches Postulat Michael Köpfli (GLP)/Claude Grosjean (parteilos): Ein Evolutionstag für die Schülerinnen und Schüler der Stadtberner Volksschulen (eingereicht 28.5.09)

Im Jahr 2009 feiern wir anlässlich des 200. Geburtstags von Charles Darwin, bzw. des 150. Geburtstags der Evolutionstheorie das „Darwin Jahr“.

Die Fachwelt ist sich einig, dass die Evolutionstheorie die einzige Erklärung für die Vielfalt des Lebens auf der Erde liefert. Schulen sollen ein breites Wissen über die rationale, wissenschaftliche Themen vermitteln, daher ist es unerlässlich, dass die Schülerinnen und Schüler auch umfassend über die Evolutionstheorie gebildet werden, da diese eine der fundamentalen Theorien der Naturwissenschaften darstellt. Dies gerade in einer Zeit, in der Theorien, welche wissenschaftlich jeglicher Grundlage entbehren (wie bspw. „Intelligent Design“), eine immer breitere Anhängerschaft finden.

Es ist zwingend notwendig, der drohenden Ignoranz gegenüber den rationalen Grundlagen unserer Gesellschaft bzw. unserer Kultur entgegen zu wirken und den Schülerinnen und Schülern die Werte unserer aufgeklärten Gesellschaft zu vermitteln.

In diesem Sinn kann es nicht angehen, dass Schulabgängerinnen und Schulabgänger das Leben und dessen Entwicklung und Vielfalt mit irrationalen wissenschaftlich nicht begründbaren Theorien in Verbindung bringen.

Wir bitten den Gemeinderat daher zu prüfen, inwiefern es möglich wäre, für die Schülerinnen und Schüler der Stadtberner Volksschule anlässlich des „Darwin Jahrs“ einen Evolutionstag durchzuführen, welcher den Schülerinnen und Schülern der Stadt Bern die Evolutionstheorie – welche die Grundlage unseres Lebens darstellt – näher bringt. Die Ausgestaltung dieses Tages soll selbstverständlich dem Alter der jeweiligen Kinder angepasst werden und die detaillierte Ausgestaltung soll der Lehrerschaft überlassen werden.[1] Es soll auch nicht zwingend so sein, dass alle Schulen/Klassen den Evolutionstag am gleichen Tag durchführen.

Begründung der Dringlichkeit:

Das Darwin-Jahr dauert nur noch 7 Monate, deswegen ist eine rasche Behandlung dieses Postulats unabdingbar. Die Ausstellung „Es war einmal ein Fink – 150 Jahre Evolutionstheorie“ im naturhistorischen Museum Bern, dauert sogar nur noch bis am 31. Oktober 2009.

 

Bern, 28. Mai 2009

 

Dringliches Postulat Michael Köpfli (GLP)/Claude Grosjean (parteilos): Giovanna Battagliero

 

Die Dringlichkeit wird vom Büro des Stadtrats bejaht.

 


[1] Eine Möglichkeit wäre bspw. der Besuch der Ausstellung „Es war einmal ein Fink – 150 Jahre Evolutionstheorie“ im naturhistorischen Museum Bern.

Rathaus
Rathausplatz 2
3011 Bern


Öffnungszeiten:

Die Sitzungen des Stadtrates sind öffentlich. Sie können die Sitzungen von der Besuchertribüne aus mitverfolgen.

Besucherinnen und Besucher mit Mobilitätsbehinderung melden sich bei der Garderobe.

Anfahrt:

Linie 12 bis Haltestelle Rathaus.