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Postulat Fraktion GLP (Kathrin Bertschy/Tanja Sollberger, GLP): Ringbuslinie als Verbindung dezentraler Knoten und zur Entlastung der Innenstadt (eingereicht 27.5.10)Das öV-Liniennetz der Stadt Bern ist bis auf wenige Linien radial ausgerichtet und durch eine starke Bündelung der Linien in der Innenstadt zwischen Hirschengraben und Zytglogge gekennzeichnet. Die Belastung dieser zentralen Abschnitte ist sehr hoch, die neu eingesetzten, deutlich längeren Tram-Combinos verschärfen die Situation weiter, teilweise stehen Tram und Bus je nach Tageszeit regelrecht im „Stau“. Für Fussgänger und Velofahrer wird es zunehmend schwierig und auch gefährlich, neuralgische Plätze zu überqueren (z.B. Theater- /Kornhausplatz). Mit der neuen Tramlinie Köniz-Bem-Ostermundigen (Tram Region Bern) ist zwar mittelfristig eine geringfügige Entlastung in Sicht, da die neue Linie nur noch im 6-min Takt verkehren wird und der 12er Bus in die Nebengassen verlegt wird. Dennoch: Die Belastung in der Innenstadt wird hoch bleiben, in der Markt- und Spitalgasse werden zu Spitzenzeiten 46 und mehr Kurse verkehren. Zweitens bestehen zwischen den meisten Quartieren keine direkten Verbindungslinien. Die wenigen Quartier- und Tangentiallinien (z.B. 26er, 28er) verkehren nur im 15-20 Minuten-Takt und z.T. nur während bestimmten Tageszeiten. Dies ist zu selten, um eine echte Alternative zum (Um-)Weg über die Innenstadt darzustellen. Aus Mangel an Alternativen wählen Fahrgäste, welche von Quartier zu Quartier möchten, den Weg über die Innenstadt, womit die Belastung dieser Linien unnötig verstärkt wird. Zur Entlastung der Innenstadt sollen in stadtnahen Quartieren neue Verkehrsknoten gefördert werden, welche direkt und in beide Richtungen miteinander verbunden werden. Je nach Linienführung könnten so auch diverse dezentral gelegene Kultur- und Bildungszentren miteinander verbunden werden. Eine mögliche Linienführung, welche auch neue Entwicklungsschwerpunkte der Stadt wie z.B. das nach wie vor schlecht erschlossene Von Roll Areal oder bisher schlecht erschlossene Kulturzentren wie die Dampfzentrale miteinbezieht, ist in folgendem Plan skizziert:
(Beilagen sind auf Anfrage im Ratssekretariat elektronisch erhältlich.)
Obwohl eine Ringbuslinie sicherlich hohe (Zusatz-)kosten verursachen würde, könnten im Gegenzug andere Linien entlastet oder kompensiert werden. Wir bitten den Gemeinderat daher, mit diesem Anliegen in der Verkehrskommission der Regionalkonferenz vorstellig zu werden und dem Stadtrat Abklärungen zu treffen: 1. Welche Verkehrsströme (Anteil Wege) bestehen zwischen den Quartieren (Quelle und Ziel), die nicht zwingend über den Bahnhof führen müssten? Dabei soll auch der Langsamverkehr berücksichtigt werden (z.B. über eine Auswertung der Mikrozensusdaten[1]). 2. Die Nachfrageeffekte einer optimierten Ringbuslinie (siehe Skizze mit möglicher Routenführung, Liste muss nicht abschliessend sein) abzuklären, insbesondere auch hinsichtlich potentieller Entlastung der Innenstadt. 3. Welche Fahrzeitreduktionen (von Quartier zu Quartier) würden resultieren? 4. Was wären die Kostenfolgen einer solchen Ringbuslinie? 5. Wo lägen die Kompensationsmöglichkeiten (Taktreduktionen, Wegfall bestehender Linien) inkl. Kosteneinsparungen? 6. Wie beurteilen die Kommission Verkehr und der Gemeinderat den Vorschlag einer solch umfassenden Ringbuslinie hinsichtlich Entlastung der Innenstadt und andererseits Verbesserung der Verbindung zwischen den Quartieren?
Vorschlag: Bus über Tiefenauviadukt von Wankdorf nach Neufeld.
Bern, 27. Mai 2010 Postulat Fraktion GLP (Kathrin Bertschy/Tanja Sollberger, GLP), Peter Ammann, Michael Köpfli, Claude Grosjean, Lukas Gutzwiller, Daniel Klauser, Tania Espinoza, Peter Künzler, Henri-Charles Beuchat, Kurt Hirsbrunner, Thomas Begert, Vania Kohli, Claudia Meier, Martin Schneider, Jimy Hofer, Mario Imhof, Luzius Theiler, Pascal Rub, Christoph Zimmerli, Regula Fischer
[1] Gemäss Bericht der BVE (2007), Auswertung der Mikrozensusdaten 2005 für den Kanton Bern werden für die Stadt (Kerngemeinde) über 1000 Personen erfasst.
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