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Kauffrau / Kaufmann

2.1 Ausbildung

Die Präsidialdirektion bildet sechzehn kaufmännische Lernende an zwölf Ausbildungsplätzen während je einem Semester aus. Pro Lehrjahr werden fünf Lernende ausgebildet. Die Ausbildung richtet sich nach dem schweizerischen Modelllehrgang für die erweiterte kaufmännische Grundbildung (E-Profil) der Interessengemeinschaft Kaufmännische Grundbildung (IGKG Schweiz) und des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT). Die Profile B und M können nach Bedarf ebenfalls ausgebildet werden.
Branche: Öffentliche Verwaltung.

Erlacherhof

2.2 Ausbildungsprofile / Berufsbezeichnung

Profil B
Kauffrau / Kaufmann Basisbildung. Arbeiten mit mehrheitlich ausführendem Charakter (ehemals Bürolehre). Schwerpunkt im Lernbereich Informatik, Kommunikation, Administration. 

Profil E
Kauffrau / Kaufmann erweiterte Grundbildung. Arbeiten mit hohem Grad an Selbstständigkeit. Schwerpunkt im Lernbereich Wirtschaft und Gesellschaft, zwei Fremdsprachen.

Profil M
Kauffrau / Kaufmann erweiterte Grundbildung mit integrierter Berufsmaturität. Ermöglicht den Lernenden nach Erwerb des Berufsmaturitätsabschlusses die Zulassung zu einer Fachhochschule.

Für die Ausbildung bei der Präsidialdirektion dient das Profil E als Basis. In Ausnahmefällen sind jedoch auch die Profile B und M möglich.

 

2.3 Schuluntericht / Kurse

Die kaufmännische Ausbildung beginnt mit einem Basiskurs im Bildungszentrum für Wirtschaft und Dienstleistung. In dieser Phase erwerben die Lernenden fundierte Kenntnisse und Fähigkeiten für die betriebliche Ausbildung. Der Basiskurs dauert bis zum ersten überbetrieblichen Kurs und ist so ausgestaltet, dass die Lernenden pro Woche drei Tage in der Schule und zwei Tage im Betrieb sind.

Nach dem Basiskurs besuchen die Lernenden den Berufsschulunterricht in einem degressiven Modell: im ersten und zweiten Lehrjahr je zwei Tage, im dritten Lehrjahr einen Tag. 

Die unterrichteten Fächer:

  • Information, Kommunikation, Administration (IKA)
  • Wirtschaft und Gesellschaft (W+G)
  • Deutsch
  • Französisch
  • Englisch

Im Laufe der drei Lehrjahre sind an der Berufsschule zwei Ausbildungseinheiten (AE) und eine selbständige Arbeit (SA) zu absolvieren. Darin bearbeiten die Lernenden fächerübergreifende Themen.

Die Einführung in die Instrumente des Modelllehrgangs für Kaufleute und die spezifischen Branchenthemen erfolgt in vier überbetrieblichen Kursen.

2.4 Prozesseinheiten

Da die moderne Arbeitswelt prozessorientiertes und bereichsübergreifendes Denken und Handeln verlangt, fördert die kaufmännische Grundbildung Selbstständigkeit, analytisches Vorgehen, vernetztes Denken sowie die Präsentationstechnik der angehenden Kaufleute. Sie lernen, betriebliche Abläufe zu erkennen, zu verstehen und festzuhalten. Mit den Prozesseinheiten können diese Fähigkeiten überprüft werden. Jede Prozesseinheit stellt einen betrieblichen Ablauf dar, der aus mehreren vernetzten Tätigkeiten besteht.

Die Lernenden absolvieren pro Lehrjahr eine Prozesseinheit. Die Prozesseinheiten sind einheitlich strukturiert. Nachdem die Lernenden einige Zeit in einer Prozesseinheit gearbeitet haben, werden sie von der Ausbildnerin / dem Ausbildner bewertet.

Der Durchschnitt aller Prozesseinheiten ist Bestandteil (1/4) der betrieblichen Lehrabschlussprüfung.

In der Präsidialdirektion werden unter anderen folgende Prozesseinheiten bearbeitet:

  • Gemeinderatssitzungen administrativ vor- und nachbereiten
  • Unterstützung bei komplexen Recherchenanfragen
  • Kursadministration und Erstellen von Kursunterlagen 
  • Postwesen
  • Geschäftskontrolle Kulturförderung
  • Kultur Sommer Elfenau
  • Personalgewinnung Berufsbildung
  • Ablauf Stadtratsgeschäfte
  • Dokumentation, Bibliothek und Ablage
  • Kundinnenbetreuung
  • Triage / Empfang
  • Baubewilligungsverfahren
  • Mietpreiserhebung
  • Kassenführung
  • GR-Versand
  • Mitarbeit bei der Gestaltung der Museumsnacht

2.5 Arbeits- und Lernsituation

Während der Lehre überprüfen die Ausbildnerinnen / Ausbildner periodisch die von den Lernenden erreichten Lernziele des Modelllehrgangs.

Während der ganzen Lehre finden sechs Arbeits- und Lernsituationen statt (eine pro Semester). Der / die Lernende wird bei einer Kernaufgabe während zwei Monaten beobachtet und anschliessend beurteilt. Mit Hilfe vorgegebener Beurteilungskriterien erteilen die Ausbildnerinnen und Ausbildner eine Note, die bei der Lehrabschlussprüfung angerechnet wird. Der Durchschnitt aller sechs Arbeits- und Lernsituationen zählt 1/4 der betrieblichen Lehrabschlussprüfung.

In der Präsidialdirektion werden unter anderem folgende Arbeits- und Lernsituationen geprüft:

  • Öffentlichkeitsarbeit inkl. Bewirtschaftung der Website
  • Informationsfluss sicherstellen
  • Zahlungswesen
  • Ablage
  • Telefon- und Schalterdienst
  • Kreditoren
  • Bewerbungswerkstatt
  • Geschäftsablage
  • Mitarbeit bei Revision
  • Telefondienst
  • Gemeinderatsbeschlüsse verfassen und administrieren
  • Baugesuche
  • Medienversände
  • Kommissionen administrativ betreuen
  • Beteiligung an statistischen Auswertungen und Berichten
  • Personaladministration
Berufsbildung
Junkerngasse 47
Postfach
3000 Bern 8

031 321 72 22
031 321 67 40

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag:
08:00 - 12:00 Uhr und
14:00 - 17:00 Uhr

Anfahrt:

Linie 12 bis Haltestelle Rathaus