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Interfraktionelles Postulat SP/JUSO, GB/JA!, GFL/EVP, GLP (Stefan Jordi, SP/Aline Trede, GB/Daniel Klauser, GFL/Michael Köpfli, GLP): Neue Fuss- und Radwegbrücke Breitenrain-Länggasse: Bund und Kanton sagen JA! Was aber sagt die Stadt? (einger. 2.07.09)

Eine der grössten Lücken im städtisch und regionalen Veloverkehrsnetz ist die fehlende Verbindung der nordöstlichen (Lorraine, Breitenrain, Ostermundigen) mit den westlichen Gebieten (Länggasse, Bümpliz-Bethlehem). Hauptgrund ist neben den Höhenunterschieden der gefährliche Verkehrsknoten Lorrainebrücke/Schützenmatte/Henkerbrünnli. Dieser wird mit der Inbetriebnahme des Neufeldzubringers noch unattraktiver für den Veloverkehr und eine sichere Alternative wird dringend nötig.

Im Rahmen des Kantonalen Richtplans Veloverkehr wurden deshalb mehrere Möglichkeiten überprüft und der Kanton kam zum Schluss, dass das Problem der beschriebenen Netzlücke nur durch eine Hochbrücke über das Aaretal gelöst werden kann. Dabei ist der Nutzen eindrücklich: Im Umkreis von 2 Kilometern je Brückenkopf leben 20-30 000 EinwohnerInnen und es existieren über 30000 Arbeitsplätzen. Daraus kann ein Nachfragepotential von ca. 7000 Wege/Fahrten pro Tag hergeleitet werden.

Unbestritten ist, dass eine solche Hochbrücke hohe Investitionskosten mit sich bringen wird, das Agglomerationsprogramm geht von mehr 6 Mio. Franken aus. Verglichen mit anderen Projekten, wie bspw. dem Neufeldtunnel (ca. 60 Mio. Franken) werden sie aber deutlich geringer ausfallen und nicht nur einer Verkehrskategorie dienen. Bern würde dabei weit über die Landesgrenzen als innovative Kraft in Sachen Förderung von Fuss- und Langsamverkehr ausstrahlen. Andere Regionen haben es bereits vorgemacht: So ist die Dreiländerbrücke (Kosten: ca. 9 Mio. Euro) bei Basel über den Rhein die längste Fuss- und Radwegbrücke der Welt, zieht neben vielen PendlerInnen auch Besuchende aus aller Welt an und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Im Dezember 2008 hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK die Prüfungsergebnisse der Agglomerationsprogramme veröffentlicht. Dabei wurde dem Berner Programm eine „schlüssige Konzeption“ attestiert. Insbesondere im Bereich Langsamverkehr stellt der Bund eine „ausgezeichnete Qualität“ fest. Aus diesen Gründen empfiehlt er dem Parlament das vom Kanton vorgeschlagene Projekt „Neue Brücke Breitenrain-Länggasse“ mit Priorität A (Bau- und Finanzreife 2011-14) mitzufinanzieren.

Zurzeit ist die Planung des Projektes unter der Leitung des Kantons im Gange. Bund und Kanton – wie auch die Unterzeichnenden des Postulats unterstützen das Projekt. Unklar ist momentan die Haltung der Stadt.

Deshalb wird der Gemeinderat gebeten, das Projekt zu unterstützen und den Stadtrat dahingehend zu informieren welche Bedeutung eine Langsamverkehrsverbindung Breitenrain-Länggasse für die Stadt, Region aus seiner Sicht hat und wie sich ein solches Projekt in den Aareraum integrieren lässt und welchen Anteil an den Kosten die Stadt zu übernehmen hätte.

Bern, 02. Juli 2009

Interfraktionelles Postulat SP/JUSO, GB/JA!, GFL/EVP, GLP (Stefan Jordi, SP/Aline Trede, GB/Daniel Klauser, GFL/Michael Köpfli, GLP): Beat Zobrist, Ursula Marti, Rithy Chheng, Gisela Vollmer, Nicola von Greyerz, Giovanna Battagliero, Guglielmo Grossi, Leyla Gül, Miriam Schwarz, Corinne Mathieu, Daniela Schäfer, Emine Sariaslan, Annette Lehmann, Hasim Sönmez, Patrizia Mordini, Rolf Schuler, Tanja Sollberger, Jan Flückiger, Claude Grosjean, Daniela Lutz-Beck, Martin Trachsel, Susanne Elsener, Nadia Omar, Conradin Conzetti, Peter Künzler, Michael Aebersold, Beni Hirt, Stéphanie Penher, Hasim Sancar, Cristina Anliker-Mansour, Natalie Imboden, Urs Frieden

Rathaus
Rathausplatz 2
3011 Bern


Öffnungszeiten:

Die Sitzungen des Stadtrates sind öffentlich. Sie können die Sitzungen von der Besuchertribüne aus mitverfolgen.

Besucherinnen und Besucher mit Mobilitätsbehinderung melden sich bei der Garderobe.

Anfahrt:

Linie 12 bis Haltestelle Rathaus.